Montag 23. Juli 2018
24.
Januar
2018
Heilsame Orte und Wege: führen, begleiten, ankommen (lassen).
von: 24.01.2018, 18:30 Uhr
bis: 24.01.2018, 21:00 Uhr
Stephansplatz 3
1010 - Wien
Veranstalter: Theologische Kurse
Referenten: P. Mag. Dr. Elmar Mitterstieler SJ , Univ.-Prof. Dr. Angelika Walser , Mag. Dr. Christian Wetschka

Heilsame Orte, an denen Menschen Ruhe für Leib und Seele finden, haben Hochkonjunktur: Klöster, spirituelle, therapeutische Zentren oder einfach menschengerechte Begegnungsräume geben physisch wie seelisch Obdach. Dazu muss man jedoch nicht unbedingt "aussteigen" oder weit reisen. Auch zwischenmenschliche Beziehungsformen - wie persönliche Freundschaft, geistliche Begleitung, Therapie und Sozialarbeit - können als "heilsame Orte" gesucht, aufgesucht und "bewohnt" werden, wo Ängste gelindert, Menschen geborgen, begleitet, gestützt, manchmal geheilt werden. Ihre Dynamiken, Potentiale und Grenzen stehen an diesem Abend im Zentrum.

Angelika Walser:
Gemeinsam unterwegs sein - ein Plädoyer für die Unverzichtbarkeit von Freundschaft
Freundschaft als Raum für Nähe und Begegnung ist wie eine warme Insel in einer kalten Welt.

Elmar Mitterstieler SJ:
Den verschwundenen Flüssen nachgehen, ... nämlich jenen Lebensflüssen in der Seele, die im Karst erlittener Tode und Entfremdungen unter Tag gegangen und nur mehr eingeschränkt und gedämpft spürbar sind. Geistliche Begleitung hilft, die - gottgeschenkte - verschüttete Quelle, das Selbst, freizulegen, so dass das Leben wieder heil und frei strömen kann.

Christian Wetschka:
Brennpunkte der Vermenschlichung
Orte der "Sozialen Arbeit" sind Lebensschulen, die alle Beteiligten herausfordern: zur Stellungnahme gegenüber dem Leben, persönlich oder ganz allgemein. Dass aus der "Sozialarbeit" zuletzt auch eine Wissenschaft geworden ist, lässt allerdings aufhorchen. Was droht hier verlorenzugehen?


„Die AKADAMIE am DOM sollte vor allem eine Möglichkeit sein, Menschen zu sammeln, die etwas zu sagen haben, und die in einen spannenden, ehrlichen Diskurs miteinander eintreten.“ Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn

 

„Es schadet den eigenen Überzeugungen nicht, wenn sie mit anderen Überzeugungen in Verbindung gebracht werden, wenn das Wissen erweitert wird und dadurch die Möglichkeit zur Vertiefung und Verfeinerung, aber auch vielleicht zur Vermeidung von Irrwegen geschaffen wird. Ein Wertefundament auf der einen Seite, sowie Offenheit und Pluralismus andererseits, sind keine Gegensätze, sondern ergänzen einander. Und Bildung schafft dem jene Grundlagen, die für diesen wichtigen Prozess besonders wertvoll sind.“ Altbundespräsident Dr. Heinz Fischer

„Dass die Akademie am Dom solch einen zentralen Ort des Zuhörens auf den Anderen, des Impulses für transformative Bildungsprozesse, des argumentativen Aushandelns unterschiedlicher Positionen religiöser und weltanschaulicher Verortung mit dem Ziel des Beitrags für das friedliche Zusammenleben unter demokratischen Bedingungen inmitten einer Stadt pulsierenden pluralen Lebens abgeben kann, sei ihr vom Herzen gewünscht“ Prof. Dr. Andrea Lehner-Hartman

"Gegenwärtig gilt es, die Gottesbilder, die Weltbilder und die Menschenbilder, die in den biblischen Texten gespiegelt werden, mit dem Bildungsdiskurs zu vermitteln, der heute geführt wird. (…) Die Fähigkeit zur Zeitkritik, zur Ideologiekritik, zur Sozial- und Herrschaftskritik bleibt aktuell; sie zu entwickeln, muss auch ein wichtiges Ziel kirchlich kodierter Bildungsarbeit sein. (…) Von Bildung in einem präzisen Sinn des Wortes kann freilich nur deshalb gesprochen werden, weil nicht Drill und Disziplinierung, sondern Überzeugungen und Verstehen die Lernmethode und das Lernziel bilden – jedenfalls programmatisch, wenngleich nicht immer auch faktisch.“ Prof. Dr. Thomas Söding 

AKADEMIE am DOM
Stephansplatz 3
1010 Wien

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