Friday 13. December 2019
Beispiele aus dem Leben

Zeit für Streit

Sonja & Martin

 

»Zeit« bzw. »Pünktlichkeit« sind ein Thema bei uns. Ich, Martin, habe seit meiner Kindheit eine spezielle Beziehung zum Umgang mit »Zeit«. Ein Beispiel: Wir sind um 20:00 Uhr bei Freunden eingeladen. Wir brauchen ca. 20 Minuten zu ihnen, inkl. 5 Minuten Zeitpolster.

 

Martin:

18:00 Uhr: Sonja geht duschen. Mit ihren langen Haaren braucht sie doch länger. Ich gehe gleich anschließend unter die Dusche und bin in 25 Minuten fertig. Das Bad ist frei.

 

19:00 Uhr: Von mir aus kann es losgehen.

 

19:15 Uhr: Ich gehe das erste Mal nachsehen, wo Sonja bleibt. Sie ist natürlich noch beschäftigt: Föhnen, schminken ...

 

19:20 Uhr: Ich gehe wieder nachsehen. Ich finde sie ist noch nicht weiter.

 

19:30 Uhr: »Schatz, es wäre jetzt gut, los zu fahren.« Sonja: »Ok, ich bin gleich fertig.« Jetzt erinnere ich sie im Minutentakt an die Uhrzeit und gehe ihr auf die Nerven.

 

19.40 Uhr: Endlich starten wir.

 

Ich bin gereizt, fahre deswegen aggressiv und versuche dadurch, meinen Unmut zu zeigen. Ich sage aber nicht, dass es mich stört, weil es knapp wurde, sondern schlucke es einfach.

 

Sonja: Ich schätze Martins Pünktlichkeit sehr! Vor allem bei offiziellen Anlässen und beruflichen Terminen. Bei privaten Feiern sehe ich das jedoch anders. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, wo »man« sich einfach trifft. »Heute um 15:00 Uhr beim Badeteich« bedeutete, dass zwischen 15:00 und 15:30 Uhr alle da waren. Wenn wir uns also mit Freunden trafen und Martin mich drängte »doch bitte« schneller zu tun, damit wir »rechtzeitig« weg kommen, bedeutete das: Eine Viertelstunde auf die anderen warten! Das wollte ich nicht und es nervte mich.

 


Wir hatten nie Streit, dafür eine große Krise.

 

Wir waren immer stolz darauf, dass wir nie Streit hatten. Wie auch? Wenn es auf Konfrontation ging haben wir oft geschwiegen und unsere Gefühle runtergeschluckt. Unsere Beziehung ist dadurch in eine Krise geschlittert. Heute wissen wir: „Zum Glück!". Denn von diesem Zeitpunkt an, haben wir uns wieder intensiv miteinander auseinander gesetzt. Wir haben gelernt, Dinge die uns stören in wertschätzenden Dialogen aufzulösen. Heute sprechen wir Unangenehmes gleich an.

 

Nachdem wir offen über das Thema Zeit gesprochen hatten und ich jetzt weiß, welche Gefühle hinter Martins früherem Verhalten stehen, fällt es mir leicht, Rücksicht zu nehmen. Auch Martin ist bei Freundestreffen jetzt entspannt. Wir sind uns entgegengekommen.

 


Über unsere Gefühle sprechen

 

Kleine Ärgernisse haben gemeinsam, dass sie irgendwann groß werden können. Unsere Lösung liegt in der Kommunikation! Wir setzen uns in Ruhe zusammen und sprechen über unsere Gefühle. Am Anfang war das auch unangenehm! Inzwischen wissen wir, dass negative Gefühle zum Großteil mit der eigenen Geschichte zu tun haben, und wenn wir einander mit offenem Herzen zuhören und bereit sind unsere Gefühle zu zeigen, dann ernten wir Verständnis vom Partner. Das bedeutet gemeinsames Wachstum zu einer noch tieferen und innigeren Liebe!

 

Freie Seminar-Plätze:

11.01.2020,

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Anmeldung und Information: Fachbereich Ehevorbereitung

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Sonja und Martin Rotter unter www.imago-coaching.at

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