
Am 18. September findet in der Erzdiözese Wien - im Rahmen des Missionsprozesses "Apostelgeschichte 2010" (APG 2010) - ein Gemeindetag statt. Das Thema der Gemeinden erwies sich schon bei der ersten Diözesanversammlung im Herbst 2009 als derartig wichtig, dass beschlossen wurde, ihm einen ganzen eigenen Tag zu widmen.
"Zum einen ist der Gemeindetag auf jeden Fall ein Studientag. Im wesentlichen geht es darum, eine Begriffsklärung und eine Standortbestimmung vorzunehmen. Wovon reden wir, wenn wir den Begriff Gemeinde verwenden? Was meinen wir mit Pfarre? Was meinen wir, wenn wir das Wort Pfarrgemeinde verwenden? Wo stehen wir jetzt und was sind mögliche Perspektiven für die Zukunft?", erklärt Andrea Geiger, aus dem Organisationsteam APG 2010.
Frage nach der Mission
Die Ergebnisse sollen dann komprimiert der dritten Diözesanversammlung präsentiert und einer breiten Diskussion zur Verfügung gestellt werden. "Die Fragen aus dem Themenbereich Gemeinde sind im Alltag manchmal zu sehr auf die Frage konzentriert 'Wer darf was?'. Ich denke, dass wir früher oder später auch zu dieser Frage kommen werden, aber davor geht es um die Frage, was eigentlich der Auftrag, unsere Mission ist", erklärt Andrea Geiger.
Kirche sei eine große Sache und ihre Mitglieder würden Kirche immer vor Ort in den Gemeinden, egal ob kategorial oder territorial erfahren. "Wie schaffen wir es, vor Ort erlebbar zu machen, was wir unter Christsein verstehen", fragt Geiger.
Kirche ist missionarisch
Ein wichtiger Bestandteil von APG 2010 sind Zeugnisse. "Es geht um erzählte Erfahrungen", erklärt Geiger. Im Rahmen des Gemeindetags wird es Impulsreferate und Diskussionskreise geben. "Es beginnt mit einem Impuls von Christoph Jacobs, in dem es um eine genaue Standortbestimmung gehen wird. Was heißt Gemeinde, was heißt Pfarre?", so Geiger.
Dem folgen die Erfahrungen aus der Gemeinschaft Emmanuel und auch Helmut Schüller, der schon im Vorbereitungsteam der APG 2010 engagiert war, wird sprechen - und zwar zum Thema Mission. "Wir sagen ganz klar, Kirche ist missionarisch, denn Kirche hat immer den Auftrag der Sendung. Helmut Schüller hat wiederholt dafür plädiert, nicht immer größere, sondern wieder in kleinere Einheiten in der Kirche zu investieren. Er wird über das Thema Gemeinde als Missionsstationen sprechen, die natürlich wesentlich kleiner als das zu denken sind, was wir heute unter Pfarre verstehen", so Geiger.
Wege und Erwartungen
Um die 200 Personen werden am Gemeindetag teilnehmen, um konzentriert darüber nachzudenken welche Wege in Zukunft gegangen werden können. "Nach den kurzen Inputs geht es in Arbeitsgruppen darum, was wir in der Zukunft tun wollen, wo unsere Erwartungen - speziell an die Diözesanleitung - sind", sagt Andrea Geiger.
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(ks)
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