Saturday 2. July 2022

FORTBILDUNG "SPRACHE IN DER LITURGIE"

Die Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese Wien, Abteilung Gesundheitswesen & beeinträchtigte Menschen hat für die hauptamtlichen und ehrenamtliche Mitarbeiternden am 15. Februar die Fortbildung mit Liturgiker DDr. Predrag Bukovec organisiert. 

"Sprache in der Liturgie" - Krankenhaus-und Pflegeheimseelsorge

 

Es war eine heterogene Gruppe von 16 Teilnehmern, hauptamtliche und ehrenamtliche Krankenhaus- und PflegeheimseelsorgerInnen, Hauptamtliche aus dem Arbeitsbereich: Seelsorge für Menschen mit Behinderung, ein Priester, der zu Meßfeiern in ein Pflegeheim kommt und eine Pastoralassistentin, die in einer Pfarre tätig, ein Pflegeheim besucht, das nicht von der Krankenhausseelsorge besetzt wird. Soeben haben wir die Fortbildung vom 15. Februar auf eine reine online Veranstaltung umgestellt- Es war eben schön, so eine bunte Gruppe zu haben.  Kehrseite war die unterschiedlichen Voraussetzungen, so die  Organisatorin der Fortbildung, Mag. Ursula Stefan. 

 

 

Der Referent Liturgiewissenschaftler und Sakramententheologe,  DDr. Bukovec hat selber die Zusammenfassung  des Tages für uns gemacht:

„Der Workshop war eine wertvolle Gelegenheit, die universitäre Liturgiewissenschaft mit der pastoralen Praxis ins Gespräch zu bringen. Es wurden die Möglichkeiten für "Einfache/ Leichte Sprache" in den verschiedenen Vollzügen der Liturgie ausgelotet - gleichzeitig ergaben sich m. E. aber offene Fragen:

(1) Die Vereinfachung der Sprache gerade in der Kategorialen Seelsorge ist eine legitime Erwartung aus bestimmten Bereichen der Pastoral. Die liturgischen Bücher und kirchlichen Dokumente sind bis heute nicht genügend darauf vorbereitet. Es gibt nur wenige Hilfsmittel. Hier besteht dringender Nachholbedarf.

(2) Aus dem Blick der Liturgiewissenschaft ist es mit einer reinen Vereinfachung der Sprache nicht getan. Die Liturgie stellt gewisse Ansprüche an die Verantwortlichen. Auch besteht die Gefahr, Gottesdienst primär als pastorales Instrument anzusehen. Aus Sicht des Konzils steht auch die Pastoral nicht über der Liturgie, denn der Gottesdienst ist für die gesamte Kirche normativ als "Quelle und Höhepunkt". Hier ist weitere Reflexion erforderlich, um die Bedürfnisse der Menschen mit den Standards der Liturgie zu vereinen.

Aus (1) und (2) ergibt sich für die Zukunft der Bedarf an der Erstellung liturgischer Bücher, die sowohl den inneren Gesetzen der Liturgie verpflichtet sind als auch den Bedürfnissen der Seelsorge gerecht werden. Das ist ein Spagat.“  So DDr. Bukovec

 

Rückmeldungen von zwei TeilnehmerInnen:

  • „Da ich schon einmal eine Weiterbildung mit einem ähnlichen Fokus bei Werner Jankovich hatte (Liturgie feiern mit Menschen mit Demenz), war im praktischen Teil nicht so viel Neues für mich, hat sich aber gut gedeckt.  Austauschgruppen sind online immer ein bisschen anders als in Realpräsenz –so konnte ich auf diese Weise die Priesterkollegen vom AKH auch einmal kennenlernen. Der theoretische Teil war sehr gut strukturiert und wirklich theologisch fundiert - und hatte auch die Gesamtheit aller liturgischer Feiern (nicht nur Hl. Messe) im Blick. Natürlich fehlt es bei einem Vormittag an Zeit für Vertiefung – Feiern mit einzelnen Personengruppen unter die Lupe zu nehmen, wäre auch noch bereichernd, unser Klientel ist einfach unglaublich vielfältig (Pflegeheim, Menschen mit vielfältigen Behinderungen, Psychiatrie, etc.) Danke Dir für die Organisation!

 

  • „Super! Danke! Er war sehr motivierend! Letztendlich war es eine Bestätigung des Weges, den wir gehen. Und es ist gut, dass auch zu hören von eurer Stelle aus!“

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Seelsorge in Krankenhäusern und Pflegeheimen in Wien
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