Thursday 17. October 2019
Evangelium von heute Lk 11,47-54 In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch! Ihr errichtet...
Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Mk. 1,11
Namenstage Hl. Ignatius von Antiochien, Hl. Anselm von Wien, Hosea
Erlaubt Christus, zum Menschen zu sprechen! Nur er hat Worte des ewigen Lebens!
(Hl. Johannes Paul II.)

„der Ausbeutung die Stirn bieten“

Kino- & Diskussionsabend am 17. Oktober 2019 im Gewölbe

Angesichts der Klimakatastrophe und deren Folgen sind wir zu Solidarität mit denjenigen aufgerufen, die bereits mutig und prophetisch „der Ausbeutung die Stirn bieten“.

Die Bilder des brennenden Amazonas waren in den vergangenen Wochen in den Medien präsent und haben viele Menschen auch hier in Österreich betroffen gemacht. Der Amazonas ist aber nicht „nur“ ein (Regen-)Wald, sondern seit Jahrhunderten Territorium und Lebenswelt der ansässigen, meist indigenen, Bevölkerung. Die dort lebenden Menschen weisen seit Jahrzehnten auf die Gefahren durch Ausbeutung der natürlichen Ressourcen (Erdöl, Holz, Bergbau…) und die Bedrohung ihres Lebensraumes hin, und nicht wenige Aktivist*innen werden bedroht oder wurden umgebracht.

 

Anhand des Filmes „When two worlds collide“ (dt.: „Wenn zwei Welten aufeinanderprallen“) wollen wir uns mit dem Widerstand gegen die Zerstörung des Regenwaldes und den gesellschaftlichen Folgen auseinandersetzen. Der Film thematisiert den als „Baguazo“ bekannt gewordenen Konflikt zwischen dem peruanischen Staat und der Bevölkerung im nordperuanischen Amazonasgebiet im Februar 2009. Dieser Konflikt verdeutlicht die Dringlichkeit aufgrund welcher Papst Franziskus eine Bischofssynode als Sonderversammlung für Amazonien (6.10.-27.10.2019) einberufen hat. Es ist dringlich, weil es eben nicht nur um das Einsparen von Plastiksackerln geht. Für die Menschen im globalen Süden ist die gegenwärtige Wirtschafts- und Klimapolitik meist bereits lebensbedrohlich. Franziskus sieht in der Ausbeutung von Menschen und Natur an den gesellschaftlichen Rändern eine Fortsetzung kolonialer Praktiken, die mit der europäischen Kolonisierung und Versklavung der indigenen Bevölkerung vor 500 Jahren ihren Anfang nahmen. Er unterstützt diese im Widerstand gegen die vielfältige Zerstörung des Lebens in Amazonien und spricht sich für die Verteidigung des Territoriums, der Ressourcen und ihrer Rechte aus. Denn für ihn ist die Sache von Gerechtigkeit und Anderssein können („Alterität“) Sache des Reich Gottes. Angesichts der Klimakatastrophe und deren Folgen sind wir im globalen Norden, in Österreich, zur ökologischen Umkehr aufgerufen und zu Solidarität mit denjenigen, die bereits mutig und prophetisch „der Ausbeutung die Stirn bieten“.

 

Wann? Donnerstag, 17.10.2019 – Ankommen ab 18.30, Filmbeginn 19.00

Was? Film, Diskussion und Popcorn

Wo? Im Gewölbe am Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien

Wer? ausserordentlich in Kooperation mit KO-Alte Burse, KHG Boku/WU und Welthaus Wien

 

Filmplakat

Pastoralamt der ED. Wien Referat für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit
Pastoralamt der ED. Wien Referat für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit
Stephansplatz 6/6/633
1010 Wien

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