Sunday 29. May 2016

Fiesta Romero" in Wien legt Fokus auf EZA-Stärkung

Träger und Freunde des größten entwicklungspolitischen Preises Österreichs, des Romero-Preises, feiern am Freitag, 20. November in Wien 35. Jahrestag der Initiierung.


Die Träger und Freunde des größten entwicklungspolitischen Preises Österreichs, des Romero-Preises, feiern am Freitag, 20. November 2015 in Wien mit einer "Fiesta Romero" den 35. Jahrestag seiner Initiierung durch die damaligen Verantwortlichen der Katholischen Männerbewegung (KMB) und des Hilfswerks "Bruder in Not" (heute: "Sei so frei"). Der Preis ist nach dem 2015 seliggesprochenen Märtyrerbischof Oscar Arnulfo Romero (1917-1980) benannt. Bei einem Pressegespräch am Donnerstag in Wien gab KMB-Präsident Leopold Wimmer bekannt, dass im Romero-Jahr 2015 bewusst kein Preis vergeben wird, sondern erst wieder 2016.

 

Leopold Wimmer begründete das so: "Es geht uns mit dieser Pause darum, dass wir uns Gedanken machen, wie man diesen Preis noch besser im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern kann. Es ist immerhin der größte österreichische Preis im Bereich der Entwicklungspolitik. Wir wollen auch bewusst machen, dass die Projekte unserer Partner in Afrika und Leiteinamerika auf ein großes Anliegen verweisen: Ich bin überzeugt, dass sie helfen, dass Menschen dableiben, dass sie nicht in die Flucht nach Europa gedrängt werden."

 

Teilnehmer am Pressegespräch waren auch die Romero-Preisträger der Jahre 2008 und 1992, Pater Gabriel Mejia (Kolumbien) und Prof. Janira Souza da Franca (Brasilien). Mejia, der dem Clartinerorden angehört, hob hervor, dass Oscar Romeros Seligsprechung am vergangenen 23. Mai amerikaweit ungeheure Bedeutung habe, man spreche mittlerweile von "Santo Romero de America". Er wies auf die Friedensverhandlungen im Kolumbien-Bügerkrieg hervor. Das von ihm geleitete Projekt "Hogares Claret" helfe 4.500 Kindern und Jugendlichen, viele davon seien direkt oder indirekt durch die Gewalt betroffen.

 

Janira de Souza da Franca wies auf große Erfolge der von ihr geleiteten Agrarfachschule "Escola Agricola Comunitaria Margarida Alves" (EACMA) in Ilheus (Bahia) hin. Da Francas Team erreichte in Gerichtsverfahren die Rückgabe von widerrechtlich angeeignetem Land von Großgrundbesitzern an insgesamt 3.000 Kleinbauernfamilien. Viele Jugendliche aus diesen Familien besuchten jetzt die EACMA und würden dort in umweltschonenden und effizienten Agrartechnologien unterwiesen.

 

Prozesse gegen Landraub

Der aktuelle Einsatz gilt dem indigenen Volk der Tupinamba in Olivenca. Da Franca und die örtlichen Caziquen (Häuptlinge) lobbyieren bei der Regierung in Brasilia für die seit 2001 versprochene Demarkierung des Stammes-Landbesitzes. Der Prozess sei ins Stocken geraten, weil die Großgrundbesitzer dagegen arbeiteten. Es sei zu Gewalttaten gekommen. Die EACMA-Mitarbeiter setzen sich auch für die Verurteilung und Bestrafung der Verantwortlichen der Gewalttaten ein.

 

Der Entschluss der KMB zur jährlichen Verleihung des Romero-Preises erfolgte unmittelbar nach der Ermordung Erzbischof Oscar Romeros durch Todesschwadronen am 24. März 1980 in San Salvador. Der Preis sollte ein Aufruf gegen Ungerechtigkeit und mörderische Gewalt sein. Seither wird jährlich in seinem Gedenken der Romero-Preis als Auszeichnung für herausragendes Engagement für Gerechtigkeit und Entwicklung verliehen. Prominente Romero-Preisträger sind Bischof Erwin Kräutler (1988), Bischof Pedro Casaldaliga (1989), Sr. Margaretha Moises (1998), Bischof Samuel Ruiz (1999) und Gefängnispfarrer Günther Zgubic (2005).

 

Das Romero-Fest ("Fiesta Romero") der KMB u.a. mit Pater Mejia und Prof. Souza da Franca findet am Freitag, 20. November, 18 Uhr, im Wiener "Haus der Industrie" (Schwarzenbergplatz 4) statt. Eine Filmpräsentation, Interviews, eine EZA-Kaffeeverkostung, die Übergabe von Jubiläumsgeschenken sowie südamerikanische und afrikanische Musik stehen auf dem Programm. Moderator ist der ORF-Religionsjournalist Christoph Riedl-Daser

erstellt von: red/kap
19.11.2015

Der Entschluss der Katholischen Männerbewegung zur jährlichen Verleihung des Romero-Preises erfolgte unmittelbar nach der Ermordung Erzbischof Oscar Romeros durch Todesschwadronen am 24. März 1980 in San Salvador. Der Preis sollte ein Aufruf gegen Ungerechtigkeit und mörderische Gewalt sein.

Kontakt und Information:

Katholische Männerbewegung Österreich:

www.kmb.or.at

 

Hilfswerk "Sei so frei":
www.seisofrei.at

comments powered by Disqus
Weitere Artikel zum Thema
Ich bin bereit für jemanden zu beten!
Erklärungen zu einfach füreinander beten unter einfachbeten.at
Ich bitte um Gebet für mich
Erklärungen zu einfach füreinander beten unter einfachbeten.at
Gottesdienste
Finden Sie Gottesdienste in Ihrer Umgebung
ERZDIÖZESE WIEN
Wollzeile 2
1010 Wien
Tel.: +43 1 51 552 0

anliegen@edw.or.at
https://www.erzdioezese-wien.at/
Darstellung: Desktop - Mobil