Donnerstag 24. August 2017
Erlaubt Christus, zum Menschen zu sprechen! Nur er hat Worte des ewigen Lebens!
(Hl. Johannes Paul II.)
Meister, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht!
Joh. 1, 38-39

Altersarmut beginnt lange vor der Pension

Altersarmut trifft jede 10. Österreicherin - Frauen dreimal öfter betroffen als Männer.

 

„Altersarmut beginnt bereits lange vor der Pension“, erklärte Dr. Renate Moser, Seniorenpastoral der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien anlässlich des Weltfrauentages, so haben alleinerziehende Mütter zu einem hohen Prozentsatz schlecht bezahlte Teilzeitjobs. Seit zur Berechnung der Pension die gesamte Erwerbsdauer herangezogen wird und nicht – wie früher – die 15 besten Jahre, sind die Pensionen real gesunken. Für Frauen bedeutet das: Kindererziehungszeiten, Teilzeitjobs, Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Krankheiten reduzieren die Pension, Scheidung und plötzlicher Tod des Partners können ebenfalls Ursachen für Altersarmut sein.

 

 

Senioranpastoral fordert fairen politischen Diskurs

 

Daher fordere die Seniorenpastoral der Erzdiözese Wien einen fairen politischen Diskurs. Es gehe nicht um Almosen, sondern um Gerechtigkeit, um das Recht auf ein menschenwürdiges Leben für Frauen – auch im Alter!  Allerdings habe man derzeit eher den Eindruck, dass anstelle der Armut und deren Ursachen, Arme bekämpft werden. (Stichwort: Kürzung der Mindestsicherung)

„Wir müssen heute beobachten, dass die Besucherzahlen von Sozialmärkten stetig steigen und dies besonders bei Frauen“,  so Moser. Auch werden in Einrichtungen wie „Gruft“ oder „Häferl“ immer mehr Mittagessen an Frauen verteilt, die zwar eine Wohnung haben, aber sich entscheiden müssen, ob sie essen oder heizen.

 

Altersarmut erhöht soziale Vereinsamung und verhindert Bildung

Immer mehr ältere Frauen können an pfarrlichen Bildungsangeboten oder Ausflügen nicht teilnehmen, weil die Kosten für sie nicht leistbar sind. Unter Altersarmut fällt also auch nicht mögliche Bildung, nicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, soziale Vereinsamung. Sie wirkt sich auf die gesamte Lebensqualität aus.

 

Austauschtreffen zum Thema: Altersarmut bei Frauen“

Drei Fachbereiche der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien, die Seniorenpastoral, die Kontaktstelle für Alleinerziehende und die Plattform WIGE nehmen sich des Themas „Altersarmut bei Frauen“ ganz besonders an.

 

In regelmäßigen Abständen gibt es Austauschtreffen mit Vertreter/innen  der MA 24 (Gesundheits- und Sozialplanung), Caritas, Diakonie, der Katholischen Frauenbewegung, des Katholischen Familienverbandes und des Katholischen Bildungswerkes. Die Leitung des KTS ist mit Weihbischof Franz Scharl und Geschäftsführer Dr. Martin Wiesauer vertreten.

Informationsveranstaltungen für Seniorenverantwortliche in den Pfarren sind ebenso geplant wie eine Vortragsreihe „Armut ist (k)eine Frage des Alters und eine Podiumsdiskussion.

 

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Kategoriale Seelsorge der ED. Wien
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