Monday 25. July 2016

Erzdiözese Wien weist Mobbing-Vorwurf entschieden zurück

Berichte in Boulevardmedien über eine ehemalige Religionslehrerin, die nach Kritik einer Fachinspektorin nicht mehr weiter unterrichtete, entsprechen nicht den Tatsachen, sagt die Schulamtsleiterin der Erzdiözese Wien.


In den vergangenen Tagen haben die Boulevardzeitungen „Österreich“ und „Heute“ unüberprüft und ohne jeden Gegencheck die Meldung gebracht, die Erzdiözese Wien habe eine Religionslehrerin aus ihrem Beruf gemobbt.

 

Dieser Vorwurf ist eine Verleumdung und wird entschieden zurückgewiesen.

 

Die Fakten sind: Die Religionslehrerin B.-H. hatte im vergangenen Semester, ihrem zweiten Dienstjahr, eine Fachinspektion. Die Fachinspektorinnen und -inspektoren besuchen alle Lehrer regelmäßig im Unterricht und führen mit den Pädagogen strukturierte Gespräche hinsichtlich ihrer pädagogischen und kommunikativen Kompetenz. Dies ist ein standardisierter Vorgang für alle Lehrkräfte, der die hohe Qualität des Unterrichts an öffentlichen und privaten Schulen sichert und die Pädagogen vor allem am Beginn ihrer Berufslaufbahn in ihrer Weiterentwicklung fördern soll.

 

Wie schon zwei Fachinspektionen im ersten Berufsjahr von Frau B.-H. als Religionslehrerin, brachte auch die letzte im November 2015 eine grundsätzlich positive Beurteilung, allerdings mit festgestellten deutlichen Schwächen in der Unterrichtsmethode. Der Lehrerin wurden Fortbildungsmaßnahmen zur Professionalisierung ihres Unterrichts aufgetragen z.B. weiterbildende Kurse. Das Gespräch verlief laut Auskunft der Fachinspektorin konstruktiv, das Protokoll wurde von Frau B.-H. unterschrieben.

 

Frau B.-H. ging am Tag nach der Fachinspektion überraschend in Krankenstand und ist nicht mehr zum Unterricht erschienen, bis das befristete Dienstverhältnis ausgelaufen war. Noch während ihres Krankenstandes hat sie sich per Anwaltsbrief an das Schulamt gewandt mit der Mitteilung, sie könne wegen der angeblich traumatischen Folgen der Fachinspektion ihre Tätigkeit als Lehrerin nicht weiter ausüben. Den Vorwurf des Mobbings zog die Religionslehrerin später zurück und klagte auf Schmerzensgeld.

 

Absurder Vorwurf

Als ein Grund für ein behauptetes Mobbing wird in den Zeitungsartikeln genannt, dass die Lehrerin „zu schön“ gewesen sei. „Dieser Vorwurf ist so absurd, dass er sich von selber richtet“, sagt dazu Mag.Andrea Pinz, Leiterin des Schulamtes der Erzdiözese Wien. „Wir haben Religionslehrerinnen unter Vertrag, die an Miss-Wahlen teilgenommen haben. Eine davon ist sogar Miss Burgenland geworden. Schönheit ist keine Voraussetzung dafür, eine gute Lehrerin zu sein, aber auch kein Hindernis.“

 

Auch die Wiederverheiratung von Frau B.-H. hatte keinerlei Einfluss auf die stattgefundene Fachinspektion. Schon in der Verlobungszeit von Frau B.-H. hatte es dazu ein klärendes Gespräch gegeben, dass – in einem Aktenvermerk festgehalten – zum Ergebnis kam, dass in ihrem Fall kein Hindernis für eine Lehrtätigkeit im Auftrag der katholischen Kirche vorliege. Pinz: „Wenn im Einzelfall so ein Hindernis vorliegen sollte, gibt es ein offenes Gespräch darüber und darüber, ob ein im Dienstrecht verankerter Entzug der kirchlichen Lehrbeauftragung erfolgt. Hinausmobben haben wir nicht nötig.“ Bis zum Erhalt des Anwaltbriefes sei die Erzdiözese im Fall B.-H. von einer Weiterbeschäftigung ausgegangen.

 

Warum die Lehrerin in der Fachinspektion ein Mobbing sieht, ist für das Schulamt nicht nachvollziehbar. „Ich habe das Protokoll geprüft und eingehend mit der Inspektorin darüber gesprochen“, so Schulamtsleiterin Pinz. „Wir haben keinen Anhaltspunkt gefunden, der das Verhalten der Lehrerin erklären könnte. Kritikfähigkeit müssen wir bei Pädagogen erwarten dürfen.“ Der Schmerzensgeldforderung habe das Schulamt daher auch nicht stattgeben können.

 

Die Erzdiözese Wien sieht dem Verfahrensausgang gelassen und zuversichtlich entgegen.

erstellt von: PEW/red
16.03.2016

Als ein Grund für ein behauptetes Mobbing wird in den Zeitungsartikeln genannt, dass die Lehrerin „zu schön“ gewesen sei. „Dieser Vorwurf ist so absurd, dass er sich von selber richtet“, sagt dazu Mag.Andrea Pinz, Leiterin des Schulamtes der Erzdiözese Wien.

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