Monday 4. July 2022

 

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"Gemeinsam für eine Zukunft miteinander - füreinander"

Frauen bringen unsere Kirche voran

ANIMA Bildungsinitiative für Frauen und Kath. Frauenbewegung fordern Aggiornamento, damit die Kirche eine Zukunft hat. Die gemeinsame Sehnsucht nach einer frauengerechteren Kirche führte am Samstag, 30. April, Vertreterinnen von ANIMA Bildungsinitiative für Frauen und kfb Wien zusammen.

Angestoßen durch den Synodalen Prozess, zu dem uns Papst Franziskus aktuell einlädt, boten die Referentinnen, Maria Kvarda und Hermi Scharinger, den rund 20 Teilnehmerinnen einen guten Rahmen für eine Zukunftswerkstatt nach Robert Jungk. Dabei wurden in drei Phasen (Kritik – Utopie – Realisierung) feministische Visionen für unsere Kirche erarbeitet.

 

Zentrale Anliegen waren die Schaffung von vielfältigen Plätzen für Frauen* in der Kirche, ein verantwortungs- und respektvoller Umgang miteinander, eine Modernisierung des priesterlichen Amtsverständnisses, eine zeitgemäße, verständliche und gerechte Sprache, sowie ein stetes Hinterfragen von Traditionen, damit der Inhalt die Form bestimmt und nicht umgekehrt.

In der Kritikphase konnten die Teilnehmerinnen in einem stummen Dialog alles, was ihnen auf der Seele brennt, auf eine große Plakatwand schreiben bzw. malen. Viele Frauen betonten den Frust darüber, dass ihre Talente nicht gesehen und ihre Ideen und Forderungen seit Jahrzehnten nicht gehört werden. Der konsequente Verweis in die 2. Reihe wird als verletzend und demotivierend erlebt.

 

Die Utopie-Phase diente dazu, „abzuheben“ und positive Zukunftsbilder zu entwerfen. Mit kreativen Methoden (Puppentheater, Rollenspiel, Bastelei aus Naturmaterialien, Lego-Landschaft, ... ) stellten die Teilnehmerinnen erstrebenswerte Alternativen zur heutigen klerikalen Kirche vor.

 

In der Realisierungsphase ging es schließlich darum, die entstandenen Visionen zu erden und daraus konkrete Ziele & Ideen abzuleiten, die sich kurz-, mittel- oder langfristig verwirklichen lassen. Herausgekommen sind folgende Forderungen:

  • Möglichkeit zur Zweckwidmung des Kirchenbeitrags für diözesane Frauenprojekte
  • Genderbudgeting in der Kirche: mehr Transparenz und Gerechtigkeit in der Vergabe von finanziellen Mitteln
  • Höhere öffentliche Sichtbarkeit & Wertschätzung für das, was Frauen in der Kirche leisten („Wir sind stolz auf unsere Kirche und zeigen uns.“)
  • Frauen ermutigen einander zum Segnen & Predigen, sie sind Hebammen für die Charismen von Frauen und fordern ansprechende Räume für ihr Tun
  •  Jeden Sonntag soll ein Gottesdienst nach feministischer Spiritualität von Frauen für Frauen und interessierte Männer im Stephansdom stattfinden

Zum Schluss nahm sich jede Frau einen konkreten Schritt vor, den sie als Beitrag zur Realisierung dieser Forderungen bzw. einer frauengerechteren Kirche in den kommenden Tagen setzen möchte. Und die Männer, auch die kirchlichen Würdenträger, sind herzlich eingeladen, sie tatkräftig dabei zu unterstützen!

 

Silvia Schreyer-Richtarz, kfb Wien

Foto-Credits: kfb Wien

 

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