Friday 14. May 2021

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Für Kinder in der Gemeinde Liturgie zu gestalten, das ist vielen Menschen in der Erzdiözese Wien ein Anliegen. Zur Unterstützung gibt es ab sofort den Kinderliturgie-Newsletter.

 

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Dezember 2020

6. 12. 2020: 2. Adventsonntag B

Heute ist nicht nur der 2. Adventsonntag, sondern auch das Fest eines ganz besonderen Heiligen, des Hl. Nikolaus. Nikolaus ist der Schutzpatron der Kinder und lebte vor vielen hundert Jahren. Er erzählte den Menschen von Gott, brachte Freude und Licht in ihr Leben und tat ihnen Gutes. Darum erinnern wir uns gerne an ihn und wollen ihn zum Vorbild nehmen. Er war ein Wegbereiter für Jesus, eine Stimme für Gott, genau so wie Johannes der Täufer, von dem wir im Evangelium hören. Johannes wollte, dass die Menschen sich bereit machen für den Sohn Gottes—unseren Retter und Erlöser.

 

8. 12. 2020: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria B

Wir feiern am Hochfest „Mariä Empfängnis“ den Beginn des Lebens Marias selbst, nicht die „Verkündigung“, dass sie Jesus gebären wird (von der wir heute aber trotzdem im Evangelium hören). Wir feiern, dass Maria eine wichtige Person war, die eine besondere Aufgabe hatte, nämlich die Mutter des Gottessohnes zu sein, um so am Heilsplan Gottes mitzuwirken. Das hatte Gott von Beginn ihres Lebens an mit ihr vor. Auch für jede und jeden von uns hat Gott einen ganz besonderen Auftrag. Das Vertrauen Marias ist für uns eine Einladung, uns ganz auf unsere eigene Berufung einzulassen und Ja dazu zu sagen.

 

13. 12. 2020: 3. Adventsonntag B

Der 3. Adventsonntag wird auch als Gaudete-Sonntag bezeichnet und bringt im Besonderen die Vorfreude auf Weihnachten zum Ausdruck. Wir gedenken am 13. Dezember auch der Heiligen Luzia. Sie lebte vor vielen hundert Jahren in Italien. Ihre Eltern waren reich. Luzia beschloss, als Christin zu leben und mit ihrem Geld armen Menschen zu helfen. Da Christen damals verfolgt wurden und sich verstecken mussten, brachte Luzia heimlich und im Dunkeln Lebensmittel zu den Menschen. Um die Hände frei zu haben, trug sie einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf. Deshalb wird sie auch Lichtbringerin genannt. Im Evangelium hören wir auch heute wieder von einer der wichtigsten Gestalten im Advent, Johannes.

 

20. 12. 2020: 4. Adventsonntag B

Wir stehen kurz vor dem Weihnachtsfest, erwarten es voller Freude. Wir hören heute noch einmal das Evangelium der „Verkündigung der Geburt Jesu“. Erwartung und Freude soll es an diesem 4. Adventsonntag auch ausdrücken—der Messias ist im Kommen! Bereiten wir uns wie seine Mutter Maria darauf vor, damit er auch bei und in uns ankommen kann!

 

24. 12. 2020: Weihnachten – Hl. Abend B

Es ist Weihnachten—auch wenn in diesem Jahr anders als wir es gewohnt sind. Für Maria und Josef war die Geburt ihres Kindes vielleicht auch ganz anders als erwartet.

Die Zusage, dass Gott Mensch geworden ist, gilt immer, besonders auch in dunklen und schwierigen Zeiten! Er wird auch unser Leben erhellen—nehmen wir dieses Licht auf und lassen es ein bei uns, bei unseren Familien und FreundInnen. Vergessen wir nicht auf diejenigen, die heuer nicht gemeinsam in der Kirche feiern können! Feiern wir das „Fest der Liebe“ mit Abstand aber dafür mit mehr Herz und Mitmenschlichkeit!

 

27. 12. 2020: 1. Sonntag nach Weihnachten B

Heute begegnen uns im Evangelium zwei Prophetengestalten: Simeon und Hanna. Maria und Josef kommen mit Jesus in den Tempel, wo sie ein Opfer darbringen und dem „Volk Gottes des Alten Bundes“, vertreten durch Simeon und Hanna, begegnen. Sowohl Simeon als auch Hanna erkennen in dem kleinen Kind ihre Hoffnung auf den Messias erfüllt, nun nachdem sie ein Leben lang darauf gewartet hatten. Dieses Kind ist der Messias!

Jänner 2021

01.01.2021, Neujahr - Hochfest der Gottesmutter Maria

Eine Woche ist es her, dass wir die Botschaft von Jesu Geburt gehört haben: „Heute ist euch der Retter geboren!“ Was an dem Tag vor über 2000 Jahren den Hirten verkündet wurde, wird auch zu uns gesagt. Gott will auch bei uns „heute“ ankommen, will hier unter uns leben. Dieses Weihnachtsereignis ist nicht vorbei, nicht am 1. Jänner, nicht an jedem Tag des neuen Jahres. Im Evangelium hören wir heute noch einmal von der Geburt des Kindes im Stall von Betlehem und davon, dass ihm der Name „Jesus“ gegeben wurde, wie der Engel gesagt hatte. Maria wird extra erwähnt: Sie hat diese Worte und Ereignisse ganz fest im Herz behalten. Wir hören die Botschaft von Weihnachten – aber trifft sie auch unser Herz? Bleibt sie lebendig in uns? Verkünden wir sie weiter? Daran wollen wir auch im neuen Jahr denken.

 

03.01.2021, 2. Sonntag nach Weihnachten

Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns. Im heutigen Evangelium werden wir von Johannes nochmal erinnert: Das Licht kam in die Welt, das Wort „ist Fleisch geworden“. Warum hat sich Gott so klein gemacht? Die Antwort könnte diese sein: wegen mir, aus Liebe zu mir und dir und allen Menschen. Wir glauben daran und sind deshalb „Kinder Gottes“ – uns hat er beschenkt, uns ist er nahe, uns öffnet er den „Himmel“. Es ist gut, sich daran zu erinnern, auch wenn die Feiertage vorbei sind.

 

06.01.2021, Erscheinung des Herrn (Dreikönigstag)

Der heutige Festtag wird auch Epiphanie genannt, das heißt „Erscheinen“.

Epiphanie – Gott erscheint, gibt sich uns zu erkennen – er kommt zu uns im kleinen Kind von Betlehem, aber zeigt sich als Retter, als der, der liebt und verzeiht. Dies gibt allen Menschen Hoffnung, auch denen, die von weit her kommen und auf der Suche sind, wie die Sterndeuter. Aus dem Osten waren sie dem hellen Stern gefolgt und kamen zur Krippe. Auch in uns geschieht Epiphanie – wenn wir einander lieben, wie es Gott tut, wenn wir einander in Liebe begegnen, einander helfen, anlächeln, beschenken, füreinander da sind. So werden wir „neu geboren“.

 

10.01.2021, Taufe des Herrn

Der heutige Sonntag ist Abschluss der Weihnachtszeit. Einige Jahre sind vergangen. Jesus ist herangewachsen, wir begegnen ihm heute am Jordan bei Johannes dem Täufer. Jesus will sich wie so viele andere von ihm taufen lassen. Die Taufe Jesu ist ebenfalls ein Epiphaniegeschehen – Gott offenbart sich, er sendet seinen Heiligen Geist und benennt Jesus als seinen geliebten Sohn. Jesus geht von nun an seinen Weg als Messias in der Öffentlichkeit.

 

17.01.2021, 2. Sonntag im Jahreskreis

Wir sind im Jahreskreis angekommen. Die „Taufe Jesu“ ist das Bindeglied zwischen Weihnachtsfestkreis und Jahreskreis. Jesus ist erwachsen geworden und beginnt sein Leben als Wanderprediger, mit der Zusage, Gottes geliebter Sohn zu sein. Das heutige Evangelium führt uns wieder an den Jordan zu Johannes dem Täufer. Johannes lenkt den Blick auf den vorbeikommenden Jesus und nennt ihn das „Lamm Gottes“. Zwei Männer, Jünger Johannes, stehen dabei und hören es. Sie folgen Jesus, der sie zu sich „nach Hause“ einlädt. In dieser Begegnung erkennen sie ihn als Messias – „Wir haben ihn gefunden!“. Wir hören, dass einer von ihnen (Andreas) gleich sein Erlebnis weiter erzählt und andere Menschen zu Jesus führt (wie seinen Bruder Simon, der von Jesus hier gleich „Petrus/Fels“ genannt wird). Er hat damit eine Bewegung begonnen, deren Teil wir heute noch sind. Diese Berufungsgeschichte hat eine sehr persönliche Note: es geht ums Private, ums Kennenlernen, ums Mitgehen, ums Zusammensein in einer vertrauten Atmosphäre.

 

24.01.2021, 3. Sonntag im Jahreskreis

Der 3. Sonntag im Jahreskreis wurde von Papst Franziskus weltweit als „Sonntag des Wortes Gottes“ (Bibelsonntag) ausgerufen, um die Verkündigung des Wortes Gottes zu stärken. Hören wir heute achtsam die „Frohe Botschaft“! Im Evangelium wird uns eine weitere Berufungsgeschichte erzählt, nach Markus (letzte Woche war es ja die Berufungsgeschichte nach Johannes). Des Täufers Zeit ist vorbei, er wurde verhaftet. Etwas Neues, Bedeutsames beginnt – „die Zeit ist erfüllt“, es ist soweit: Jesus tritt auf und übernimmt wortwörtlich den Ruf des Johannes: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium, denn das Reich Gottes ist nahe!“. Wieder werden Andreas und Simon namentlich genannt. Jesus trifft auf sie beim Fischen am See von Galiläa. Er ruft sie, sie folgen ihm. Anstatt Fische zu fangen, werden sie fortan „Menschen fangen“, sagt Jesus. Noch zwei weitere Fischer ruft er: Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus. Auch sie lassen ihre Arbeit, Kollegen und Familie zurück und folgen ihm ohne weiteres Zögern.

 

31.01.2021, 4. Sonntag im Jahreskreis

Jesus beginnt öffentlich aufzutreten, verkündet und lehrt mit „göttlicher Vollmacht“. Es bleibt nicht bei Worten, im Evangelium hören wir, dass er einen Menschen gesund macht. Dieser Mann war besessen von einem „unreinen Geist“. Die Schilderung der Heilung klingt dramatisch. Der Evangelist Markus zeigt uns damit gleich am Anfang, worum es geht: um eine neue, mächtige Lehre, die aber ganz konkret wird: mit Jesu Wirken kommt Heil zu den Menschen. Damit beginnt das Reich Gottes—unaufhaltsam verbreitet es sich im ganzen Land.

Februar 2021

7.Februar: 5. Sonntag im Jahreskreis B

Jesu Lehre und sein Wirken hat sich herumgesprochen. Heute hören wir im Evangelium, dass sich alle Leute aus der Stadt versammeln und Kranke zu Jesus bringen. Zuvor ist Jesus im Haus von Simon Petrus und Andreas. Simons Schwiegermutter ist krank, Jesus macht sie gesund. Diese Heilung wird nicht als großes Wunder beschrieben, es ist schon fast alltäglich: ein Mensch ist am Ende seiner Kraft und wird aufgerichtet durch die heilende Hand (Gottes). Die Schwiegermutter fühlt sich so fit, dass sie sogleich ihren all-täglichen Aufgaben nachgehen kann und sich um den Gast kümmert. Jesus wiederum erhält danach seine Kraft im einsamen Gebet. Für uns ist die Botschaft: Auch wir können die Hand ausstrecken, wenn wir uns schwach fühlen. Gott wird sie ergreifen und uns neue Kraft schenken für unsere Aufgaben.

 

14. Februar: 6. Sonntag im Jahreskreis B

Jesus zog durch das ganze Land, verkündete und heilte. Wir hören heute wieder von einer Heilung. Ein „Aussätziger“ kommt zu Jesu und bittet ihn um Hilfe. Jesus heilt ihn und weist ihn an, es nicht herumzuerzählen. Aber der Mann ist so voller Freude, dass er sich nicht daran hält, sondern bei jeder Gelegenheit Zeugnis von dem gibt, was ihm geschehen ist. Der Evangelist berichtet uns von den Konsequenzen: Die Menschen wollen zu Hauf zu Jesus, der sich vor diesem Ansturm teilweise nur mehr verstecken kann. Da heute Faschingssonntag ist, passen einige Vorschläge auch dazu.

 

17. Februar 2021: Aschermittwoch B

Wenn mit dem heutigen Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, sind wir aufgefordert, unser Innerstes auf Ostern vorzubereiten. Das Nachdenken über das eigene Tun und Handeln im Alltag steht im Vordergrund. Was davon möchte ich ändern – was möchte ich beibehalten oder sogar mehr fördern? Das Bestreuen mit Asche führt uns auch die eigene Vergänglichkeit wieder vor Augen. Daher zählt jeder Tag, an dem wir Gutes tun und uns in die Nachfolge Jesu stellen. Besiegelt mit seinem Zeichen (Kreuz) machen wir uns auf diesen Weg durch die Fastenzeit.

 

21. Februar 2021: 1. Sonntag der Fastenzeit B

Was macht unser Leben wichtig und wertvoll? In der österlichen Bußzeit sind wir eingeladen, genau hin-zuschauen auf das „zu Viel“ und „zu Wenig“ im Leben. Fasten soll nicht nur Verzicht sein, es kann ein Gewinn sein—ein Mehr an Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe. Einer geht alle Wege mit, Jesus. Er weiß um unser Suchen, Hoffen und Ringen, denn er hat alle menschlichen Freuden und Leiden selbst erlebt. In der Wüste wurde er vom Teufel versucht. Versuchung ist das, was die Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und auch zu uns selbst zerstört. Jesu Gottesbeziehung war so stark, dass er widerstehen konnte. Wir können sicher nicht immer widerstehen, aber der Blick auf Jesus soll uns Mut machen und uns die Kraft Gottes zeigen.

 

28. Februar 2021: 2. Sonntag der Fastenzeit B

Das Evangelium führt uns heute auf den Berg und schildert uns die „Verklärung Jesu“. Die Szene entführt die drei Begleiter Jesu und uns in eine himmlische Welt. Der Berg war schon zu Zeiten des AT der Ort der Gottesbegegnung. Es wird offenbar, wer Jesus wirklich ist—wie ein Vorausblick auf Ostern. Der Himmel ist mit Jesus auf die Welt gekommen. Petrus ist überwältigt und will den Augenblick festhalten (Hütten bauen), aber der Weg zum Heil führt wieder nach unten, in den Alltag, durch das Leid—das ist auch für uns immer wieder eine Herausforderung. Gottes Stimme trägt den Jüngern und uns auf: Ihr sollt auf ihn hören—und nach seinem Auftrag handeln!

März 2021

7. März 2021: 3. Sonntag der Fastenzeit B

Heute begegnet uns ein sehr emotionaler Jesus. Wir hören von der „Tempelreinigung“—Jesus räumt auf. Er wird wütend, weil die Menschen das „Haus seines Vaters“ zu einer Markthalle machen, Geldwechsler und Händler bereichern sich dort auf Kosten der Armen. Der Tempel ist mit vielem angefüllt, was dort nicht hingehört, was den Platz verstellt für das Wesentliche: für Gott. In der Fastenzeit ein interessanter Gedanke.

Jesus bezeichnet sich selbst als den neuen Tempel: nicht Steine machen Gott gegenwärtig, sondern die Nähe zu ihm. Wer Jesus in sein Leben aufnimmt und ihm nachfolgt, kann selbst zu einem Tempel Gottes werden – so wie auch Paulus schreibt: ihr seid der Tempel Gottes.

 

14. März 2021: 4. Sonntag der Fastenzeit B

Der vierte Fastensonntag wird „laetare“ genannt. Das bedeutet: Freu dich! Das Osterfest ist nahe. Wir freuen uns, denn Jesus ist unser Licht. Er bringt Licht in unsere Finsternis. Er ist zur Rettung der Welt gesandt, nicht zum Richten – Gott liebt die Welt, er hat deshalb seinen Sohn hingegeben, damit jede/r, die/der glaubt, gerettet wird und das ewige Leben hat. Mit uns kann die Welt gut werden, und das Reich Gottes anbrechen—die Freiheit und die Verantwortung, Gottes Liebe in unserem Handeln zu zeigen, haben wir trotzdem.

 

21. März 2021: 5. Sonntag der Fastenzeit B

Jesus erzählt vom Weizenkorn: Es ist ein Gleichnis für seinen nahenden Tod und Auferstehung. Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang eines neuen Lebens. Das kleine Weizenkorn in der Erde keimt, und es wächst eine neue Pflanze daraus, die wiederum viele Weizenkörner bringt. Jesus stirbt am Kreuz, aber er besiegt den Tod. Er ist auferstanden. Deshalb können auch wir glauben, dass wir nach unserem Leben ein neues Leben bei Gott haben werden. Die Weizenkörner sagen uns: Im Tod ist das Leben.

 

28. März 2021: Palmsonntag B

Jesus zieht in Jerusalem ein, Scharen von Menschen erwarten ihn, den verheißenen Messias. Empfangen und bejubelt wie ein König. Jedoch ist er kein mächtiger Herrscher, denn er kommt bescheiden—er reitet auf einer Eselin—und als Friedenskönig. Die Menschen legen Kleider und grüne Zweige auf die Straße und rufen ihm „Hosanna!“ zu—sie knüpfen an ihn die Hoffnung, dass er Israel von der römischen Besatzung befreien werde. Bald wird der Jubel jedoch verstummen, die Stimmung kippt, einige Tage später wird gerufen „Kreuzige ihn!“. Diese Spannung wird schon heute am Beginn der „Heiligen Woche“ in der Liturgie deutlich—nach der Erzählung vom Einzug in Jerusalem wird die Passionsgeschichte gelesen.

April 2021

1. April 2021: Gründonnerstag B

Am Gründonnerstag beginnen die „drei heiligen Tage“. Die Gottesdienste dieser Tage hängen zusammen, sind wie ein einziger zu sehen. Es sind die wohl wichtigsten Feiern im Kirchenjahr.

Im Johannesevangelium steht die Fußwaschung beim „letzten Abendmahl“ im Vordergrund—Jesus Hingabe und Liebe zeigt sich in der Geste des Füßewaschens, des Dienens an seinen Jüngern—und damit auch an uns. Seine Liebe geht bis zum Äußersten—bis zum Tod am Kreuz und darüber hinaus. Als zweites feiern wir am Gründonnerstag die Einsetzung der Eucharistie—wir feiern, dass Jesus sich selbst in Brot und Wein schenkt und in diesen heiligen Zeichen bis heute unter uns ist.

 

2. April 2021: Karfreitag B

Jesus Todestag ist geprägt von Trauer, vom Schweigen und vom Aushalten des Kreuzes, des Leides. Leid und Tod sind nicht leicht zu verstehen, gehören jedoch zum Leben dazu. Daran müssen wir auch vorbei, wenn wir Ostern feiern wollen. Unser eigenes Leid ist manchmal besser zu ertragen, wenn wir wissen, dass wir nicht alleine sind—wir fühlen uns verbunden mit Jesus, der am Kreuz für uns gestorben ist.

Der Schwerpunkt beim „Kreuzweg“ ist nicht, dass es eine historische Erzählung ist, sondern dass es eine Verbindung mit unserem Leben gibt. Für Kinder soll der Blick schon auf die Auferstehung hin gelenkt werden—die letzte Station soll nicht der Tod Jesus sein, sondern die Tatsache, dass sein Leben und Wirken weitergehen.

 

4. April 2021: Ostersonntag B

Jesus lebt! Diese Botschaft ist unfassbar—für die Jüngerinnen und Jünger damals, wie für uns heute. Es ist nicht alles aus—Jesus ist auferstanden vom Tod und mitten unter uns! Das können wir schwer beschreiben, aber wir spüren es. Die neue Osterkerze, die am Osterfeuer entzündet wird, ist Zeichen für den Auferstandenen, der Licht bringt. Wir feiern die frohe Botschaft von der Auferstehung besonders zu Ostern, aber auch jeden Sonntag das ganze Jahr über!

 

5. April 2021: Ostermontag B

Zwei Jünger machen sich auf nach Emmaus. Ihre Hoffnungen sind zerstört, sie sind traurig, weil Jesus gestorben ist. Sie sprechen über alles, was sie belastet. Da geht plötzlich einer ein Stück des Weges mit. Beim gemeinsamen Mahl erkennen sie: Es ist der auferstandene Jesus. Froh kehren sie nach Jerusalem zurück.

Auch wir erfahren in unserem Leben den auferstandenen Jesus, daran glauben wir, obwohl wir ihn nie gesehen haben. Wir begegnen ihm in seinem Wort, in der Eucharistie, in der versammelten Gemeinde beim Gottesdienst. Ostern geht weiter, über den Ostermontag hinaus, in unser Leben hinein.

 

11. April 2021: 2. Sonntag der Osterzeit B

Der „ungläubige“ Apostel Thomas ist wohl einer der bekanntesten Figuren rund um Ostern. Er begreift die Auferstehung im wahrsten Sinne des Wortes erst, als er den Auferstandenen angreifen darf. Acht Tage nach Ostern waren die Jünger erneut versammelt. Thomas, der den Auferstandenen zuvor nicht gesehen hatte, soll überzeugt werden, von Jesus selbst.

Wir sind ebenfalls die, die ihn nicht gesehen haben. Fragen und Zweifel zu haben, gehört zum Glauben. Jesus nimmt auch uns ernst, gibt uns Zeit, hilft uns, damit auch wir zum Glauben an den auferstandenen Sohn Gottes kommen, so als hätten wir ihn persönlich getroffen.

Der Friedensgruß des Auferstandenen „Der Friede sei mit euch!“ steht heute ebenfalls im Mittelpunkt.

 

18. April 2021: 3. Sonntag der Osterzeit B

Wir hören, dass der Auferstandene noch einmal seinen Jüngern erscheint – vielleicht um noch den allerletzten Zweifel auszuschlagen. Danach nennt er sie „Zeugen“ – der Auftrag heißt klar und deutlich: Erzählt allen von den Ereignissen, die ihr selber erlebt habt. Damit alle zum Glauben kommen, auch wenn sie selbst nicht dabei waren.

 

25. April 2021: 4. Sonntag der Osterzeit B

Heute hören wir das allseits bekannte Gleichnis vom guten Hirten. Es ist ein Bild aus der Lebenswelt der (damaligen) Hörer*innen. Der Hirte ist für seine Herde verantwortlich – er sorgt sich um sie, beschützt sie, selbst wenn es gefährlich wird. Jesus beschreibt den guten Hirten im Gegensatz zu einem schlechten Hirten, der vor Gefahr flüchten würde.

Mai 2021

2. Mai 2021: 5. Sonntag der Osterzeit B:

Die Worte Jesu sind uns wohl bekannt: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Die Weintrauben hängen an den Reben (Zweigen) des Weinstocks, sind mit ihm verbunden – so können sie wachsen und reifen. Das Bild zeigt, dass auch wir als Reben eins sein sollen mit Jesus, dem Weinstock – damit wir in unserem Leben gute Früchte bringen können. Gott ist der Winzer in diesem Weingarten, schaut auf seine Weinstöcke und pflegt sie, damit die Früchte gut wachsen können.

 

9. Mai 2021: 6. Sonntag der Osterzeit B:

Das Evangelium aus den sogenannten Abschiedsreden hört sich wie ein Vermächtnis an, das Jesus seinen Jünger*innen (und auch uns) gibt: Bleibt in meiner Liebe! Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe! Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde gibt. Ihr seid meine Freund*innen! -

Die Gruppe der Freund*innen kann man daran erkennen, dass sie geliebt und angenommen sind von Gott und einander lieben (das ist der Auftrag). - Macht euch auf und bringt Frucht! (Wir erinnern uns an letzten Sonntag und an das Bild vom Weinstock.)

 

13. Mai 2021: Christi Himmelfahrt B:

Zum Fest Christi Himmelfahrt hören wir von der Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jünger*innen und von seinem Auftrag an sie, den wir schon gut kennen: Geht hinaus und verkündet das Evangelium allen!

Er wurde danach vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen, gibt aber ein Versprechen: Er geht nicht einfach von der Erde weg, sondern bleibt anwesend, steht ihnen bei, bis zum Ende der Welt.

Durch seine Himmelfahrt bringt er den Himmel auf die Erde. Er will die Gottesherrschaft auf Erden verwirklichen. Dazu braucht er auch uns. Er sendet uns ebenfalls hinaus in diese Welt, um den Menschen von ihm zu erzählen, und so sein Tun weiterzuführen.

 

16. Mai 2021: 7. Sonntag der Osterzeit B:

Im Evangelium hören wir wie auch schon an den beiden letzten Sonntagen einen Abschnitt aus den Abschiedsreden im Johannesevangelium. Es ist ein Gebet, das Jesus an seinen Vater richtet. Die Jünger*innen und auch wir hören das Gebet.

Jesus betet für die Menschen, für uns. Er wird zum Vater zurückkehren, er kann nicht mehr bei seinen Freund*innen sein. Bewahre sie – heilige sie, so betet er. Wir sollen eins bleiben mit ihm und dem Vater. Wir sollen die Sendung in der Welt fortsetzen und für das Gute eintreten.

 

23. Mai 2021: Pfingstsonntag B:

Pfingsten ist nicht nur das Fest des Heiligen Geistes, es ist der Abschluss des Osterfestes, das wir 50 Tage lang feiern und auch der „Geburtstag“ der christlichen Kirche.

Der klassische Bericht über das Pfingstereignis findet sich in der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte. Jesus hat es angekündigt – im Evangelium hören wir seine Rede: Ihr werdet den Heiligen Geist empfangen, eine Kraft, die euch Zeug*innen und Verkünder*innen sein lässt, die Botschaft von den Taten Gottes soll bis an die Grenzen der Welt dringen. Das ist die Aufgabe der Kirche bis heute. Jede*r trägt dazu bei, mit ihren*seinen vielfältigen Gaben und Fähigkeiten. Das macht auch die christliche Gemeinde aus – ein Leben miteinander in Vielfalt und Frieden.

Der Heilige Geist ist Gott selbst, sein Wirken in unserem Leben und gleichzeitig das Dasein des auferstandenen Jesus Christus in unserer Welt. Unter den vielen Bildern für den Heiligen Geist finden sich neben der Taube, dem Feuer und dem lebendigen Wasser auch das Bild des Sturms oder des sanften Hauchs. Manchmal wirkt er gewaltig, manchmal im Leisen, Kleinen. Alles kann der Geist sein – um ihn zu bitten, heißt, die Fülle aller Gaben Gottes zu erbitten, die wir und unsere Zeit brauchen.

 

30. Mai 2021: Dreifaltigkeitssonntag B:

Die Dreifaltigkeit ist für uns unvorstellbar und schwer zu verstehen. Gott ist Gemeinschaft, Liebe, er ist Einheit und Vielfalt. Er ist Gott Vater, JWHW, Schöpfer allen Lebens - genauso wie Jesus Christus, Gottes Sohn, der zu uns in die Welt gekommen und einer von uns geworden ist. Für allezeit hat er seinen Heiligen Geist gesandt, der uns Beistand ist, und durch den wir in die Gemeinschaft mit Gott hineingenommen werden. Das letzte Stück des Matthäusevangeliums wird heute gelesen - der Auferstandene spricht zu seinen Jünger*innen und gibt ihnen seinen Auftrag zum Verkünden und Taufen. Er macht Mut. Ganz am Ende steht: „Ich bin bei euch!“, damit schließt sich der Kreis zum Namen JHWH – „Ich bin da.“

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