Saturday 21. September 2019
Aktuelles
Botschaft des Papstes zum Schöpfungstag
Zu Beginn der Schöpfungszeit, der vom...

Laudato Si Lehrgang 2018/19 -...
Sie wollen in ihrer Pfarre mehr in Richtung...

28.9.: Schienenwallfahrt - Es gibt...
Die heurige Schienenwallfahrt geht heuer am...

Botschaft des Papstes zum Schöpfungstag

Zu Beginn der Schöpfungszeit, der vom Schöpfungstag am 1. September bis zum Fest des Heiligen Franziskus am 4. Oktober dauernden „Periode intensiveren Gebets und Handelns zugunsten des gemeinsamen Hauses“, der Erde, die wir gemeinsam bewohnen, hat Papst Franziskus sich erneut mit einer Botschaft an die Gläubigen gewandt: Er führt die Probleme der aktuellen Umwelt- und Klimakrise an und mahnt zur Umkehr, bei der jede*r einzelne von uns seinen*ihren Beitrag zu leisten gerufen ist.

Der Papst erinnert an die biblische Botschaft, nach der die Erde in den Augen Gottes zunächst ein wertvolles Gutes war (vgl. Gen 1); in den Händen des Menschen sei sie jedoch als Nutzungsgegenstand behandelt worden.

 

Wie auch schon in der Enzyklika Laudato Si (2015) führt er die daraus resultierenden Probleme vor Augen: Verschmutzung, Verbrauch fossiler Energien, intensive Landwirtschaft, Waldabholzungen führen zum Anstieg der Globaltemperatur, verbunden mit der Häufung extremer Wetterphänomene und Wüstenbildung. Auch das Schmelzen von Gletschern, Wasserknappheit und das Problem von Plastik und Mikroplastik in den Weltmeeren zeigten einen dringenden Handlungsbedarf.

 

Theologisch sieht Papst Franziskus die Ursache für diese aktuellen Probleme in einer falschen Selbstzentriertheit des Menschen und mahnt zur Rückbesinnung auf unsere Berufung als Kinder Gottes, als zu einem fürsorglichen Miteinander gerufenen Geschwistern in der Menschheitsfamilie, sowie als Hüter*innen der Schöpfung.

 

Die Schöpfungszeit bringe schon in ihrer ökumenischen Dimension die Schwestern und Brüder der katholischen und der orthodoxen Kirchen näher zusammen. Gestärkt durch die Liebe Gottes lade die Schöpfungszeit ein, die Liebe zum Leben und die Verbundenheit mit der Schöpfung neu zu entdecken. Aus der Betrachtung der Schöpfung ergebe sich außerdem wie von selber der Lobpreis des Schöpfers und ermögliche in der Stille des Gebetes so eine neue Erfahrung der „Zärtlichkeit des Vaters“, aus der heraus dann die Überwindung von Selbstbezogenheit leichter werde, hin zu dem Wunsch, „die empfangenen Gaben mit anderen zu teilen.“

 

Der Heilige Vater mahnt jede*n einzelne*n, den eigenen Lebensstil neu möglichst umweltfreundlich auszurichten: Dabei nennt er explizit die Bereiche Ernährung, Konsum, Mobilität, sowie den Verbrauch von Wasser, Energie und materiellen Gütern.

 

Lobend erwähnt er die Fridays-For-Future-Bewegung und richtet sich auch an die Verantwortlichen in der Politik mit der eindringlichen Bitte, im Sinne der Zukunft aller zu handeln.

 

Papst Franziskus schließt mit dem Appell an alle gläubigen Christ*innen sowie an jedes Mitglied der Menschheitsfamilie, sich verantwortlich zu fühlen und „das Gute zu tun, ohne darauf zu warten, dass andere damit anfangen, und ohne zu warten, bis es zu spät ist.“

 

Die gesamte Botschaft gibt es hier!

Gerne informieren wir Sie über aktuelle Umwelt-Themen. 

Umweltbüro
Stephansplatz 6/3/5/536
1010 Wien

E-Mail schreiben
Datenschutzerklärung
Darstellung: Standard - Mobil