Montag 21. Mai 2018
„Komm, Heiliger Geist! Hilf uns, unseren Egoismus zu überwinden.“
Papst Franziskus
Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Lk 19 9-10

Altersarmut hat oft weibliches Gesicht

Ökumenische Plattform „Altersarmut bei Frauen – alt.arm.weiblich“ erinnert anlässlich des Internationalen Tages der Frauen an dringend notwendige Maßnahmen gegen zunehmende Altersarmut bei Frauen

 

 

16 Prozent aller Frauen über 65 sind in Österreich armutsgefährdet; unter den derzeit akut von Armut Betroffenen, rund 203.000 Menschen über 65 Jahre, sind 136.000 Frauen. Daher ruft die Plattform „Altersarmut bei Frauen – alt.arm.weiblich“, eine Kooperation von Kategorialer Seelsorge der Erzdiözese Wien, Stadtdiakonie Wien der Evangelischen Kirche, Katholischer Frauenbewegung, Katholischem Familienverband, Katholischem Bildungswerk und der Frauen-Bildungsinitiative Anima - anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Frauen alle Verantwortlichen dazu auf, sich nicht nur für Hilfsmaßnahmen zu engagieren, sondern Maßnahmen zu setzen, die dazu beitragen, es gar nicht so weit kommen zu lassen.

 

Es ist endlich an der Zeit den Begriff Leistung neu zu definieren

 

Denn die „Fundamente“ für weibliche Altersarmut werden schon sehr früh gelegt. So verdienen Frauen bei gleicher Arbeit im Schnitt immer noch um etwa 23 Prozent weniger als Männer. Fast 50 Prozent der Frauen, aber nur zehn Prozent der Männer sind Teilzeit beschäftigt. Das führt dazu, dass die Alterspension von Männern um fast zwei Drittel höher ist als jene von Frauen.

Dazu hindert oft Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen Frauen daran, durchgehend Vollzeit zu arbeiten und ihre Ausbildung adäquat im Berufsleben umzusetzen, was ebenso zu einer geringeren Pension beiträgt.

„Es ist endlich Zeit, den Begriff Leistung neu zu definieren, um nicht nur Erwerbsarbeit, sondern auch jene Leistungen, die Frauen im Rahmen der Familie für die Gesellschaft erbringen, zu berücksichtigen“, betonen Beatrix Auer und Renate Moser von der Seniorenpastoral der Erzdiözese Wien. „Wir haben die Plattform ins Leben gerufen, um öffentliche Aufmerksamkeit zu schaffen, präventiv zu wirken, das Thema zu enttabuisieren, Kräfte zu bündeln und Forderungen an die Politik zu stellen. Gemeinsam wollen wir die Stimme erheben und gegen weitere Benachteiligung energisch auftreten“.

 

Prominente Unterstützung für die Plattform

 

Unterstützung erhält die Plattform unter anderem von der TV-Journalistin Barbara Stöckl: „Kürzlich ist mir dieser Befund der UNO in die Hände gefallen: ‚Frauen stellen die Hälfte der Weltbevölkerung dar, verrichten nahezu zwei Drittel der Arbeitsstunden, erhalten ein Zehntel des Welteinkommens und besitzen weniger als ein Hundertstel des Weltvermögens.´ Solange wir es nicht schaffen, dieses Ungleichgewicht auf allen Ebenen zu beseitigen, wird es Frauen geben, die in Armut leben! Das ist kein Problem von einzelnen, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe!“

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Kategoriale Seelsorge der ED. Wien
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