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Montag, 20. Mai 2013
Gedenktag
Namenstag
Bernhardin, Elfriede, Mira, Valeria, Josepha
 

© Stephanscom.at

Aschenkreuz © kathbild.at/Rupprecht

Palmsonntag © kathbild.at/Rupprecht

Fußwaschung © AV-Medienstelle Wien

Jesus am Kreuz © kathbild.at/Rupprecht

Osterkerze © kathbild.at/Rupprecht

Christi Himmelfahrt © kathbild.at/Rupprecht

Pfingsten © kathbild.at/Rupprecht

Das Kirchenjahr
(20.01.2005)

Der Osterfestkreis



Aschermittwoch - Palmsonntag - Gründonnerstag - Karfreitag - Ostersonntag - Christi Himmelfahrt - Pfingsten

Der Osterfestkreis wird in zwei bzw. drei Teile aufgegliedert.

Am Aschermittwoch beginnt die 40tägige Fastenzeit, auch Quadragesima (Zeit der 40 Tage) genannt.

Die Zahl 40 hat im biblischen eine besondere Bedeutung, so dauerte die Sintflut (Gen 7,4ff) 40 Tage, 40 Jahre die Wanderung Israels in der Wüste, 40 Tage war Mose auf dem Berg Sinai, und 40 Tage und Nächte hielt sich Jesus in der Wüste auf.

Kehr um und glaub an das Evangelium

Der Ritus, am Aschermittwoch den Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirne zu zeichnen, soll an die Buße erinnern - im Buch Jona heißt es "Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche." (Jona 3,6).

Die Umkehr ist ein wichtiger Gedanke an diesem Tag: "Kehr um und glaub an das Evangelium" ist ein Satz, der gesprochen wird, wenn wir das Aschenkreuz bekommen. Umkehr bedeutet dabei nicht immer eine 180°-Wendung, sondern eine Wegkorrektur, damit Christus wieder ins Zentrum rücken kann.

Die Asche erinnert aber auch an die eigene Vergänglichkeit. "Bedenke Mensch, dass du aus Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Doch wir wissen, dass aus der Asche neues Leben entstehen kann.

Der Aschenritus stammt aus jener Zeit, in der die Büßer öffentlich am Aschermittwoch aus der Kirche ausgeschlossen und als Zeichen der Buße mit Asche bestreut wurden. Erst am Gründonnerstag wurden sie feierlich wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.

40 Tage lang - mit Ausnahme der Sonntage - bereiten sich die Menschen in der Kirche auf das Geheimnis des Paschamysteriums, das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu, vor.

Die letzte Woche der Fastenzeit hat eine besondere Prägung und wird Karwoche oder Hohe Woche genannt.

Hosanna dem Sohne Davids, Gesegnet sei der kommt im Namen des Herrn

Der Palmsonntag beginnt die Tage des Gedächtnisses von Leiden und Sterben Jesu. Wir feiern den Einzug Jesu in Jerusalem. Die Menschen die sich freuen und Jesus als den Messias begrüßen und ihm "Hosanna dem Sohne Davids" zurufen.

In der vorgelesenen Passion an diesem Beginn der Leidenswoche wird der Blick auf den leidenden Jesus von Nazareth gelenkt, der sich den Menschen gleich machte bis zum Tod.

Die alttestamentlichen Lesungen sind in diesen Tagen aus dem Propheten Jesaja entnommen und handeln vom Gottesknecht, von seiner Berufung, seinem Werk und seinem Leben. So wird ein Bogen gespannt vom Palmsonntag zum Karfreitag.

Jesus umgürtete sich mit einem Leinentuch und wusch seinen Jüngern die Füße

Woher der Gründonnerstag seinen Namen hat, kann bis heute nicht restlos geklärt werden. Möglich ist einerseits, dass sich das "grün" vom Wort "greinen" ableitet, was so viel wie "Weinen" bedeutet und sich auf die Büßer (auch "Weinende" genannt) beziehen könnte, die am Gründonnerstag wieder in die Gemeinde aufgenommen wurden. Durchaus denkbar ist aber auch, dass das grün tatsächlich die Farbe grün meint, denn im Mittelalter trugen die Geistlichen an diesem Tag grüne Messgewänder.

Am Abend des Gründonnerstags beginnen die heiligen drei Tage, das Triduum Sacrum. Der Abend des Donnerstags wird nach altem jüdischen Brauch schon zum Freitag gerechnet.

Die Abendmesse des Gründonnerstags ist vor allem vom Gedenken an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Aposteln geprägt. In der Nacht des Gründonnerstags wurde Jesus verraten und gefangen genommen.

Im Volksmund ist der Gründonnerstag auch als der Tag bekannt, "an dem die Glocken nach Rom fliegen" - sie läuten erst wieder im Gottesdienst der Osternacht. Als eine mögliche Erklärung kann gelten, dass das Verstummen der Glocken und der Orgel als "Fasten der Ohren" angesehen wird.

Am Vormittag des Gründonnerstages werden nach altem Brauch die Heiligen Öle, die zur Salbung bei den Sakramenten Taufe, Firmung, Weihe und Krankensalbung verwendet werden, in der Bischofskirche geweiht.

Der Abend des Gründonnerstages - also der Vorabend des Karfreitags - steht im Zeichen des Letzten Abendmahles, der Vorbereitung auf das Leiden und der nächtlichen Wache auf dem Ölberg. All das wird für die Gottesdienstgemeinde an diesem Abend Realität.

Jesus erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod am Kreuz

Es ist der erste Tag des soganannten "Triduum Sacrums" der heiligen drei Tage. Nach altem Brauch begann der Karfreitag bereits mit dem Gottesdienst am Gründonnerstag. Es ist ein bedeutsamer Tag im Jahr; "kara" stammt aus dem althochdeutschen und bedeutet soviel wie Trauer oder Klage. Klage, weil Jesus in der Nacht gefangengenommen wurde und vor dem Hohen Rat verurteilt wurde. Am Morgen das Karfreitags wurde Jesus zu Pilatus gebracht, der ihn zum Tod verurteilte.

In den Morgenstunden des Karfreitags kommen in vielen Pfarren die Menschen zusammen, um gemeinsam die sogenannte Trauermette zu beten. Es ist das Stundengebet, das tägliche Gebet der Kirche, mit besonderer Prägung und einem besonderen Ablauf. Rund um die Lesung aus den Klageliedern reihen sich Psalmen und Lieder, die die besondere Charakteristik des Tages deutlich machen. Am Karfreitag gibt es keine Hl. Messe.

Unter dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.

Am Nachmittag um 15 Uhr oder am Abend versammeln sich die Gläubigen zu einem Wortgottesdienst und werden nach der Kreuzverehrung und dem Empfang des Leibes Christi entlassen. Sie sind eingeladen, den Tag und am darauf folgenden Karsamstag im Gebet zu verweilen.

Der Karsamstag, auch Heiliger Samstag genannt, steht wie der Karfreitag ganz im Zeichen der Trauer um Jesus. Es ist ein stiller Tag. Es ist der Tag der Grabesruhe. In vielen Kirchen ist nach alter Tradition das Heilige Grab aufgebaut, in anderen steht ein leeres Kreuz in der stillen Kirche und lädt zum Verweilen und zum stillen Gebet ein.

Auch dieser Tag beginnt wie der Karfreitag mit der Trauermette. Wiederum erklingt der Klagegesang des Propheten Jeremia.

An diesem Tag gibt es außer dem gemeinsamen Stundengebet der Kirche keinen Gottesdienst.

Im Messbuch heißt es: "Jesus ist wirklich gestorben. Er ist in die tiefste menschliche Not hinein gegangen, er ist 'hinab gestiegen in das Reich des Todes'. Er hat unserem Tod die Bitterkeit genommen".

Das Osterfest

Christus ist auferstanden - er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!

"Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg", so erklingt es im großen Osterlob, dem Exsultet, das in der Nacht die Osterkerze besingt. Christus ist auferstanden! - diese Freudenbotschaft wurde vom Engel am Grab den Frauen und wird in dieser Nacht auch uns verkündet.

Das Osterfest ist das älteste und ursprünglich einzige Fest des christlichen Jahres. Es ist das "Pascha des Herrn".

Es ist jene Nacht, die von den Israeliten als die "Nacht der Wache für den Herrn" gehalten wurde und wird - das Pesachfest, die Nacht des Vorübergangs des Herrn, des Auszuges aus Ägypten, die uns im Buch Exodus berichtet wird.

Die Osternacht, die wichtigste aller Nachtfeiern der Kirche, führt uns die gesamte Heilsgeschichte Gottes mit dem Menschen vor Augen, angefangen bei der Erschaffung der Welt, die Errettung des Isaak, die Befreiung des Volkes Gottes aus der Gefangenschaft Ägyptens, die Trauer des Gottesvolkes in Babylon und die Errettung vom ewigen Tod durch Christus.

"Christus das Licht" ist der Ruf, der in die dunkle Kirche erschallt, wenn der Priester die Osterkerze herein trägt. Diese Kerze bringt Licht und Wärme in die Kirche und zeugt davon, dass Gott auch in der Dunkelheit der Nacht sein Licht über uns leuchten lässt.

Ein Sendungsruf am Ende des Ostergottesdienstes lautet: "Geht in alle Welt und verkündet: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden, Halleluja!" Er drängt uns dazu, die Botschaft von Ostern in unserem Leben sichtbar zu machen.

Eines der schönsten Osterlieder "Der Heiland ist erstanden" erzählt die Geschichte von Ostern für uns und fügt immer das Halleluja, den Ruf "Lobt Gott" an, eine Aufforderung, die an diesem Tag ganz besonders wichtig ist.

Das Osterfest hat kein festes Datum, sondern wird nach altem abendländischen Brauch am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert.

Die Osterzeit beginnt mit dem Osterfest und dauert 50 Tage. Der alte Ausdruck "Pentecoste" bedeutet einfach 50 Tage, und so lang feiert die Kirche die Auferstehung Jesu. Ambrosius von Mailand sagt: "Die fünfzig Tage sind wie das Pascha zu feiern, und sie sind alle wie ein einziger Sonntag".

"Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel?"

Am 40. Tag nach Ostern wird das Fest "Christi Himmelfahrt" gefeiert.

Christus ist nicht einfach von der Welt weg gegangen. Er bleibt in der Welt in seiner Kirche, und durch sie bleibt er in der Welt. Mit dem Fest Christi Himmelfahrt beginnt eine kurze, aber intensive Vorbereitung von 9 Tagen auf das nächste große Fest.

"Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt"

Das Pfingstfest wird auch als der Geburtstag der Kirche bezeichnet.

Das Wort "Pfingsten" entstand aus dem griechischen Wort "Pentecosta", der fünfzigste (Tag). Am Pfingsttag - so berichtet die Apostelgeschichte - wurde der Heiligen Geist über die Jünger ausgegossen - das Pfingstwunder. In Feuerzungen sichtbar kam der Heilige Geist über die Jünger, und sie konnten in fremden Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Pfingsten ist - im übertragenen Sinn - ein Erntefest: Christi Ernte und die Gründung der Kirche.

Durch den angekündigten Beistand bestärkt, konnten die Jünger die Auferstehung verkünden und Jesus als den Messias, der die Menschen vom ewigen Tod befreit hat, bezeugen.

(red)



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