Saturday 4. April 2020
Beispiele aus dem Leben

Unsere Unterschiedlichkeit – Geschenk und Herausforderung

von Sabine & Michi

 

Als wir einander kennen und lieben gelernt haben, hat uns gleich ein großer Unterschied zwischen uns fasziniert. – Sabine, die impulsive, lebhafte Frau, die es liebt, wenn viel los ist, und auf der anderen Seite Michi, der erdige, in sich ruhende, ausgeglichene Mann.

 

Michi: Mir hat Sabines Lebhaftigkeit gefallen. Es hat mich sehr beeindruckt, dass sie zusätzlich zu ihrem Studium auch noch musiziert, Nachhilfe gibt und in der Pfarre sehr aktiv ist.

 

Sabine: Michis ruhige Ausstrahlung hat mir von Anfang an gefallen und mich fasziniert. Ich konnte mich bei ihm sicher und geborgen fühlen. Es hat für mich so gewirkt, als ob ihn nichts aus der Ruhe bringen könnte.

 

In unserem Alltag ist es aber vor allem auch aufgrund unserer vier Kinder mittlerweile alles andere als ruhig. So kommt es oft vor, dass Michi, wenn er von der Arbeit kommt, von mir mit Anfragen und Informationen überhäuft wird. Ich habe kein Problem damit, wenn vieles gleichzeitig zu organisieren ist, und so sprudle ich los: »Unser Großer braucht für die Schule bis morgen unbedingt noch Bastelmaterial, die Mädchen müssen von ihrer Freundin abgeholt werden und unser Jüngster möchte dir unbedingt etwas Wichtiges erzählen.«

 

Michi: Oft prasseln diese Informationen wie ein Kanonenfeuer auf mich ein. Mein Bedürfnis, gemütlich zu Hause anzukommen, wird dadurch ignoriert.

 

Sabine: Wenn Michi nicht sofort reagiert, habe ich immer wieder eine bissige Bemerkung fallen lassen wie z.B.: »Ich kann mich ja nicht um alles alleine kümmern!«

 

Michi: Also erledige ich die geforderten Aufgaben, aber zwischen uns beiden herrscht eisiges Schweigen.

 


Bewusst aufeinander zugehen

 

Sabine: Nachdem das immer wieder vorgekommen ist, haben wir nun einige Dinge gefunden, die uns bei der Entschärfung dieser Situation helfen. – Wir haben einen Plan mit allen fixen Zeiten und Aktivitäten von uns und den Kindern in der Küche aufgehängt. Da kann sich nun auch Michi besser orientieren. Änderungen für die kommende Woche besprechen wir eigentlich immer am Sonntag am Abend, indem wir Tag für Tag anhand des Kalenders durchgehen.

 

Aber das Wichtigste ist, dass wir ganz bewusst aufeinander zugehen, wenn Michi nach Hause kommt. Er fragt dann z.B.: »Was ist heute noch zu tun?« Oder: »Was sollte ich wissen?« Bzw. frage ich Michi: »Kann ich dir jetzt schon was erzählen oder brauchst du noch ein paar Minuten für den Umstieg nach Hause?«

 

Sabine und Michi: Wenn wir uns einander auf diese Weise liebevoll zuwenden, hilft uns das nicht nur, manche Konflikte zu umgehen, sondern bringt uns einander auch näher und zeigt uns, wie gut wir uns im Alltag ergänzen. Michi kann dann »in Ruhe« einige der Aufgaben übernehmen und Sabine ist glücklich, weil unser Familienleben zu sechst so bunt und abwechslungsreich ist.

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