E-Mail: ombudsstelle@edw.or.at
Vorsprache nur nach persönlicher Terminvereinbarung
Tel. +43-1-319 66 45
Mo + Fr 9-12 Uhr; Di + Do 9-12 und 13-16 Uhr
Aktueller Folder der Ombudsstelle zum Download
Behelf:Rahmenordnung "Maßnahmen, Regelungen und Orientierungshilfen gegen Missbrauch und Gewalt" zum Download.
Link: Diözesane Ombudsstellen für Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche
Unter sexuellem Missbrauch versteht man die Nötigung einer Person zu sexuellen Handlungen oder sexuellem Verhalten, wenn diese Person minderjährig oder wegen einer Krankheit unfähig ist, die Bedeutung des sexuellen Vorgangs zu verstehen oder sich aus anderen Gründen nicht dagegen wehren kann.
In der Erzdiözese Wien wurde 1996 die "Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche" eingerichtet und im Jahr 2009 wurde Prof. Johannes Wancata mit der Leitung der Stelle beauftragt. Die Ombudsstelle verfügt über Mitarbeiter/innen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Psychotherapie, der Bildungs- und Erziehungswissenschaften, der Psychologie, der Sozialarbeit und des Zivilrechts.
In der täglichen Arbeit geht es darum den Missbrauchsopfern zu helfen, die weit verbreitete Scham zu überwinden und über derartige Erfahrungen zu sprechen. Weiters ist es wichtig, die Angst zu nehmen als "Verräter an der Kirche" dazustehen. In jedem Fall wird die Anonymität gewahrt. Wer mit der Ombudsstelle Kontakt aufnimmt, bestimmt selbst das Ziel und den Rahmen der Gespräche und mögliche weitere Schritte.
Für Opfer und Betroffene, die sich nicht direkt an die Ombudsstelle wenden wollen, besteht die Möglichkeit Kontakt über das "Unabhängige Wiener Kinderschutzzentrum" (Tel. 01/526 18 20) oder die Beratungsstelle für misshandelte oder sexuell missbrauchte Frauen, Mädchen und Jugendliche "TAMAR" (Tel.: 01/334 04 37) aufzunehmen.
Was ist sexueller Missbrauch?
Sexueller Missbrauch bedeutet, dass Menschen unter Ausnützung eines Abhängigkeitsverhältnisses oder mittels psychischer oder physischer Gewalt angehalten werden:
- sich abgreifen zu lassen
- den Täter oder die Täterin abgreifen zu müssen
- die (entblößten) Geschlechtsteile ansehen bzw. angreifen zu müssen
- sich zur sexuellen Befriedigung am Körper des Täters bzw. der Täterin reiben zu müssen
- an sich selbst oder am Täter bzw. der Täterin sexuelle Handlungen vorzunehmen
- sich auszuziehen und betrachten oder photographieren lassen zu müssen
- sich mit pornographischen Filmen oder Bildern konfrontieren zu müssen
- sich küssen lassen zu müssen
- zum (verletzenden) Geschlechtsverkehr gezwungen zu werden
Das alles ereignet sich natürlich keineswegs nur im Bereich der Kirche, sondern ebenso in Familien, in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche im Sport-, Kultur- und Sozialbereich oder in Schulen. Aber Missbrauch durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirche steht als Ausbeutung von Schwächeren nicht nur im Gegensatz zur Botschaft des Evangeliums, sondern es wird dabei auch der Beziehung der Opfer zu Gott, zum Glauben und zur Kirche nicht mehr gut zu machender Schaden zugefügt.
Fachteam der Ombudsstelle:
Prim. Dr. Ralf GÖSSLER – Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Mag. Helfried HAAS – Jurist
Mag. Walter KABELKA – Psychotherapeut
Dr. Andrea KUCERA – Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin
Helmuth MICHELBACH – Dipl. Sozialarbeiter, Psychotherapeut
Mag. Brigitta MÜHLBACHER – Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin
Dr. Sabine VÖLKL-KERNSTOCK – Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin
Administratives Team der Ombudsstelle:
Leitung: Renate PURZNER-GEYER - Dipl. Lebens- und Sozialberaterin
Sekretariat: Monika KOLB
(red)
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