Tuesday 7. April 2020
Beispiele aus dem Leben

Ein schöner Pullover

von Elisabeth & Andi

 

In ganz jungen Ehejahren hatten wir ein Erlebnis, aus dem wir viel für die Gestaltung unserer Kommunikation gelernt haben: Wir waren gut gelaunt in einem Einkaufszentrum unterwegs und gingen zielstrebig in ein Elektronikfachgeschäft, um etwas zu besorgen. Andi freute sich schon sehr auf den neuen Computer und war mit den Gedanken beschäftigt, welche Spezifikationen das neue Ding haben sollte.

 

Elisabeth sieht auf dem Weg zum besagten Geschäft in einer Auslage einen schönen Pullover. Sie sagt: »Schau, der ist schön.« Darauf Andi: »Ja, ist wirklich eine schöne Farbe.« Er geht, sein Ziel vor Augen, hurtig weiter. Elisabeth ist enttäuscht und denkt sich: »Wenn er mich wirklich liebt, dann würde er Interesse zeigen und eventuell fragen, ob ich ihn mir näher ansehen wolle oder sogar kaufen.« Die Stimmung kippte plötzlich und eine Distanz wurde spürbar.

 


In die Schuhe des anderen schlüpfen

 

Am Abend sprachen wir über dieses Erlebnis und versuchten, über unsere verletzten Gefühle zu sprechen. Elisabeth war ganz erstaunt, dass nicht nur sie, sondern auch Andi sich nicht verstanden fühlte. – Er verstand die Welt nicht mehr, da er sich schon so sehr auf den neuen PC freute und seine Elisabeth den Kauf so wortkarg und freudlos mit ihm tätigte.

 

Erst nachdem wir einander unsere Gefühle beschrieben hatten, erhellte sich die Welt wieder. Wir konnten ein bisschen in die Schuhe des anderen schlüpfen und versprachen uns gegenseitig, einander in ähnlichen Situationen gleich die Gefühle mitzuteilen.

 


Die Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken

 

In unserer nunmehr langjährigen Ehe bemühen wir uns, unsere Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken, denn mein Gegenüber kann meine Gedanken nicht lesen. Da müssen wir einfach klarer kommunizieren. D.h. heute sage ich, Elisabeth: »Du Andi, der Pullover ist schön. Lass ihn uns bitte gemeinsam ansehen.« Das Mitteilen von Gefühlen schafft Raum für Wärme, Verbundenheit und - vor allem - für Wertschätzung.

 

Eine große Hilfe ist für uns dabei, dem anderen einen kurzen Brief zu schreiben und darin die Gefühle mitzuteilen. Damit können wir ein bestimmtes Thema beleuchten, eine bestimmte Situation beschreiben und uns der eigenen Gefühle bewusst werden. So haben wir einen guten Ausgangspunkt für das anschließende Gespräch miteinander. Diese Form der Kommunikation ist für uns sehr wertvoll. Sie ermöglicht uns, den Partner besser kennen zu lernen und gleichzeitig sich selbst so zu öffnen, dass der andere an meinem Innersten teilhaben kann. So fällt es uns auch leicht, einander in unserer jeweiligen Einzigartigkeit und Einmaligkeit zu erleben, das heißt, einander von ganzem Herzen zu lieben.

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