Saturday 4. April 2020
Beispiele aus dem Leben

Von Schlüsseln und anderen Streitthemen

von Birgit & Roland

 

Wir sind seid vier Jahren verheiratet. In dieser Zeit haben wir gelernt, dass miteinander Streiten nichts Schlechtes ist, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer Beziehung.

 

Meistens erwischt es uns im Alltag bei verschiedenen Kleinigkeiten. Zum Beispiel ärgert sich Birgit, wenn die Schlüssel am Schlüsselbrett übereinander statt nebeneinander hängen, sie den richtigen Schlüssel nicht findet und ihn erst suchen muss. Die schlechte Laune, die Anspannung und Gereiztheit zieht sich dann in den Tag hinein. Meist fangen wir kurz darauf zu streiten an – nicht über die Schlüssel, sondern über etwas ganz Anderes, beispielsweise über das Geschirr im Waschbecken, das noch nicht in den Geschirrspüler geräumt worden ist.

 


Zuhören und nachfragen...

 

Wir wissen, dass es uns in solchen Situationen gut tut, den Sturm vorüberziehen zu lassen. Wenn er sich etwas gelegt hat, gelingt es uns besser, in ein konstruktives Gespräch zu kommen. Dazu gehört, dass wir einander ausreden lassen, einander ernst nehmen und aufmerksam zuhören sowie nachfragen, was den anderen nun genau gestört oder gar verletzt hat, welche Gefühle dahinter sind und was der eine tun kann, damit sich der andere besser verstanden fühlt.

 

Dabei kommen nach und nach unausgesprochene »Kleinigkeiten« ans Licht, die uns aneinander stören und voneinander entfernen. Indem wir einander sagen, welche Bedürfnisse und Gefühle dahinter stecken, fällt es uns leichter, uns in die jeweils andere Sichtweise hineinzuversetzen.

 


Mit den Augen des anderen sehen...

 

Um beim »Schlüsselbeispiel« zu bleiben: Roland weiß, dass durch das Durcheinander am Schlüsselbrett Birgits Bedürfnis nach Ästhetik unerfüllt bleibt. Außerdem möchte sie den Schlüssel schnell zur Hand haben. Birgit weiß, dass Roland die Schlüssel nicht absichtlich oder aus Bosheit übereinander hinhängt. Sondern weil er unterschiedliche Schlüssel benötigt und sowieso jedes Mal überlegen muss, welchen Schlüssel er mitnehmen muss.

 

Wenn es uns gelingt, mit den Augen des Partners zu sehen, ist das ein Schritt zueinander. Wir fühlen uns dann verstanden und dem Partner näher. Die »Kleinigkeiten« bleiben zwar Unterschiede zwischen uns, aber sie drängen sich nicht störend in den Vordergrund. So können wir uns nach einem Streit versöhnen.

 


Konflikt als Chance

 

Ein Konflikt ist nicht angenehm, aber auch keine Katastrophe. Viel mehr ist er eine Chance, uns neu und anders kennen zu lernen. Streiten bringt uns gemeinsam weiter, wir entwickeln uns dabei und wachsen daran.

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