Dienstag 17. Oktober 2017

Monatsimpulse zum Jahresthema

Behelf (42 Seiten, A4)
€ 4,- im kfb-Büro

 

im Oktober:
"Meine Kraftquellen"

gestaltet von
Andrea Pfandl-Waidgasser (Theologin) kfb Steiermark

Jahresthema
österreichweit 2017/18

Mit Wut und Gelassenheit Frauenleben verändern

 

Alles stand im Zeichen von „Frauen.Leben.Stärken“, der gesamte kfb-Impulstag, durch den die Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung Wien, Franziska Berdich, Martina Greiner-Lebenbauer und Christine Saliger, am 16.9.2017 im Stephanisaal des Curhauses Wien führten und die rund 90 Teilnehmerinnen ins neue Jahresthema einstimmten.

Dem Thema widmete sich die Liturgie, die die Lebensabschnitte‚ junges Mädchen – mittlere Frau – weise Alte’ thematisierte und von der Geistlichen Assistentin der kfb Wien, Veronika Prüller-Jagenteufel begleitet wurde; ebenso das Podiumsgespräch und die Workshops am Nachmittag zu Care-Arbeit, Feminismus, Umgang mit Zeit, Gewalt an Frauen und der Initiative ‚Christlich geht anders’. Die Märchenerzählerin, Brigitte Lettinger, griff den Faden zwischendurch immer wieder auf und verspann das Thema in wunderbare Geschichten.  

 

Veränderung muss immer wieder eingefordert werden

Am Podium diskutierten Mag.a Milena Müller-Schöffmann (Welthaus Wien, kfb- Referentin) und Mag.a Ursula Dullnig (Theologin, Vorstandsmitglied bei Joan Robinson). Mag.a Gabi Kienesberger (Plattform ‚Christlich geht anders’) moderierte das Gespräch. Zu Beginn wurde ein Film von Silvia Schreyer-Richtarz gezeigt, in dem 15 Frauen zu ihren Erfahrungen bezüglich ‚Frauenleben heute – zwischen Wunsch und Wirklichkeit’ befragt wurden.

Dullnig, Müller-Schöffmann

(im Bild von links: Milena Müller-Schöffmann, Ursula Dullnig)

 

Die Diskutantinnen griffen dann Stichworte wie „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ und „gerechte Verteilung von unbezahlter Care-Arbeit“ auf. „Wie im Film sind kfb-Runden Orte, an denen Frauen zusammen kommen, um einander von sich  zu erzählen. Sie reflektieren ihr Leben und lernen, selbstbewusst das Wort zu ergreifen. Damit zeigt sich, dass das Private politisch ist.“, so Milena Müller-Schöffmann.

 

Ursula Dullnig erläuterte wichtige Schritte in der Frauenbewegung: „Der Kampf um das Wahlrecht, der in Österreich vor genau 100 Jahren geführt wurde, um Frauen politisch eine Stimme zu geben. Die Familienrechtsreform in den 1970er Jahren, die z.B. Frauen erstmals erlaubte, arbeiten zu gehen bzw. einen Führerschein zu machen, ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes einholen zu müssen. Schließlich die beiden Frauenvolksbegehren, die - vor 20 Jahren und jetzt wieder-  die Öffentlichkeit für die nach wie vor bestehende strukturelle Benachteiligung von Frauen sensibilisieren und VerantwortungsträgerInnen zur Abschaffung der Defizite bewegen soll. Denn Veränderung passiert nicht von selbst. Sie muss immer wieder eingefordert werden.

 

Dieser Weg sei nicht leicht, so die Teilnehmerin Traude Novy vom Netzwerk WIDE, denn „Frauen machen sich damit angreifbar und unbeliebt. Trotzdem sollen wir nicht schweigen und die notwendigen Auseinandersetzungen führen.“ Sie vermutet, dass die Angst vor ‚Gender’ – wie etwa die Debatte ums Binnen-I – derart groß sei, weil es dabei um Macht geht, die gerechter verteilt gehört.

 

Fazit der Veranstaltung: mutig zur eigenen Wut zu stehen, die die Energie für Veränderung schafft, und die nötige Gelassenheit zu entwickeln, wenn Frau aneckt, weil sie nicht ins klassische (Rollen-)Bild passt.

Silvia Schreyer Richtarz

Mitgliederzeitung

Termine
Mo., 06. November 2017 18:00
Tod und Trauer in verschiedenen Religionen....
Di., 07. November 2017 10:00
"Mut tut gut" - Drei Tage für mich

PRESSEMELDUNGEN

 

Gesellschaft gestalten, soziale Gerechtigkeit verwirklichen: Wir alle sind gefragt

Aufruf der Katholischen Frauenbewegung Österreichs zur Wahlbeteiligung und zum aktiven Einsatz für Solidarität und die Wahrung der Menschenwürde

[29.09.2017]

 

Kath. Frauenbewegung Wien
Kath. Frauenbewegung Wien
Stephansplatz 6/2/5/540
1010 Wien

E-Mail schreiben
Darstellung: Standard - Mobil