Liebe Leserinnen und Leser,
immer wieder einmal höre ich die Frage, ob wir heute in der Kirche noch Orgelmusik oder traditionelle Kirchenmusik von Bach, Mozart usw. brauchen, das sei doch irgenwie aus der Zeit gefallen und wirtschaftlich nichts anderes als ein Kostenfaktor.
Meine Erfahrung ist oft eine andere. Gerade Kinder oder auch kirchenferne Erwachsene sind häufig fasziniert vom Instrument, das es fast nur in der Kirche gibt: von der Orgel. Auch mit modernen Methoden der Musikvermittlung lassen sich Kinder für althergebrachte Kirchenmusik begeistern. Das "Problem" ist nicht selten, dass die Musik entrückt von einer Orgel- oder Chorempore erklingt, ausschließlich mit dem Hörsinn wahrnehmbar, und das Bedürfnis des Schauens, des Be-Tastens und Er-Greifens sowie des Entsehungsprozesses von Musik zu kurz kommt. Deshalb möchten wir in diesem Newsletter besonders auf Veranstaltungen hinweisen, wo man am Prozess der Enstehung eines Orgelprojekts teilhaben kann, wo Teilnehmende selbst eine (Bausatz-) Orgel bauen können und auf Konzerte zum Mitmachen besonders für Kinder und Familien. Meine ganz persönliche Erfahrung bei solchen Projekten ist auch, dass es dabei nie beim rein Technischen oder Spielerischen stehen bleibt, sondern dass sich in solchen Formaten durchaus auch Türen für einen Glaubensweg aufmachen können.
Ich wünsche allen viel Freude beim Lesen!
Daniel Mair