Monday 25. July 2016

Balkanroute: Caritas warnt vor Zuspitzung an den Grenzen

Auslandshilfe-Chef Schweifer: Kinder und Frauen werden zwischen den Grenzen hin- und hergeschoben, da politische Lösungen fehlen.


Von einer "schrecklichen" Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze berichtet der Auslandshilfe-Chef der Caritas, Christoph Schweifer. Die humanitäre Situation spitze sich derzeit dramatisch zu und Hilfe sei dringend nötig, ersetze dabei aber keine pragmatischen Lösungen. "Es kann nicht sein, dass Kinder und Frauen zwischen den Grenzen hin- und her geschoben werden, weil es keine klaren politischen Lösungen gibt", kritisierte der Experte am Montag, 29. Februar 2016 per Aussendung.

 

Verstärkter Caritaseinsatz an Grenzen, Inseln und Städten

Die Caritas verstärke derzeit ihren Hilfseinsatz in Griechenland für die Flüchtlinge, "die vor Not und Verfolgung fliehen und die jetzt buchstäblich im Regen stehen gelassen werden", so Schweifer. Frauen und Kinder versuche man dabei vorrangig zu versorgen - an den Grenzen, den Inseln, in Athen und in Thessaloniki, wo ein neues Flüchtlingslager namens "Diavata" entstanden ist. Neben der "Intensivierung" der Anstrengungen stimme die Caritas ihre Arbeit mit der griechischen Regierung und mit dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) ab.

 

„Das Schlimmste abzuwenden“

Im Einsatz vor Ort könne man "eigentlich nur reagieren und hoffen, das Schlimmste abzuwenden", berichtete Evelyn Karastamati von der Caritas Griechenland. Auch in Athen gebe es seit den jüngsten Tagen immer mehr Menschen, die von der griechisch-mazedonischen Grenze zurückgeschoben worden seien. "Meist werden sie in Busse gesetzt, ohne zu wissen, wohin die Fahrt jetzt geht. Die Verunsicherung ist unglaublich groß, weil viele von ihnen bereits tagelang an der Grenze gewartet haben. Es ist nass und kalt, die Kinder sind krank, Mütter und Väter sind verzweifelt", so die Helferin.

 

Bisher hat die Caritas Österreich über 630.000 Euro für Nothilfeaktivitäten in Griechenland, Mazedonien, Serbien, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Slowenien zur Versorgung der Menschen mit dem Nötigsten bereitgestellt. In Griechenland unterstützt sie neben der Verteilung von Lebensmitteln und Hygienematerial auf Lesbos und in Athen drei Transitunterkünfte für besonders verletzliche Gruppen wie Frauen, Kinder, alte Menschen und Menschen mit Behinderungen, die auch über Waschmöglichkeiten und eigene Kinderbereiche verfügen. Ein bis drei Nächte können die hier Gestrandeten dort übernachten und sich für die Weiterreise stärken.

 

erstellt von: red/kap
29.02.2016

Von einer "schrecklichen" Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze berichtet der Auslandshilfe-Chef der Caritas, Christoph Schweifer. Die humanitäre Situation spitze sich derzeit dramatisch zu und Hilfe sei dringend nötig, ersetze dabei aber keine pragmatischen Lösungen.

Weitere Informationen:

Caritas Österreich:

www.caritas.at

 

Caritashilfe an der Balkanroute:
www.caritas.at/balkanroute

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