Tuesday 27. September 2016

Caritas und Diakonie warnen: Jede fünfte Frau weltweit mangelernährt

"Bestes Rezept" gegen Mangelernährung von Frauen ist Gleichstellung gegenüber Männern.


Jede fünfte Frau weltweit ist mangelernährt: Auf die prekäre Situation dieser Frauen machen anlässlich des bevorstehenden internationalen Frauentags am 8. März 2016, Caritas Österreich und das evangelische Hilfswerk Diakonie aufmerksam.

 

Das "beste Rezept" im Kampf gegen die Mangelernährung von Frauen sei die Gleichstellung Männern gegenüber, denn Frauen seien in vielen Ländern noch immer schlechter gestellt und hätten weniger Chancen im Bildungssektor und am Arbeitsmarkt.

 

Keine Gleichberechtigung

Grundsätzlich habe sich die Situation von Frauen in den letzten Jahren verbessert: "Frauen leben heute länger, sind besser gebildet und heiraten später als noch vor 20 Jahren", beruft sich die Caritas auf UN-Zahlen. Von einer Gleichberechtigung dem Mann gegenüber könne aber nicht gesprochen werden. "Global gesehen sind zwei Drittel der Analphabeten weiblich. Zudem sind Frauen öfter teilzeitbeschäftigt, arbeitslos oder arbeiten ohne Lohn für ein anderes Familienmitglied", erklärt Sabine Wartha, Leiterin der Humanitären Hilfe der Caritas Österreich, in einer Aussendung am Freitag.

                

Dabei brauchten gerade Frauen, die 80 Prozent der Grundnahrungsmittel produzieren, viel Kraft und Energie. "Fehlt es an bestimmten essentiellen Nährstoffen wie Eisen, Jod und Vitamin, geht das allzu schnell zu Lasten der Gesundheit", weißt Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie-Aktion "Brot für die Welt".

 

Bei kritischer Ernährungslage der Familie seien es meist Mütter, die selber hungern, um ihre Kinder ernähren zu können. Zudem hätten in einigen Ländern Mädchen von Geburt an einen niedrigeren Sozialstatus. "Frauen essen deshalb oft nach den Männern und Buben - und sie essen das, was übrig bleibt".

 

Männer verdienen oft deutlich mehr als Frauen

In Österreich klaffe die Lücke zwischen den Gehältern von Frauen und Männern besonders weit auseinander. "Die Differenz ist bei uns so groß wie in kaum einem anderen europäischen Land", kritisiert Wartha. Große Unterschiede gebe es auch bei unbezahlten Tätigkeiten: Vor allem in Industriestaaten kümmerten sich Frauen demnach pro Tag rund zwei Stunden länger um den Haushalt als Männer.

 

Projekte, deren Zielsetzung darin bestehe, Frauen in ihrem Selbstbewusstsein und in der Verbesserung ihrer Ausbildung zu unterstützen, führten, so Caritas-Kommunikationsleiterin Angelika Simma, daher auch immer zu einer nachhaltigen Verbesserung in der Lebenssituation der jeweiligen gesamten Gesellschaft.

 

Die Organisation hat seit September 2015 sieben zusätzliche Projekte für die Unterstützung von Frauen gestartet. Unter anderem in den Bereichen Gewaltprävention, Ernährungssicherung und Alphabetisierung werden aktuell 30.000 Frauen im In- und Ausland unterstützt.

 

Spendenkonto Caritas: PSK BIC: BAWAATWW, IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004.

Spendenkonto Diakonie: IBAN: AT 672011128711966366)

erstellt von: red/kap
04.03.2016

Millionen Frauen sind Analphabetinnen und haben Berufe, in denen sie wenig oder nichts verdienen. Mädchen und Frauen sind Opfer von Gewalt, ihnen werden gleiche Chancen bei Bildung und Arbeit verwehrt und sie sind von Führungspositionen ausgeschlossen. Im Senegal hilft die Caritas mit landwirtschaftlichen Programmen den Frauen.

Kontakt und Information:

Caritas Österreich:

www.caritas.at

 

Diakonie:

www.diakonie.at

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