Thursday 4. June 2020

TIPP!

Für Menschen, die einfach mit jemandem plaudern möchten gibt es das telefonische Angebot des „Plaudernetz“: www.plaudernetz.at


 

Informationen zum Datenschutz können auf der Homepage der Österreichischen Bischofskonferenz nachgelesen werden.

 

Terminvorschau

ORT: wenn nicht anders angegeben finden die Veranstaltungen im Bildungszentrum St.Bernhard/Wiener Neustadt statt.


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ANMELDUNG



Pfarrblattschule 2020 (1x1 des Journalismus)

Teil 2. 19. September 2020,

9.00 - 17.00

 

Kommunionhelfer-grundkurs !

17. Oktober 2020, Sa 9.00 - 17.00

 

Regional-Caritas-Treffen

Jeweils 18.00 – ca. 20.30

  • 3. Juni 2020 – Mönichkirchen (Pfarrheim) - abgesagt!

  • 23. September 2020 – Pfarrhof Gablitz

Lektorenkurs

6. und 7. November 2020

Fr 18.00 - Sa 17.00

 

Fachtag Öffentlichkeitsarbeit 2020

21. November, 9.00 - 16.00

Thema: "Wie kann die ÖA in der Pfarre aufgestellt werden?"

 

Aviso 2021

 

Fachtag Liturgie

23. Jänner 2021, 9.00-16.00

 

Brot und Wein

Erlebnishalbtag für Erstkommunionkinder

20. Februar 2021

Rückblick auf 2020

 

Ausbildung zu Leitung von Wortgottesfeiern mit Kurzansprache 2021:

Teil 1: 13. Februar

Teil 2: 6. März

Teil 3: 13. März (in Wien)

Teil 4: 10. April

Teil 5: 24. April

 

KiBiWö 2021

geplant für September 2020 wird auf

September 2021 verschoben

Fr 14.00 - So 14.00

Grametschlag "Jugend am Hof"

Thema: Arche Noah

 

BILDUNGSZENTRUM

ST. BERNHARD

ein modernes Seminarzentrum

in der Propstei (Stadtzentrum)
 

2700 Wiener Neustadt

Domplatz 1

02622/29131

Wenn das Weizenkorn nicht auf die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht
Joh. 12, 24

wir gedenken verstorbener Schwestern und Brüder

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

DREIFALTIGKEITSSONNTAG A

7. Juni 2020

 

Das Hochfest der ALLERHEILIGSTENB DREIFALTIGKEIT hat sich bei mir als Kind sehr stark eingeprägt.

Es ist nämlich auch das Patrozinium der (alten) Pfarrkirche in meiner Heimat Wien – Lainz.

Und ich sehe vor meinem geistigen Auge noch immer das barocke Altarbild mit der damals gängigen Darstellung von Gott Vater mit Weltkugel, der entblößte Christus mit Kreuz und darüber schwebend der Hl. Geist in Gestalt der Taube.

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

PFINGSTMONTAG

1. Juni 2020

 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

P F I N G S T E N

31. Mai 2020

„Der Beistand aber, der Heilige Geist, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern“ (Joh 14, 26)

 

In meiner frühen Kindheit wurde die hl. Messe noch auf Latein „gelesen“. Das hat von den Gläubigen (fast) niemand verstanden. Man behalf sich während der heiligen Handlung mit Begleitgebeten und Gesängen, manche beteten den Rosenkranz. Man hat der hl. Messe „andächtig beigewohnt“.

Und doch gibt es nichts Heimatlicheres als die Muttersprache!

Seit dem ersten Schrei und der Beruhigung durch die Mutter fühlen wir uns in dieser Sprache zuhause. Seit die Muttersprache in die Liturgie eingezogen ist – so erinnere ich mich – hat die Eucharistiefeier mit meinem Leben zu tun, ist sie mir erst so richtig zur Heimat geworden!

Ich meine, das war das größte Pfingstwunder des Zweiten Vaticanums.

 

Aber es geht über die rein sprachliche Form hinaus: Es ist eine neue Art der Verkündigung geboren worden, zum Einen, dass das Evangelium die Frohe Botschaft für mich und für mein Leben heute sein will („wieso kann sie jeder in seiner Muttersprache hören?“ Apg 2, 8), und zum Anderen, dass jede(r) Getaufte berufen ist, aus diesem Geist heraus, das Wort Gottes zu verkünden („eure Söhne und Töchter werden Propheten sein“ Joel 3,1).

Möge der Hl. Geist unsere Gemeinden beflügeln, damit die Charismen der Christ(inn)en über (pfarrliche) Grenzen hinweg vielen Gläubigen zugute kommen und so die Vielfalt in der Einheit sichtbar werden möge.

Veni sancte spiritus!

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

CHRISTI  HIMMELFAHRT A

21. Mai 2020

„Was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“ (Apg 1, 11)

 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

7. SONNTAG  der  OSTERZEIT  A

24. Mai 2020

„Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart.“ (Joh 17, 6)

 

Eben höre ich im Radio die 8. Symphonie von Beethoven in einer Aufnahme mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann.

Es gibt kaum einen geeigneteren Komponisten, der uns zeigen kann, was ein CRESCENDO ist – nämlich nicht einfach nur ein lauter Werden, sondern eine Steigerung mit Zuhilfenahme von allem, was ein Klangkörper wie ein Orchester zu bieten hat: unterschiedliche Instrumentierung, Rhythmik, Dynamik, Melodiebögen, Accelerando bis hin zum erwünschten Höhepunkt!

Ich empfinde die Liturgie der Osterzeit, speziell die Evangelien der sieben Sonntage als ein solches Crescendo: Wie es unser Meister und Herr immer wider versteht und geduldig versucht, seine Jünger(innen), die frühen Christen und uns von dem billigen „das Leben geht weiter!“ (das wir so gerne sagen) hinführt zu einer engeren und tieferen Beziehung zum Vater.

Der „Dirigent“ ist hier der Hl. Geist, der uns den Weg aus aller Niedergeschlagenheit („Tröster“) – vielleicht gerade auch für so manche in diesen Tagen – weist zum ersehnten Ziel, das wir zwar in dieser Welt nie erreichen können, aber „das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis“ (Phil 3, 15).

Ich wünsche Dir viel Freude und Elan in der Verkündigung!
 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

6. SONNTAG  der  OSTERZEIT  A

17. Mai 2020

„Der Vater wird euch einen anderen Beistand geben.“ (Joh 14, 16)

 

Normalerweise ist jetzt für mich die Zeit, in den Pfarren des Vikariates den jungen Christen das Sakrament der Firmung zu spenden.Für gewöhnlich (außer es wird von den Gemeinden etwas anderes vorgeschlagen) nehme ich die Lesungen vom jeweiligen Sonntag.

Und gerade die heutigen Texte sprechen in allen drei Lesungen vom Heiligen Geist.

Es ist „der andere Beistand“ (Joh 14, 16), den wir brauchen, um als Christen in Seinem Namen wirken zu können.

Das wusste der Herr, und das muss auch uns immer wieder ins Bewusstsein rücken, damit unser Leben als Jünger und Jüngerin des Herrn nicht im nur „mitmenschlichen“ Bereich verbleibt, der allerdings die Voraussetzung für unser christliches Tun sein will.

Deshalb sendet er uns Seinen Geist, d.h. sich selbst in der für uns gerade notwendigen Weise.

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

5. SONNTAG  der  OSTERZEIT  A

10. Mai 2020

MUTTERTAG

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14, 6)

 

Vor etlichen Jahren konnten alle Autofahrer auf der A2 bei der Einfahrt nach Wien in großen Abständen auf Plakaten die Worte lesen:

E N D L I C H   W I E D E R   D A H A M!

Als gebürtigen Wiener hat mich das jedesmal bewegt.

Denn HEIMAT ist für uns Menschen etwas Essentielles, was zum Leben wesenhaft dazugehört.

Das wissen v.a. die, die seinerzeit aus ihrer Heimat vertrieben wurden, das wissen aber auch heute Tausende von Menschen – jung und alt – die wegen der Kriegszustände ihre Heimat verlassen mussten. Ich denke mir manchmal, wenn ich einen Obdachlosen auf der Straße sehe „wo wird der wohl in der Nacht hingehen, um zu schlafen?“ Ich kann gemütlich nachhause fahren und mich in mein warmes Bett legen…

 

Und doch: Will HEIMAT nicht mehr sein?

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

4. SONNTAG  der  OSTERZEIT  A

3. Mai 2020

„Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind, unsterblich, wo wir lieben“ (Karl Jaspers)

 

Für die ersten Christen war es nicht so einsichtig, dass Jesus gegenwärtig ist, bei ihnen ist.

Sie hatten nicht diese Tradition einer langen Geschichte des Christentums.

Gerade das heutige Evangelium (3. Sonntag) von der nachösterlichen Erscheinung am See zeigt das deutlich: Sie haben zwar die Botschaft von den Kolleg(inn)en vernommen, dass „er auferstanden ist und lebt“, aber sie ist noch nicht so richtig im Herzen angekommen – daher gehen sie wieder ihrem Alltag nach.

Und da braucht es Zeugen, „Hinweiser“ auf Christus: „Es ist der Herr!“ (Joh 21, 7).

 

Daher bemüht sich der vierte Evangelist an vielen Stellen, diesen frühen Christen (die ja in arger Bedrängnis durch die Synagoge u.a. waren!) deutlich zu machen: „Er ist da, er ist euer Hirte, er schaut auf euch, er führt euch auf gute Weide und bewahrt euch vor Gefahren“.

Gerade die „Ich bin – Worte“ machen diese Präsenz deutlich. Und hier v.a. eben „Ich bin der Gute Hirt“ (Joh 10).

 

Umso herausfordernder ist es für uns Christen (gerade in diesen Tagen!), ein „Hinweiser“ auf den Herrn zu sein, und (mein altes Anliegen) den Mut aufzubringen, davon zu sprechen: „Ich habe da und dort diese Nähe des Herrn verspürt, ohne Ihn wäre ich abgestürzt, für mich ist der Glaube an Ihn die größte Stütze etc.“

 

Das würde die Menschen ganz stark beeindrucken, oder zumindest nachdenklich machen….

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

3. SONNTAG DER OSTERZEIT  A

26. April 2020

„Es ist der Herr!“ (Joh 21,7)

 

In der Evangeliumsperikope des gestrigen Sonntags wurde das Vierte Evangelium eigentlich bereits abgeschlossen:
„Noch viele andere Zeichen….diese aber sind aufgeschrieben….damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.“ (Joh 20, 30f.)

Wir wissen, dass dieses Evangelium zwei Generationen nach den Synoptikern verfasst wurde, daher bedeutend mehr Verkündigungscharakter hat, indem es bereits viel an Gemeindeerfahrung implementiert.

So wird im Laufe dieses Evangelium immer wieder die „Gretchenfrage“, die ja letztlich unser Glaubensleben ausmacht, gestellt: Wie kann ich heute Jesus erfahren? Wie kann ich an Jemand glauben, den ich nicht sehe? Wie wirkt sich meine Liebe zum Herrn in der Gemeinde aus?

Diese (und andere) Fragen der frühkirchlichen Gemeinde sind der Anlass für das wirklich letzte (21.) Kapitel des Johannesevangeliums: „Es ist der Herr!“ – Es muss diesen Hinweis, dieses Bezeugen der Gegenwart Jesu geben! Das ist die Antwort.

Es ist wiederum der „andere Jünger“, der dies sagt, bezeugt, dieser „andere“ Jünger, den „Jesus liebt“, der durch mich ersetzt sein will – denn auch ich bin ein vom Herrn geliebter Jünger! – damit Seine Nähe durch mich, durch meine Liebe zu den Menschen, erfahrbar wird!

Und es ist eine Liebesbeziehung, die (wie jede Liebe) stets zunehmen, stärker, intensiver werden will: „Liebst du mich mehr als diese?“ (Joh 21, 15)

 

Ich wünsche Dir vom Herzen dieses „Crescendo“ in der Liebe zum Herrn!

 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

2. SONNTAG  der  OSTERZEIT  A

„Weißer Sonntag“ & „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“

19. April 2020

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Joh 20,29)

 

In der Nummer dieser Woche in der NÖN wird von mir ein Artikel erscheinen, der die Überschrift trägt: OSTERN – die eigentliche HERDENIMMUNITÄT!

Wir alle wissen um diese (ziemlich umstrittene) Möglichkeit der Bekämpfung des derzeitigen Virus, bei der möglichst viele zunächst mit diesem Virus angesteckt werden, um die Ansteckung bei den noch Gesunden zu minimieren.

 

Was im Falle der Überwindung der Pandemie höchst fragwürdig ist, ist im Falle der „Pandemie“ durch den Sündenfall, der Bedrängnis durch Sünde und Tod, die einzige und einzigartige Möglichkeit des Überlebens, ja des NEUEN LEBENS, das der Herr uns schenkt: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe.“ (Joh 10, 11)

Diese Lebenshingabe an seine Herde, dieser Sieg über Sünde und Tod ist jedem von uns in der Taufe geschenkt:

Es ist Jesu Leben und seine unendliche Liebe, die uns zuteil wurde.

Und das immunisiert uns! Der Tod hat keine Macht mehr! Das ist Ostern!

Ich wünsche Dir ein frohes, österliches Herz, das dieses „Crescendo“ der Liebe des Herrn spürt!
 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

OSTERMONTAG

13. April 2020

„Herr, bleibe bei uns, denn es wird bald Abend“ (Lk 24, 29)

 

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liturgische Impulse von BV P. Petrus

OSTERSONNTAG

12. April 2020

„Ihr seid mit Christus auferweckt“ (Kol 3, 1)

 

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OSTERNACHT

11. April 2020

„Sei du das Leben in jedem Tod!“

 

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liturgische Impulse von BV P. Petrus

KARFREITAG

10. April 2020

„Er war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ (Phil 2, 8)

 

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liturgische Impulse von BV P. Petrus

GRÜNDONNERSTAG

9. April 2020

„Ich habe euch ein Beispiel gegeben....“ (Joh 13,15)

 

In dieser außergewöhnlichen Zeit sind auch die liturgischen Feiern anders.

Vieles wird von den Pfarren über live-stream in die Häuser und Wohnungen geleitet, andere können über das Fernsehen und übers Internet ein großes Angebot an Gottesdiensten benützen.

Hier ist die Elektronik wirklich ein Segen!

In den Kirchen werden neben dem Pfarrer noch vier weitere Gläubige ausgewählt, um (in Befolgung der Maßnahmen gegen die Ansteckung) als Vertreter der Gemeinde und somit auch der ganzen Kirche die Liturgie mitzugestalten.

Und vieles geschieht zuhause – wie es auch immer schon bei unseren „Ahnen“, den Juden üblich ist, die ja Pessach (der Vorläufer unseres Osterfestes) zuhause feiern – die Segnung der Palmkätzchen, des Lichtes, des Wassers und der Osterspeisen. Eine große Hilfe: www.netzwerk-gottesdienst.at

So wird Hauskirche wieder ganz stark lebendig und möge es auch bleiben!

Auch wenn es anders ist: Wir feiern Ostern! Halleluja!!!

Ich wünsche Dir und den Deinen Gesegnete Tage und eine ungebrochene Freude!
 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

PALMSONNTAG

5. April 2020

„Hosanna dem Sohne Davids!“

 

Die Feiern der kommenden Tage sind für uns, die wir direkt oder indirekt Betroffene der derzeitigen Pandemie sind, in besonderer Weise aktuell:
Wir gehen mit unserem Herrn und Meister direkt in das Leiden Sterben und Auferstehen unserer Tage und der Menschen hinein – sei es dass wir erschüttert darüber sind, mit welcher Geschwindigkeit und Intensität diese Pandemie um sich greift, oder sei es, wie stark vielleicht wir selbst, bzw. Verwandte oder Freunde, zu „Kreuzträgern“ geworden sind oder noch werden!

So werden die vielen Berichte, Maßnahmen und tw. eigenen Erlebnisse zum Kommentar für das, was wir in der Liturgie feiern werden.

D.h. wir werden diese Tage intensiver und betroffener, vielleicht sogar erschütternd erleben.

Wir werden uns gerade angesichts dieser Krise die Worte des Herrn gefallen lassen müssen: „Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ (Mk 4, 40), jene Worte, die der Herr angesichts des bedrohenden Seesturmes zu den Jüngern sagt.

Vielleicht werden wir in diesen Tagen sogar an den Anfang unseres Glaubens hingeführt, zur „Erkenntnis, dass wir erlösungsbedürftig sind“ (Franciscus), dass wir, auch wenn wir immer mehr wissen, können und leisten, doch immer irgendwann wieder an Grenzen stoßen, deren markantester Ausdruck der Tod ist.

Dorthin werden wir gerade geführt!

Aber auch dorthin, dass schon jemand vor und mit uns diesen Weg gegangen ist und geht: Jesus Christus, unser Meister und Herr.

Vielleicht verändern die liturgischen Feiern der kommenden Tage mehr denn je unser Inneres, unser Bewusstsein, dass der Herr ganz konkret in meine Ängste, Leiden und Schmerzen, und die der vielen Menschen dieser Tage sich herein begibt; vor allem wollen diese Feiern unser Vertrauen auf die rettende Macht Gottes, der Jesus von der Fessel des Todes befreit hat, stärken und uns mehr und mehr das Bewusstsein schenken:
Das wirkt der Herr jetzt auch in mir!

Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen!
 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

5. FASTENSONNTAG  A

29. März 2020

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11, 25)

 

Am kommenden Sonntag verkünden wir, vernehmen die Gläubigen (vielleicht durch livestream?)

den „Dritten Akt“ der großen johannäischen Trilogie über das Neue Leben, das der Herr uns schenken will:

 

Unmittelbar bevor Jesus gefangen genommen wird, will Er, der dem eigenen Tod entgegengeht,

diesem Tod fest ins Auge schauen. Er lässt es zu – so eigenartig sich das ausnimmt, da Lazarus sein Freund ist – dass dieser stirbt:
„Ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war; denn ich will, dass ihr glaubt.“ (Joh 11, 15)

Angesichts dieser unheimlichen Macht des Todes heißt es dann einige Verse später (im Urtext):

„Er schnaubte im Geiste und erregte sich.“  (V. 33b)

Der Grund dieser Erregung nimmt also mit Entsetzen in den Blick, was Sünde und Tod in dieser Welt anrichten!

 

Auf die Frage der Reporterin gestern in der Pressestunde, ob diese Corona-Krise etwa (wie einige lancieren) als „Strafe Gottes“ zu sehen sei, antwortet der Kardinal (sinngemäß):

Nicht als Strafe, aber als Hinweis, als Fingerzeig will es gesehen werden:

„Was will Gott uns damit sagen? Sollten wir nicht unseren Lebensstil verändern?

Müssen wir Globalisierung nicht neu definieren?“
So kann diese Krise ein Aufwecker, eine Wende in unserem Leben, ja in der Welt werden, indem wir unsere Verantwortung füreinander und für die Welt neu in den Blick nehmen.

 

·         In der Begegnung mit der Samariterin (3. Sonntag), die mit uns am Brunnen „Platz getauscht hat“, konnten wir erkennen, dass unser Durst nach Liebe größer ist als das Angebot dieser Welt.

·         Am Blindgeborenen (4. Sonntag) durften wir erfahren, dass wir nur dann wirklich sehend werden, wenn wir in Jesus unseren Retter und Herr erkennen.

·         Und die Auferweckung des Lazarus führt uns aus der Geschichtlichkeit direkt in unser Leben, in unsere Tage, um uns zu zeigen, wie präsent diese Macht der Sünde und des Todes ist.
Aber auch wie präsent die Macht seiner Liebe, und damit seines Sieges über den Tod (unseren Tod) ist!

Der Weg dorthin ist unser Glaube: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist!“ (V. 27)

 

Ich wünsche Dir einen starken Glauben – gerade in diesen Tagen – an die liebende Nähe des Herrn!

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

4. FASTENSONNTAG  A

22. März 2020

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, geht nicht im Finstern, sondern hat das Licht des Lebens.“ (Joh 8, 12)

 

„Weder er noch seine Eltern haben gesündigt!“

Die Versuchung ist groß – und man hört es immer wieder, auch heute! – die Ursache von Katastrophen oder gar persönlichem Unglück als Folge moralischer Schuld zu sehen.

Jesus tritt dem vehement entgegen.

Allerdings kann und möge natürlich eine solche Situation, wie wir sie gerade erleben, in uns eine Wende bewirken – im Verhalten unseren Mitmenschen gegenüber, in unserem persönlichen Leben, in unserer Glaubensbeziehung.

Hell wird unser Leben allemal, wenn wir erkennen, dass wir Sünder sind und uns nicht für nur gut halten(Joh 9, 41), sondern unser Leben stets an der unendlichen Liebe des Herrn auszurichten haben. So will uns auch dieses Evangelium wieder (gerade in dieser Zeit) die Augen öffnen:

  • für die Menschen, die jetzt vielfach noch einsamer und voller Angst sind,
  • für die Vorgaben von Bundesregierung, Diözese, Stift und Priorat, die wir wirklich ernsthaft einhalten wollen,
  • für neue, einfallsreiche Möglichkeiten, mit den Mitmenschen in Kontakt zu bleiben,
  • vor allem für die Beziehung zum Herrn, der uns in diesen Tagen besonders nahe ist!

Auch wenn Du an diesem Sonntag physisch nicht mit Deiner Gemeinde feierst (vielleicht sogar doch über livestream!), so feiern wir doch immer für alle Menschen auf der ganzen Welt!
So dürfen wir alle Anliegen – Freud und Leid – mit hinein genommen wissen in unserer Liturgie.

Viel Freude und Kraft für die kommende Zeit!

 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

3. FASTENSONNTAG  A

15. März 2020

„Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben.“ (Joh 4, 14a)

 

Bei manchen Evangelien – so schön und ergreifend sie sind – habe ich direkt Hemmungen,

die volle Länge den Menschen zuzumuten (im Lesejahr A gleich dreimal hintereinander!).

Da geht es den Gläubigen wahrscheinlich wie Jesus: „Jesus war müde von der Reise und setzte sich an den Brunnen“. (Joh 4, 6).

Auch die Leute sind froh, wenn sie sich jetzt hinsetzen dürfen.

 

Vielleicht ist es gut, die Leute aber nicht einfach hinsetzen zu lassen, sondern sie einzuladen,

sich „mit Jesus an den Brunnenrand zu setzen“. (Gerade das vierte Evangelium nimmt uns Heutige immer voll hinein in das Geschehen!)

 

Und generell gilt: wenn Jesus Menschen begegnet und sie anspricht, dann sind das nicht die Reichen und Schönen, die tollen Karrieretypen mit ihren Idealmaßen und dicken Brieftaschen,

sondern es sind (fast immer) die Armen und Zerschundenen, die Sündhaften und Verirrten, aber immer die Sehnsüchtigen, so wie wir es alle sind…

Und all das ist zusammengefasst und abgebildet in dieser Frau aus Samarien.

 

Der ganze Dialog ist also ein Gespräch des Herrn mit uns!

 

Der uns allen innewohnende und stets sich wiederholende Durst zeigt uns ja ständig, dass wir mit dem Angebot dieser Welt nur eine Teilzufriedenheit erreichen können, aber nie unsere ganze Sehnsucht stillen können.

 

Die Menschen, die Dir zuhören, mögen mit dieser herrlichen Frohbotschaft und Deiner Ermutigung einen großen Schritt auf Jesus hin machen können:
Seine unendliche Liebe ist es, die unser Herz vollends glücklich machen kann!

„Ich bin es, ich, der mit dir spricht“. (Joh 4, 26).

 

Gottes Segen für Dein Wirken!
 

LITURGIESPEICHER

liturgische Impulse von BV P. Petrus

2. FASTENSONNTAG  A

8. März 2020

 

„Herr, es ist gut, dass wir hier sind.“ (Mt 17, 4).

Wenn wir Sonntag für Sonntag in die Kirche gehen, dann nicht

  • weil wir es gewohnt sind,
  • weil es ein Kirchengebot ist,
  • weil wir Lektorendienst o.ä. haben,

sondern wir sind da, weil es gut ist, dass wir hier sind!

Vielleicht wollte Jesus den Jüngern auf dem Berg Tabor zeigen, dass sie ihn nicht immer so „greifbar“ vor Augen haben werden; dass sie sich – so wie wir – auf eine andere Art der Begegnung, auf eine neue Weise der Beziehung zu Ihm einstellen werden müssen; auf eine Beziehung, die auch unserer ganzen Lebensrealität entspricht: die neben den schönen auch die argen und schmerzvollen Seiten einbezieht.

(Bei Lukas heißt es: „Mose und Elija sprachen von Seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte“. 9, 31)

 

Bei jedem Gottesdienst erfahren wir diesen Ausblick, diese „Verklärung“.

Als „die Jünger den Berg hinabstiegen“ (Mt, 17, 9), haben sie sicher Jesus anders gesehen und erlebt als vorher.

Das will auch jeder Gottesdienst in uns bewirken:

Dass wir Jesus nachher anders sehen als vorher.

Deshalb ist es gut, dass wir hier sind!

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