
Ikone des Vaters
Die Erste: Viele von Ihnen sehen ihn, wie er durch die ‚Königliche Pforte‘ schreitet in der Göttlichen Liturgie, bekleidet mit den Gewändern des Hohen Priesters. Er wird für seine Gläubigen und für uns, die wir ihn als Bruder und Freund verehren durften und lieben durften, wie die Väter sagten "Typos tou patros" (Ikone des Vaters) bleiben. Er wird für uns eine ‚lebendige Ikone Christi‘ sein und bleiben. Jetzt liegt, was an ihm sterblich ist, vor der ‚Königlichen Pforte‘. Bald werden wir seinen sterblichen Leib zu Grab tragen, aber er selber ist bereits durch die ‚Königliche Pforte‘ in das Reich des Vaters eingetreten.
Ökumenische, brüderliche Haltung
Eine zweite Ikone ist mir in tiefer Erinnerung: Es war der 29. Juni 1996, das Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Metropolit Michael war an diesem Tag der Leiter der Delegation des Ökumenischen Patriarchen in Rom beim Nachfolger des Apostel Petrus. Ich habe an diesem Tag von Papst Johannes Paul II. das Pallium des Erzbischofs empfangen, in derselben Liturgie. Ich werde nie vergessen, wie Metropolit Michael gemeinsam mit Papst Johannes Paul II. die Stufen hinunter geschritten ist zum Grab des Apostels, dort wo die Pallien aufbewahrt werden, dort wo das Gedächtnis des ersten der Apostel gefeiert wird. Als Vertreter des erstberufenen Apostels Andreas war er in dieser Stunde an der Seite des Nachfolgers Petri. Eine für mich unvergessliche Ikone seiner ökumenischen, seiner brüderlichen Haltung.
Bei der Gnadenmutter in Mariazell
Und die letzte und dritte Ikone ist ganz jungen Datums. Bischofsvikar Nicolae Dura hat es bereits angesprochen: Mariazell. Metropolit Michael hatte eine tiefe Liebe zur Theotokos, der Gottesgebärerin. Nicht umsonst trägt er auch jetzt ihr Bild auf seiner Brust, auf der Brust seines sterblichen Leibes. Am Samstag vor zehn Tagen ist der Metropolit nach Mariazell gefahren und er hat eine ganze Weile in Stille bei der Theotokos, bei der Gnadenmutter in der Zelle von Mariazell, im Gebet verbracht. Der Superior von Mariazell, Pater Karl Schauer, hat mir nachher anvertraut: Es war sein Abschied. Wir dürfen sicher sein, dass die Theotokos, die er in seinem irdischen Leben so verehrt hat, Metropolit Michael jetzt, da er durch die ‚Königliche Pforte‘ geschritten ist, mit ihrem gütigen, barmherzigen Anlitz empfangen hat. Ruhe in Frieden, verehrter lieber Bruder und Freund".
(red)
Twittern
Impressum - Wegweiser - Erzbischof - Informationen - Leute - Glaube - Termine - Sitemap - Gottesdienstsuche - - - designed für IE 7+ and Firefox

