Erzdiözese-Wien.at: Erzdiözese Wien: Kreuzwege: Kreuzweg der Kalvarienbergkirche in Wien-Hernals
Dienstag, 21. Mai 2013
Gedenktag
Namenstag
Hermann, Wiltrud, Konstantin
 

Station 1

Jesus büßt die Hauptsünde des Neides



Das Bild: Die politischen und religiösen Führer des Volkes, die Hautevolee der damaligen Zeit, ertragen die Vornehmheit Christi nicht, die seinem makellosen Charakter, seiner liebenden Beziehung zu seinem Vater und seiner tiefen Liebe zu den Menschen entspringt. Diese Vornehmheit bringt die Verantwortlichen zur Raserei. Aus Neid fällen sie das Todesurteil. Das Bild zeigt diesen rasenden Neid.

Das Symbol: Wütende Hunde suchen Christus in Stücke zu reißen.

Der Neid: Menschen, die diese Hauptsünde in sich tragen, sehen sofort, wer mehr Stil, mehr Klasse, mehr Geschmack, mehr Talent, mehr ausgefallene Ideen hat als sie. Sie sehen, wer einfacher, natürlicher, gesünder ist als sie. Es gibt nichts, worauf solche Menschen nicht neidisch sein könnten. In ihnen kämpft ein Kind mit all seinen Minderwertigkeitsgefühlen; oft steht die Ansicht dahinter: Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden. Beziehungen erleben sie oft als Arena des Konkurrenzkampfes. Ein Auswuchs des Neids in Beziehungen ist die Eifersucht.

Nicht erkannter Neid kann verdrossen, hart und zynisch machen. Die Ellbogentechnik ist eines seiner Resultate. In der Schadenfreude zeigt er seine Fratze. Neid ist Egoismus, der anderen möglichst wenig bis gar nichts gönnt. Der andere könnte ruhig vor die Hunde gehen.

Oder bist du neidisch, weil ich gütig bin? (Mt 20,15b)

Kreuzweg in der Kalvarienbergkirche.

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