Thursday 4. March 2021

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Geistliche Gedanken, die die Seele nähren

 

von P. Thomas Gertler SJ

Impuls der Woche

 

Das "Thementeam Spiritualität" ist Teil des Bereichs "Berufungs-pastoral - Erwachsenen-katechumenat - Spiritualität" (vormals "Referat für Spiritualität" bzw. "Förderung Geistlichen Lebens").

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Schriften und Behelfe

Buchempfehlung

 

Joachim Bauer

Wie wir werden, wer wir sind.

Die Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz

(Blessing-Verlag, 2019, 2. Aufl.)

 

In der geistlichen Begleitung begegnet der Begleiterin bzw. dem Begleiter ein Mensch mit seinen Wünschen und Ängsten, mit seinen Träumen und Frusterlebnissen. Der Begleiter oder die Begleiterin geht mit ihm auf seinem geistlichen Weg, behutsam und treu, und wird versuchen, ihn immer besser zu verstehen, um ihn noch besser begleiten zu können. Da kann auch schon mal die Frage auftauchen: Warum ist dieser Mensch so, wie er ist?

 

Schon der Titel eines neuen Buches von Joachim Bauer, Neurowissenschaftler, Arzt und Psychotherapeut, deutet an, dass es auf diese Frage Antworten gibt: „Wie wir werden, wer wir sind. Die Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz“. Der Autor legt dar, wie „der Säugling ohne ein Selbst zur Welt kommt. Die Anfänge der Selbst-Werdung vollziehen sich in den ersten 24 Lebensmonaten und beruhen auf Resonanzen, die der Säugling in seinen Bezugspersonen auslöst und die zu ihm zurückkehren (S. 14).“ In einer leicht verständlichen Sprache beschreibt der Autor, wie in den wichtigen Bereichen des menschlichen Lebens Resonanz eine entscheidende Rolle spielt: Erziehung und Schule, Partnerschaft und Arbeit . . . Wie kommt es zur Depression, zum Burn-out? Warum verhindert der übermäßige Konsum der neuen Medien eine gesunde Selbst-Werdung? Und schließlich: „Je bedürftiger das Selbst eines Menschen ist, desto wichtiger ist ihm, ständig über seine Arbeit zu sprechen, seine Auszeichnungen zu erwähnen oder mit seinen Titeln angesprochen zu werden (S 186).“ Da kann man nur mehr sagen: Das ist richtig!

 

Das Buch richtet sich nicht in erster Linie an geistliche Begleiter und Begleiterinnen, aber es hilft, das eigene Tun als Begleiter*in zu hinterfragen oder auch zu korrigieren und seine Bedeutung für die Selbst-Werdung eines Menschen ernst zu nehmen. Diese Hilfe geschieht vor allem „durch Präsenz, geduldiges Zuhören und durch ein Aushalten und Stehen-lassen-können dessen, was mir die oder der Hilfesuchende erzählt (S. 198).“ Es tut gut, diese (und andere) Bedingungen für geglückte geistliche Begleitung klar und ehrlich zu lesen. Das Buch kann allen empfohlen werden, die ihr geistliches Begleiten prüfen und weiterbilden wollen.

 

P. Anton Aigner SJ

 

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Buchtipp des Monats

 

 

 

  Joachim Bauer

  Wie wir werden,
  wer wir sind

 

 

  Empfehlenswert für
  Geistliche Begleiter*innen
  und Interessierte

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