Monday 29. August 2016

Papst schockiert über Terroranschlag auf Ordensfrauen

Mutmaßlich von islamistische Extremisten verübte Tat im Jemen "ein Akt der Sinnlosigkeit und der diabolischen Gewalt".


Papst Franziskus ist "schockiert und tief traurig" über den jüngsten Terroranschlag in der jemenitischen Hafenstadt Aden, bei dem am Donnerstag, 3. März 2016, vier katholische Ordensfrauen und weitere zwölf Menschen in einem von den Mutter-Teresa-Schwestern betriebenen Seniorenheim ermordet worden sind.
Die mutmaßlich von islamistischen Extremisten verübte Tat sei "ein Akt der Sinnlosigkeit und der diabolischen Gewalt", heißt es laut Radio Vatikan in einem Kondolenzschreiben, das der Vatikan am Samstag veröffentlicht hat.

Im Namen Gottes rufe Franziskus alle dazu auf, keine Gewalt anzuwenden und für das Volk Jemens zu arbeiten, "besonders für die bedürftigsten Menschen, denen die Schwestern und ihre Helfer dienen wollten", wird in dem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Schreiben festgehalten. Der Papst bete dafür, "dass dieses sinnlose Abschlachten die Gewissen erwachen lässt, eine Änderung in den Herzen bewirkt und alle Konfliktparteien dazu bewegt, ihre Waffen abzulegen und den Weg des Dialogs einzuschlagen". Der Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe sprach Franziskus ausdrücklich "sein vom Gebet getragenes Mitgefühl und seine Solidarität" aus.

Laut Radio Vatikan haben die jemenitischen Behörden mittlerweile Details des Angriffs bekannt gegeben. Demnach hatten vier bewaffnete Männer bei ihrem Anschlag auf das Seniorenheim zunächst einen Wachmann erschossen, bevor sie in das Gebäude stürmten und dort arbeitende Schwestern, Pflegekräfte, Fahrer und Köche töteten. Zwei der ermordeten Ordensfrauen stammten aus Ruanda, die beiden anderen aus Kenia und Indien. Die Oberin entging dem Massaker, weil sie sich verstecken konnte.

Nach Angaben des katholischen Apostolischen Vikars von Süd-Arabien, Bischof Paul Hinder, hatten die Schwestern in Aden mehrmals Drohungen erhalten. Sie hatten dennoch beschlossen zu bleiben, weil das Teilen schwerer Lebenssituationen zu ihrer Spiritualität gehöre. 1998 waren bereits einmal im Jemen drei Missionarinnen der Nächstenliebe ermordet worden.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Terrorangriff in Aden. Ein Vertreter der jemenitischen Sicherheitsbehörden machte die Terrormiliz IS für die Bluttat verantwortlich. Andere Quellen nennen als mutmaßliche Täter Angehörige des Islamistennetzwerks "Al Kaida".
erstellt von: red/kap
05.03.2016

Laut Radio Vatikan haben die jemenitischen Behörden mittlerweile Details des Angriffs bekannt gegeben. Demnach hatten vier bewaffnete Männer bei ihrem Anschlag auf das Seniorenheim zunächst einen Wachmann erschossen, bevor sie in das Gebäude stürmten und dort arbeitende Schwestern, Pflegekräfte, Fahrer und Köche töteten. Zwei der ermordeten Ordensfrauen stammten aus Ruanda, die beiden anderen aus Kenia und Indien. Die Oberin entging dem Massaker, weil sie sich verstecken konnte. Das Foto ist eine Archivaaufnahme von Radio Vatikan mit Schwestern des Ordens im Jemen.

 

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