Newsletter des Referates für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit der ED Wien
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Newsletter - April 2021

Editorial

Seit über einem Jahr leben wir nun schon in einem Ausnahmezustand. Die Covid-19-Pandemie wütet nicht nur in Form eines lebensbedrohenden Virus unter uns, vielmehr bedroht sie unsere Gesellschaft in mannigfaltigen Bereichen: Soziales, Wirtschaft, Politik, Familie, Gesundheit sowieso und ja, auch den Bereich unseres Glaubens.


Kurzarbeit oder gar Arbeitsplatzverlust, Homeoffice, Kinderbetreuung, die ständige Angst vor Ansteckung, Tests, Schutzmasken, Abstand halten, Einschränkung jeglicher sozialen Kontakte, all diese Dinge können einem schnell überfordern und zu Verzweiflung und Depression führen.


Und dennoch: Wir jammern auf hohem Niveau. Wir leben in einem freien Land, in dem die meisten gesellschaftlichen Bereiche gut organisiert sind und auch wirklich gut funktionieren. Der Staat nimmt viel Geld in die Hand, um die ärgsten Schäden zu begrenzen. Das ist nur in wenigen Länder dieser Erde so und alles andere als selbstverständlich. Und: Wir haben Menschen in unserem Land, die sich tagtäglich und unermüdlich dafür einsetzten, dass wir uns von dieser Pandemie nicht unterkriegen lassen. Menschen, die Hoffnung verbreiten. Menschen, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Verborgenen einen wertvollen Beitrag für die Bewältigung dieser Krise leisten, und an die Papst Franziskus im Apostolischen Schreiben „Patris Corde“ erinnert:
„In dieser Krise konnten wir erleben, dass unser Leben von gewöhnlichen Menschen – die gewöhnlich vergessen werden – gestaltet und erhalten wird, die weder in den Schlagzeilen der Zeitungen und Zeitschriften noch sonst im Rampenlicht der neuesten Show stehen, die aber heute zweifellos eine bedeutende Seite unserer Geschichte schreiben: Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte, Transporteure, Ordnungskräfte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet. […] Wie viele Menschen üben sich jeden Tag in Geduld und flößen Hoffnung ein und sind darauf bedacht, keine Panik zu verbreiten, sondern Mitverantwortung zu fördern.“


Menschen, die Verantwortung übernehmen und Hoffnung verbreiten. Über drei von ihnen berichten wir in unserem April-Newsletter:


Irene Rohringer, Entwicklungshelferin und Beraterin für Organisationsentwicklung in Chisinau, Moldawien, setzt sich seit vielen Jahren unermüdlich für Kinder und deren Familien aus ärmsten Verhältnissen ein. Sie arbeitet im Auftrag der Erzdiözese Wien für Concordia und Fundatia Optima Fide und wickelt ihre Tätigkeit im Rahmen vertraglich geregelten Auslandeinsätze von Horizont 3000 ab.
Hans Tatzl, Entwicklungshelfer in Ecuador im Auftrag der ED Wien, ist seit einem Jahr wegen der Corona-Pandemie zu einem unfreiwillig langen Österreich-Aufenthalt verurteilt. Auch wenn er nicht direkt vor Ort sein kann, so sind die Hilfsaktionen, die er von Österreich aus mit Hilfe von Spenden gestartet hat, ein großer Erfolg.
Heribert Hrusa, Diakon und Missionar in Ecuador, eigentlich schon in Pension, aber noch immer unermüdlich tätig für „sein Missionsland“.

 

Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung!

 

Ein frohes Osterfest in der Hoffnung auf eine Auferstehung aus dieser Krise wünschen wir allen unseren treuen Mitstreitern und Lesern.

 

Christian Zettl, Roland Reisenauer und Andrea Hussein
von Kirche im Dialog - Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit 

Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit

Kuntner-Gedenken 2021: Ein Gottesdienst der Verbundenheit

„Wir feiern einen Gottesdienst in Verbundenheit mit der ganzen Weltkirche, die Florian Kuntner ein so großes Anliegen war“, so leitete P. Franz Helm den Gottesdienst ein, der anlässlich des 27. Todestages von Weihbischof Florian Kuntner am 20.März 2021 im Wiener Neustädter Dom gefeiert wurde. mehr

Die Livestream-Dokumentation der Gedenkmesse kann noch bis nach Ostern auf dem Youtube-Channel der Wiener Neustädter Erlöserkirche abgerufen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=MHG0rnxP5Is

Missionare & Entwicklungshelfer

Moldau in Zeiten von Corona

 

Die Republik Moldau gilt trotz zahlloser finanzieller und Know-how-Unterstützung aus dem Ausland nach wie vor als „Armenhaus Europas“. Irene Rohringer, Beraterin für Organisationsentwicklung in Chisinau, Moldawien berichtet über das ereignisreiche Jahr 2020. mehr

Hans Tatzl: "In Österreich gestrandet"

Corona in Ecuador noch immer großes Thema

 

Auf Grund von Corona bin ich seit einem Jahr in Österreich, eine ungewohnte Situation nachdem ich die letzten 11 Jahre vorwiegend in Ecuador gelebt habe. mehr

Heribert Hrusa: Covid-19-Nothilfe für Ecuador

 

Im Herbst vergangenen Jahres erreichte uns ein Hilferuf aus Pedro Carbo, Ecuador: Es werden dringend Hilfspakete für die Ärmsten zur Linderung der Not inmitten der Covid 19-Pandemie benötigt. mehr

Hier die neuesten Newsletter unserer Missionare in Ecuador:

Diakon Heribert Hrusa: Rundbrief Frühjahr 2021

Organisationen berichten

KOO Jahresbericht 2020

 

Die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) legt zeitnah zum Vorjahr ihren Jahresbericht 2020 vor. Neu ist, dass der Bericht in zwei Teilen erscheinen wird. Der vorliegende 1. Teil enthält die narrativen Beiträge zu den Tätigkeiten des KOO-Büros und des gesamten Netzwerks und ist diesmal dem Thema Gesundheit bzw. Corona gewidmet. Im Herbst erscheinen dann die Zahlen und Statistiken zur internationalen entwicklungspolitischen Arbeit der Katholischen Kirche in Österreich.

 

Zum Jahresbericht

Angebote & Aktionen

Buchtipp:

Gustavo Gutiérrez: Theologie der Befreiung (1971/2021)

Der bleibende Impuls eines theologischen Klassikers

 

Als Gustavo Gutiérrez im Juli 1968 im Vorfeld der Zweiten Generalversammlung der Lateinamerikanischen Bischöfe (Medellín) in der peruanischen Stadt Chimbote den Vortrag "Hacia una teología de la liberación" hielt und diesen Text in stark erweiterter Form im Dezember 1971 als Buch unter dem Titel Teología de la liberación. Perspectivas veröffentlichte, ahnte er nicht,...

 

Zur vollständigen Rezension

 

Welthaus

„Köstlich solidarisch - Rezepte aus aller Welt“

Menschen, ihre Geschichten und Rezepte aus neun Ländern der Welt stellt eine neue Broschüre von Welthaus vor.
Ihr voraus gingen inmitten der Pandemie 2020 Kontakte mit ProjektpartnerInnen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Sie haben bei ihren Besuchen im Zuge des Bildungsprogramms Begegnung mit Gästen in Österreich ein besseres Verständnis für Entwicklungszusammenarbeit und Problemlösung geschaffen.
Wir fragten nach: Welche Erfahrungen habt ihr bereits in Krisensituationen gemacht und welche Strategien des guten Lebens entwickelt? Wie können wir trotz Reiseeinschränkungen und Ausgangssperren in Verbindung bleiben und uns gegenseitig stärken?
Entstanden ist ein motivierender Austausch von köstlichen Rezepten und aufbauenden Geschichten, die zeigen: Solidarität ist kostbar und will wie ein Pflänzchen gepflegt werden.

 

Hier kostenlos bestellen!

Südwind

Menschenrechte brauchen Gesetze!
Damit Lieferketten nicht verletzen!

 

Die Arbeitsbedingungen, die hinter unseren T-Shirts, unseren Smartphones und unserer Schokolade stecken, sind oft menschenunwürdig. Kinderarbeit, Zwangsarbeit und die Verfolgung von GewerkschafterInnen stehen noch immer an der Tagesordnung.

 

Südwind fordert mit der Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze!“ verbindliche Regeln für Unternehmen, damit diese in ihren globalen Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards einhalten.

 

Unterstützen Sie die Petition an die Bundesregierung mit Ihrer Unterschrift.

Jetzt unterzeichnen

Termine

Im vergangenem Jahr konnte der "Dialog für Eine Welt" wegen der Lockdown-Maßnahmen nicht stattfinden und musste abgesagt werden. Wir starten heuer einen neuen Versuch, diesmal vorsichtshalber gleich im Herbst:

 

Kirche im Dialog-Weltkirche und EZA
2. Oktober 2021, 13.30-18.30 Uhr
Dialog für Eine Welt 2021: Religions for future! Die Religionen und die Klimakrise
Ein Nachmittag, der Generationen, Kulturen und Religionen verbindet

 

Im Mittelpunkt des „Dialogs“ 2021 steht die Frage: Wie reagieren Religionen auf die globale Herausforderung der Klimakrise? Was tragen sie konkret für die dringend erforderlichen Verhaltensänderungen im persönlichen Lebensstil, aber auch mit Blick auf die notwendige globale Umgestaltung in Politik und Ökonomie bei? Ein Nachmittag mit Impulsen, Workshops und Spiritualität zur gegenseitigen Inspiration und Ermutigung über Generations-, Kultur- und Religionsgrenzen hinweg!

Bitte Termin jetzt schon vormerken. Ort und genaues Programm werden noch bekannt gegeben.

Weitere Termine zum vormerken!

 

Encuentro 2021: 13. November 2021, Albert-Schweitzer-Haus, Garnisongasse 14-16, 1090 Wien

 

Kuntner-Preis-Verleihung 2022: 25. März 2022, Curhaus/Stephaniesaal, , Stephansplatz 3, 1010 Wien

Termine und Hinweise über Ihre Veranstaltungen und Angebote veröffentlichen wir gerne in unserem Newsletter und auf der Homepage des Referates. Wir freuen uns auch über Ihre Berichte über gelungene Aktionen. Bitte lassen Sie uns von Ihren Aktivitäten wissen!

 

Unser nächster Newsletter erscheint Ende Juni 2021.

Redaktionsschluss ist der 15. Juni 2021!

Impressum
Medieninhaber: Pastoralamt der ED Wien, Referat für Weltkirche u. Entwicklungszusammenarbeit

Stephansplatz 6/DG/633, 1010 Wien; Tel. +43 (01) 51552-3355; Fax: DW 2355; eMail: weltkirche@edw.or.at; www.weltkirche.wien

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