Thursday 17. October 2019
Evangelium von heute Lk 11,47-54 In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch! Ihr errichtet...
Meister, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht!
Joh. 1, 38-39
Namenstage Hl. Ignatius von Antiochien, Hl. Anselm von Wien, Hosea
„Leisten wir dem Heiligen Geist keinen Widerstand, sondern nehmen wir bereitwillig sein Wirken an, das uns, die Kirche und die Welt erneuert.“
Papst Franziskus
IMPULSTREFFEN WELTKIRCHE

Impulstreffen Weltkirche: „Die Peripherie in die Mitte bringen“

Beim „Impulstreffen Weltkirche“ am 20.September ging es in zweifacher Weise darum, „Randgebiete“ unserer Weltkirche in die Mitte der Aufmerksamkeit zu bringen.

Anja Appel von der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) beleuchtete Erwartungen an die Sondersynode zu Amazonien, die im Oktober in Rom stattfindet. Irene Rohringer - seit vielen Jahren in der Republik Moldau als Fachkraft für Kinder-, Jugend- und Familiensozialarbeit bei CONCORDIA im Auftrag der Erzdiözese Wien im Einsatz – und Dr. Kirsten Saxinger, die sich wissenschaftlich mit dem Land auseinandergesetzt hat, brachten das „Wunderland“ in den Fokus unserer Wahrnehmung.

 

Das „Impulstreffen Weltkirche“ des Referats Weltkirche und EZA der Erzdiözese Wien stellt zweimal im Jahr Initiativen aus dem Bereich Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit vor. Die nächste Veranstaltung in dieser Reihe findet am 21.Februar 2020 statt.

 

Synode: „Amazonien: Neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“

 

„Der Wunsch des Papstes ist es, die Peripherie des 9 Staaten umfassenden Amazonasgebietes ins Zentrum der Weltkirche zu holen“, so Anja Appel am Beginn ihres Beitrags. „Um dies zu ermöglichen, wurden im Vorbereitungsprozess durch das lateinamerikanische Amazonas-Kirchennetzwerk REPAM knapp 90.000 Menschen aus der Region konsultiert.“

 

Wie kann die katholische Kirche in der Pastoral durch adäquate ortskirchliche Strukturen, Ausdrucksformen und Ämter der besonderen kulturellen und ökologischen Situation entsprechen und als Anwältin für den Schutz des Lebensraums Amazonas und der indigenen Bevölkerung wirksam werden? Das sind die Kernfragen, auf die alle Bischöfe der Region Amazonien, weitere ausgewählte Bischöfe (unter ihnen Kardinal Christoph Schönborn) sowie einige Indigene und thematische ExpertInnen (ohne Stimmrecht) Antworten suchen werden.

 

Dabei hat die Synode durchaus für die Ortskirchen außerhalb Amazoniens Relevanz, wie Appel betonte: „Zum einen durch die pastoralen Themen, die sich auch andernorts stellen und zum anderen durch die Mitverantwortung an den ausbeuterischen Wirtschaftsformen.“ Die Teilnehmer*innen des Impulstreffens gingen schließlich der Frage nach, welche Bedeutung die Themen der Synode für unsere Diözese haben könnten. Eine Frage, die in Bezug auf die Weltkirche und die Kirche in Österreich auch auf der Ende Oktober von der KOO organisierten nachsynodalen Tagung in Salzburg mit Synoden-Teilnehmern erörtert werden wird. Mehr Infos dazu unter www.koo.at

 

Wunderland Republik Moldau

 

„Ich bewundere Euch, dass ihr mit so einfachen Mitteln das Leben gestalten könnt. Wünsche allen eine gute Zukunft!“; „Bitte macht weiter so!! Dann wird aus eurem Land etwas besonders Schönes“; „Ganz toll, dass ihr nicht davongelaufen seid und so eurem Land helft, sich zu entwickeln und zu wachsen und selbständig zu werden.“

 

„Diese und andere ermutigende Botschaften an die Concordia-Mitarbeiter*innen konnte ich nach der Präsentation beim Impulstreffen in die Republik Moldau mitnehmen. Sie dokumentieren auch die Anteilnahme und das Interesse des Publikums, für die ich sehr dankbar bin“, so Irene Rohringer im Anschluss an die Veranstaltung.

 

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TeilnehmerInnen schicken Botschaften an die Partner in der Republik Moldau
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Irene im Gespräch mit Heinrich Doblhoff

© Christian Zettl

 

Die Republik Moldova liegt am Rande der EU zwischen Rumänien und der Ukraine. Korruption, Oligarchenherrschaft, massive Auswanderung und Armut prägen das Land. Nur eineinhalb Flugstunden von Wien entfernt lebt geschätzt ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze … kein hoffnungsvolles Panorama. Und dennoch gibt es Menschen, die sich für zurückgelassene und verwaiste Kinder, Jugendliche auf dem Weg zur Selbstständigkeit, sozial schwache Familien und alte Menschen, die sich selbst überlassen sind, einsetzen. Menschen wie Irene Rohringer und die Mitarbeiterinnen in den Sozialzentren, Suppenküchen und mobilen Diensten.

 

„Auch für mich selber war das Vorbereiten der Präsentation ein ‚Impuls‘. Man gewöhnt sich an vieles, was man täglich sieht und erlebt, und man sieht und erlebt es neu, wenn man es für andere ‚aufbereitet‘. Danke dem Team vom Referat für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit für die Einladung, diesen Abend mitzugestalten!“

 

erstellt: Christian Zettl / Referat Weltkirche und EZA, Oktober 2019

Pastoralamt der ED. Wien Referat für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit
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1010 Wien

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