Thursday 28. May 2020
Evangelium von heute Joh 17,20-26 In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und...
Kinderliturgie-Newsletter

Kinderliturgie-Newsletter

Für Kinder in der Gemeinde Liturgie zu gestalten, das ist vielen Menschen in der Erzdiözese Wien ein Anliegen. Zur Unterstützung gibt es ab sofort den Kinderliturgie-Newsletter, der einmal im Monat für den darauf folgenden Monat

  • die Schriftlesungen in kindgerechter Sprache
  • Fürbitten
  • und gegebenenfalls weitere Gestaltungselemente

präsentieren wird. Ziel ist es, dass in jedem Gemeindegottesdienst, in dem Kinder mitfeiern, auch kindgerechte Elemente enthalten sind. Diese Unterlagen können einfach ausgedruckt werden.

Wenn Sie den Newsletter erhalten möchten, können Sie sich unter folgendem Link anmelden: zur Anmeldung hier klicken

 

Wir freuen uns auch auf Ihre Rückmeldungen! Der Kinderliturgie-Newsletter soll für Sie möglichst hilfreich sein. Darum bemühen wir uns als Junge-Kirche-Team!

 

Wer den Newsletter nicht per E-Mail erhält, kann ihn hier nachlesen: 

Kinderliturgie-Newsletter 2019

September 2019

1. September: 22. Sonntag im Jahreskreis

Jeder Mensch ist bei Gott wichtig. Darum geht es an diesem Sonntag im Evangelium. Das Evangelium in kindgerechter Sprache und die Fürbitten bringen diese Botschaft in Worten zum Ausdruck. Beim Hochgebet rund um den Altar zu stehen, mitzusingen und nahe dran zu sein, bringt diese Botschaft in der Erfahrung zum Ausdruck. Ein Liedruf und eine Fürbitte für den Schulstart sprechen die Kinder in besonderer Weise an. 

 

8. September: 23. Sonntag im Jahreskreis

„Bist du dir in deinem Herzen sicher?“, fragt Jesus seine Jünger. Diese Frage wird im Evangelium bearbeitet. Ein Ausmalbild für die Kinder während der Predigt und kindgerechte Fürbitten ergänzen das Angebot für diesen Sonntag.

 

15. September: 24. Sonntag im Jahreskreis

„Wie ist Gott?“ Diese Frage zieht sich durch diesen Gottesdienst. Das Evangelium bietet dafür drei Antworten an. Vielleicht kann eine gekürzte Version verwendet werden: Die Absätze deuten mögliche Sprünge und Auslassungen an. In Kyrierufen, einer Idee für ein Predigtgespräch und in Fürbitten werden diese Fragen vertieft.

 

22. September: 25. Sonntag im Jahreskreis

Gerechtigkeit ist für Kinder meist sehr wichtig. Wie Jesus dem Thema begegnet und wie diese lange Perikope auf kindgerechte Weise erzählt werden kann.

 

29. September: 26. Sonntag im Jahreskreis

Was Gott gefällt, finden die Gemeindemitglieder in diesem Gottesdienst heraus. Eine Idee für ein Predigtgespräch und Fürbitten können dabei helfen diese Evangelium von Lazarus und Abraham zu verstehen.

Oktober 2019

6. Oktober: 27. Sonntag im Jahreskreis

Wie wachsen geht, davon handelt das Evangelium. Eine Körperübung, ein Lied, Fürbitten und eine Meditation nach der Kommunion erweitern die Bedeutung dieser Bibelstelle.

 

13. Oktober: 28. Sonntag im Jahreskreis

Danke und Bitte sind Zauberwörtchen. Um Dankbarkeit geht es im Sonntagsevangelium. Ein Ausmalbild, eine Idee für die Gabenbereitung, Fürbitten und ein Danklied sind die Elemente zur Auswahl für diesen Gemeindegottesdienst.

 

20. Oktober: 29. Sonntag im Jahreskreis

Jesus bittet seine Freunde im Gebet zu bleiben. Hartnäckig und ausdauern zu beten, tut den
Menschen gut. Das beschreibt das Evangelium. Ein Bußakt, das Gestalten von
Psalmenkarten und Fürbitten sind für diesen Sonntag vorgesehen.

 

27. Oktober: 30. Sonntag im Jahreskreis

Um Gebet und Bescheidenheit geht es in diesem Evangelium. Kyrierufe, Fürbitten und ein Dankgebet nach der Kommunion bieten Anlässe zur Auseinandersetzung mit den Kindern.

November 2019

3. November: 31. Sonntag im Jahreskreis C

Jesus hat Jünger und Jüngerinnen um sich versammelt. Diese waren seine Begleiter und Freunde. Jesus war aber auch immer aufmerksam gegenüber anderen Menschen, die am Rande der Gesell-schaft stehen und trotzdem seine Freunde werden wollten. Einer von diesen war Zachäus. Die Ge-schichte von Jesus und Zachäus zeigt uns, wie wichtig es ist, dass wir aufeinander zugehen und uns die Hand reichen. Gegenseitiges Vertrauen kann Wunder wirken. Zachäus kann seine Fehler zuge-ben und wiedergutmachen.

 

10. November: 32. Sonntag im Jahreskreis C

Gerade im November bewegt uns die Frage „Tod und was dann?“. Wir sind betroffen, wenn wir Todesanzeigen le-sen oder jemand aus unserem Familien- oder Freundeskreis stirbt.
Wir begegnen heute im Evangelium der Frage „Wie sieht der Himmel aus?“. Es gibt keine direkte Antwort, nur so viel: Wer auf Gott vertraut, der kann auch darauf vertrauen, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Gott ist ein Gott der Lebenden und keiner wird mehr sterben, weil wir den Engeln gleich sind.

 

17. November: 33. Sonntag im Jahreskreis C

Niemand weiß, wann das Ende dieser Welt kommen wird. Das Evangelium ruft uns auf, nicht panisch zu werden, auch wenn wir sehr bedrängende Situationen erleben – Kriege, Zerstörung, Verfolgung. Weil Gott bei uns ist, wird uns kein Haar gekrümmt, wir werden das Leben gewinnen.

 

24. November: Christkönigssonntag/ letzter Sonntag im Jahreskreis C

Am Christkönigssonntag feiern wir, dass Jesus ein ganz besonderer König ist. Wir denken darüber nach, wie Jesus das Königsein versteht.

Dezember 2019

1. Dezember: 1. Adventsonntag
Haltet euch bereit, wenn der Herr kommt! Der Advent lädt ein, die Augen offen zu halten und nach Gottes Spuren im Leben zu suchen. Spuren Gottes können wir finden, wenn wir das leben, was Jesus uns vorgelebt hat: aufmerksam sein, einander helfen, einander trösten, füreinander da sein.

 

8. Dezember: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottes-mutter Maria/ 2. Adventsonntag

Wir feiern am Hochfest „Mariä Empfängnis“ den Beginn des Lebens Marias selbst. Wir erfahren in diesem Gottesdienst, dass Maria eine besonders wichtige Person war, eine besondere Aufgabe hatte, nämlich die Mutter des Gottessohnes zu sein, um so am Heilsplan Gottes mitzuwirken.

 

15. Dezember: 3. Adventsonntag (Gaudete)

Der 3. Adventsonntag wird auch als Gaudete-Sonntag bezeichnet und bringt im Besonderen die Vor-freude auf Weihnachten zum Ausdruck.
Im Evangelium wird Jesus gefragt, ob er wirklich der ist, der kommen soll. Er verweist im Folgenden auf das, was dort geschieht, wo er ist: Die Blinden sehen wieder, die Lahmen gehen, die Tauben hören, die Toten stehen auf. Jesus lebt auch heute mitten unter uns: Wodurch wird das deutlich? Was würden wir heute antworten?

 

22. Dezember: 4. Adventsonntag

Josef war mit Maria verlobt. Eines Tages bemerkte Josef, dass sie schwanger war. Aber er war doch nicht der Vater! Er wollte sich von ihr trennen.
Eines Nachts träumt Josef, dass "dies alles geschehen ist, damit sich erfüllt, was der Herr durch den Propheten gesagt hat". Zentrale Aussage dieser Prophezeiung ist, dass Gott mit uns ist. Josef ist der Helfer für dieses Tun Gottes. Daraufhin bleibt Josef bei seiner Verlobten und wird für Jesus ein guter Vater.

 

24. Dezember: am Heiligen Abend

Der Abend, dem alle Kinder entgegenfiebern, ist da. Jesus ist geboren! Wir feiern den Geburtstag des Christuskindes und danken Gott, dass er sich uns in diesem Kind geschenkt hat.

 

29. Dezember: Fest der Heiligen Familie

Maria und Josef müssen kurz nach der Geburt ihres Sohnes nach Ägypten fliehen.
"Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen" - Jesus geht den Weg seines Volkes nach. So wie die Israeliten unter Mose aus Ägypten gerettet wurden, so werden alle Menschen durch Jesus Christus gerettet werden.
Im Mittelpunkt steht heute die „Heilige Familie“. Wir denken auch an das Zusammenleben in unseren Familien.

Kinderliturgie-Newsletter 2020

Jänner 2020

1. Jänner: Neujahr/ Hochfest der Gottesmutter Maria

Der erste Tag im neuen Jahr ist ein Anfang – nicht nur im Kalender. Im Namen Gottes und unter seinem Schutz gehen wir unseren Weg durch das kommende Jahr. Wir preisen an diesem Feiertag die Gottes-mutter Maria, die auserwählt wurde, um den König zu gebären. Marias Fürbitte begleitet uns auch in die-sem Jahr. Wir denken heute auch an die Namensgebung Jesu. Der Name Jesus bedeutet: Gott rettet, und besagt, warum er in unsere Welt gekommen ist — als Rettung für alle Menschen. Wir hören diese Bot-schaft, wie einst die Hirten, die zur Krippe kamen.

 

5. Jänner: 2. Sonntag nach Weihnachten

Der Anfang kommt aus der Stille, in die Gott sein Wort spricht – das Wort wird Mensch, Jesus, und lebt bei den Menschen. Es erleuchtet die Finsternis und die Menschen, die es aufnehmen. Sie werden von nun an auch zu Kindern Gottes.

 

6. Jänner: Erscheinung des Herrn

Epiphanie – im kleinen Kind von Betlehem erscheint die göttliche Herrlichkeit. Es gibt allen Menschen Hoffnung, auch denen, die von weit her kommen und auf der Suche sind, wie die Sterndeuter. Wer zu ihm kommt, wird beschenkt wieder gehen. Auch in uns geschieht Epiphanie – wenn wir einander lieben, wie es Gott tut, wenn wir einander in Liebe begegnen, einander helfen, anlächeln, beschenken, füreinander da sind.

 

12. Jänner: Taufe des Herrn

Der heutige Sonntag ist Abschluss der Weihnachtszeit. Einige Jahre sind vergangen. Jesus ist herange-wachsen, wir begegnen ihm heute am Jordan bei Johannes dem Täufer. Jesus will sich wie so viele andere von ihm taufen lassen. Die Taufe Jesu ist ebenfalls ein Epiphaniegeschehen – Gott offenbart sich, er sen-det seinen Heiligen Geist und benennt Jesus als seinen geliebten Sohn. Jesus geht von nun an seinen Weg als Messias in der Öffentlichkeit.

 

19. Jänner: 2. Sonntag im Jahreskreis

Wer ist dieser Jesus? Johannes der Täufer nennt ihn das „Lamm Gottes“, das alle Sünden auf sich nimmt. Er wurde von Gott erwählt, um seine Botschaft in die Welt zu bringen, und mehr noch, die Welt zu retten. Wir hören davon und wollen mit unserem Leben darauf antworten – und mit ihm die Welt retten.

 

26. Jänner: 3. Sonntag im Jahreskreis

Jesus beginnt seine öffentliche Tätigkeit in Galiläa, er verkündet das Reich Gottes, ruft zur Umkehr auf und heilt Kranke. Das Reich Gottes beginnt da, wo Menschen sich darauf einlassen und zum „neuen“ Menschen werden. Das Evangelium weist darauf hin, dass sich nun erfüllt, was der Prophet Jesaia einst geschrieben hat – das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht. Jesus ist dieses Licht. In der Lang-fassung des Evangeliums hören wir noch von der Berufung der ersten vier Jünger am See Genesaret, Si-mon und Andreas, Jakobus und Johannes – sie sind Fischer und folgen Jesus sofort – sie verstehen seinen Ruf in ihrem Herzen, ohne zu wissen, worauf sie sich genau einlassen. Jesus macht sie zu „Menschenfischern“, sie sollen andere für Jesu Botschaft begeistern.

Februar 2020

2. Februar: Darstellung des Herrn („Mariä Lichtmess“)

Das Fest am 40. Tag nach der Geburt Jesu wird vom Evangelium her verstanden. Maria und Josef kommen mit Jesus in den Tempel, wo sie dem „Volk Gottes des Alten Bundes“, vertreten durch Simeon und Hanna, begegnen. Kerzenweihe und Lichterprozession sind in der Tradition dazugekommen, denn: Jesus ist Licht für die Menschen, er wird vielen von Gott erzählen und ihre Herzen erleuchten.

 

9. Februar: 5. Sonntag im Jahreskreis

Die Bibelstelle vom Salz der Erde und Licht der Welt kennen wir gut. Licht leuchtet, Salz macht Speisen schmackhaft. Auf unsere guten Taten kommt es an (nicht nur auf die großen Worte), dadurch wird Gott für andere Menschen tatsächlich erfahrbar. Wir entscheiden, wie die Welt morgen aussehen wird.

 

16. Februar: 6. Sonntag im Jahreskreis

Jesus erzählt von den Gesetzen und wie die Menschen sie verstehen und befolgen sollen – sie sollen noch besser sein, als es im Gesetzbuch steht: gut sein zu den Menschen, lieben und ehrlich sein. Auf die innere Haltung, auf das Herz, kommt es an.

 

23. Februar: 7. Sonntag im Jahreskreis

Gott denkt anders als die Menschen, wem Unrecht geschieht, der soll nicht auf Vergeltung aus sein, son-dern „lieben ohne Vorbehalt“. Nur so durchbricht man das Unrecht und die Spirale des Hasses. Wir Kinder Gottes sollen so handeln, unser Herz so weit wie Gott machen: nicht zurückschlagen, dem Dieb noch mehr schenken, die Feinde lieben.

 

26. Februar: Aschermittwoch

Heute beginnt die Fastenzeit. Früher begann an diesem Tag und mit dem Bestreuen mit Asche die Bußzeit für die „öffentlichen Sünder“. Erst wieder am Gründonnerstag durften sie Eucharistie mitfeiern. Das Ritual des Bezeichnens mit Asche hielt sich bis heute und bedeutet auch für uns den Beginn der österlichen Buß-zeit. Fasten heißt, weniger für sich selbst fordern, um frei zu werden und den Blick zu öffnen. Wir sollen verwirklichen, was wir in der Taufe geworden sind, ein neuer Mensch, in dem Jesus Christus sichtbar wird. Wir sollen das alles aber nicht tun, um es unseren Mitmenschen zu zeigen und vor ihnen gut dazu-stehen, sondern wir tun es für Gott - „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht!“

März 2020

1. März 2020: 1. Fastensonntag A

Jesus fastet 40 Tage lang in der Wüste. Dort wird er vom Teufel, dem Versucher, geprüft und getestet, er fordert Beweise für Jesu Gottessohnschaft. Jesus ist aber kein Zauberer, der alle Forderungen automa-tisch erfüllt. Das von ihm zu erwarten, hieße, Gott auf die Probe zu stellen. Jesus ist vielmehr einer, der auf den Vater hört — und darin sollen wir es ihm gleichtun.

 

8. März 2020: 2. Fastensonntag A

Am Berg, am Ort der Nähe zu Gott, wird Jesus verwandelt und leuchtet wie die Sonne – ein Zeichen göttli-cher Herrlichkeit. Gott wird sichtbar in ihm und für uns – durch uns Christinnen und Christen will er für alle Menschen sichtbar werden.
In der Lesung hören wir von Abraham, der aufbrechen soll in ein neues Land und ein Segen sein soll. Auch auf dieses Thema kann man mit Kindern gut eingehen, einige Textvorschläge passen dazu.

 

15. März 2020: 3. Fastensonntag A

Jesus hält müde und durstig Rast am Jakobsbrunnen und trifft dort auf eine Frau aus Samarien, die zum Wasser holen kommt. Juden sprachen damals nicht mit Samaritern. Jesus jedoch spricht sie an und bittet sie um Wasser – am Ende wird aber nicht nur sein Durst gestillt, sondern auch der der Frau. Jesus selbst ist der, der lebendiges Wasser gibt, der Messias. Die Frau hat Gottes Liebe erfahren und spürt eine Verän-derung in ihrem Leben. Sie geht daraufhin zurück in ihre Stadt, um den Menschen davon zu erzählen. Auch wir können sein wie die Samariterin – Jesus will auch uns ansprechen, mit dem lebendigen Wasser beschenken und dadurch unser Leben verändern.

 

22. März 2020: 4. Fastensonntag A

Jesus will den Menschen die Augen öffnen, er hat zeichenhaft einige Blinde geheilt. Er ist das „Licht der Welt“, wer das im Herzen erkennt und daran glaubt, wird wahrhaft sehend werden. Für die frommen Pha-risäer ist diese Heilung, die am Sabbat stattgefunden hat, ein Beweis, dass Jesus kein Prophet Gottes sein kann, denn es verstößt gegen das Gebot Gottes, die Sabbatruhe einzuhalten.

 

29. März 2020: 5. Fastensonntag A

Jesus erreicht die Nachricht, dass sein Freund Lazarus, der Bruder von Maria und Marta, im Sterben liegt. Als er bei seinen Freunden ankommt, ist Lazarus bereits tot. Jesus ruft ihn aus seinem Grab heraus, er lebt wieder. Die Auferweckung des Lazarus ist das letzte und größte Zeichen, das im Johannesevangelium be-richtet wird. Auferstehung und ewiges Leben gibt es für den, der glaubt. Marta spricht für viele Menschen dieses Glaubensbekenntnis der Kirche aus: „Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ Dieses Wunder ist jedoch für die führenden Juden der Anlass, den Tod Jesu zu beschließen.

April 2020

5. April 2020: Palmsonntag A

Jesus zieht in Jerusalem ein, bejubelt wie ein König. Jedoch ist er kein mächtiger Herrscher, denn er kommt bescheiden—er reitet auf einer Eselin—und als Friedenskönig, sein „Reich ist nicht von dieser Welt“. Die Menschen legen Kleider und grüne Zweige auf die Straße und rufen ihm „Hosanna!“ zu—sie knüpfen an ihn die Hoffnung, dass er Israel von der römischen Besatzung befreien werde. Bald wird der Jubel jedoch verstummen, einige Tage später wird gerufen „Kreuzige ihn!“. Einen Ausblick darauf bekom-men wir in der Passionsgeschichte, die an diesem Sonntag gelesen wird.

 

9. April 2020: Gründonnerstag A

Jesus kommt mit dem Bewusstsein, dass er bald sterben würde, noch einmal zu einem Mahl mit seinen Freunden zusammen. Im Johannesevangelium, das heute gelesen wird, steht die Fußwaschung im Vorder-grund—Jesus Hingabe und Liebe zeigt sich in der Geste des Füßewaschens, des Dienens an seinen Jün-gern—und damit auch an uns. Seine Liebe geht bis zum Äußersten—bis zum Tod am Kreuz und darüber hinaus. Als zweites feiern wir am Gründonnerstag die Einsetzung der Eucharistie—wir feiern, dass Jesus sich selbst in Brot und Wein schenkt. Nach der Eucharistiefeier wird der Altar abgeräumt und die nicht verzehrten Hostien in eine Seitenkapelle gebracht—es wird die Leere sichtbar, die bis zur Osternachtfeier, bis zur Auferstehung Jesu, andauert.

 

10. April 2020: Karfreitag A

Jesus Todestag ist geprägt von Trauer, vom Schweigen und vom Aushalten des Kreuzes, des Leides, des Sterben. Leid und Tod gehören zum Leben dazu, daran müssen wir vorbei, wenn wir Ostern feiern wollen. Der Schwerpunkt beim „Kreuzweg“ ist nicht, dass es eine historische Erzählung ist, sondern dass es eine Verbindung mit unserem Leben, mit dem Leben der Kinder, gibt. Für Kinder empfiehlt es sich am ehesten, eine eigene Karfreitagsliturgie oder einen Kinderkreuzweg anzubieten. Dabei soll der Blick schon auf die Auferstehung hin gelenkt werden—die letzte Station soll nicht der Tod Jesus sein, sondern die Tatsache, dass sein Leben und Wirken weitergehen.

 

12. April 2020: Ostersonntag A

Jesus lebt! Diese Botschaft ist unfassbar—für die Jüngerinnen und Jünger damals, wie für uns heute. Es ist nicht alles aus—Jesus ist auferstanden vom Tod und mitten unter uns! Das können wir schwer beschrei-ben, aber wir spüren es. Wir feiern das besonders zu Ostern, aber auch jeden Sonntag das ganze Jahr über!

 

13. April 2020: Ostermontag A

Zwei Jünger sind unterwegs nach Emmaus. Ihre Hoffnungen sind zerstört, sie sind traurig, weil Jesus ge-storben ist. Da geht einer ein Stück des Weges mit und beim gemeinsamen Mahl erkennen sie: Es ist der auferstandene Jesus. Froh kehren sie nach Jerusalem zurück.
Auch wir erfahren in unserem Leben den auferstandenen Jesus, daran glauben wir, obwohl wir ihn nie gesehen haben. Wir begegnen ihm in seinem Wort, in der Eucharistie, in der versammelten Gemeinde beim Gottesdienst. Ostern geht weiter, über den Ostermontag hinaus, in unser Leben hinein.

 

19. April 2020: 2. Sonntag der Osterzeit A (Weißer Sonntag)

Acht Tage nach Ostern waren die Jünger erneut versammelt. Der noch letzte zweifelnde Apostel Thomas, der den Auferstandenen zuvor nicht gesehen hatte, soll überzeugt werden, von Jesus selbst. Wir sind ebenfalls die, die ihn nicht gesehen haben, manchmal Fragen und Zweifel haben—und doch glauben wir. Jesus nimmt auch uns ernst, gibt uns Zeit, hilft uns, damit auch wir zum Glauben an den auferstandenen Sohn Gottes kommen.

 

26. April 2020: 3. Sonntag der Osterzeit A

Die Jünger sind zu ihrem „früheren“ Leben zurückgekehrt, als Fischer am See Tiberias (Genesaret). In die-ser Nacht fangen sie nichts, vielleicht sind sie mit ihren Gedanken woanders—bei Jesus, der nicht mehr da ist. Am Morgen erscheint er ihnen erneut; sie erkennen ihn, als sie nach seinem Vorschlag, es noch einmal zu versuchen, ganz viele Fische fangen. Jesus nimmt Anteil an ihren Mühen, ermutigt und gibt unge-wöhnliche Ratschläge, sorgt schließlich für eine Stärkung. So will er es auch für uns tun.

**Kinderliturgie in der Corona-Krise**

In Zeiten von Corona und Social Distancing wollen wir euch darin unterstützen, zuhause in der Familie und mit Kindern den Sonntag und andere Anlässe zu feiern. Unter stayconnected.jungekirche.wien sammeln wir laufend Tipps und Hinweise, wo man Gottesdienste zum Mitfeiern findet, sowie reichlich Material, um zuhause selber eine Feier zu gestalten.

 

Außerdem erscheinen Sonderausgaben unseres Kinderliturgie-Newsletters, hier zum Nachlesen:

 

>Kinderliturgie-Sondernewsletter #1

>Kinderliturgie-Sondernewsletter #2

>Kinderliturgie-Sondernewsletter #3

>Kinderliturgie-Sondernewsletter #4

Mai 2020

3. Mai 2020: 4. Sonntag der Osterzeit A

Jesus erzählt uns im Evangelium das Gleichnis vom Hirten, auf dessen Stimme die Schafe hören. Er sammelt uns wie ein Hirte seine Schafe und führt uns – zum Leben. Und weiters sagt er, dass er wie eine Tür ist – wenn wir durch diese Tür hindurchgehen, wird es uns gut gehen – wir werden das Leben in Fülle haben.

 

10. Mai 2020: 5. Sonntag der Osterzeit A

Wir hören im Evangelium die „Abschiedsrede“ Jesu, die jetzt nach Ostern ihre eigentliche Bedeutung er-fährt. Gott wurde Mensch, damit wir Menschen das göttliche Leben erlangen. Das ewige Leben ist nicht etwas nach dem Tod – es ist uns jetzt schon geschenkt: wer liebt, lebt; wer verzeiht, lebt; wer glaubt, lebt. Jesus ist der Weg, wer Jesus sieht, sieht den Vater. Der Sohn und der Vater sind eins. Jesus will seinen Jüngerinnen und Jüngern die Angst nehmen und ihren Glauben stärken.

 

17. Mai 2020: 6. Sonntag der Osterzeit A

Jesus verspricht den Jüngern und Jüngerinnen einen Beistand zu senden, wenn er nicht mehr bei ihnen sein kann. Der Beistand ist der Geist der Wahrheit. Die Jüngerinnen und Jünger und auch wir sind aufge-rufen, das, was sie und wir empfangen haben, auch weiterzugeben. Die Liebe, von der Jesus spricht, ist nicht nur ein Gefühl, sie ist Tat.

 

21. Mai 2020: Christi Himmelfahrt A

Zum Fest Christi Himmelfahrt hören wir von der Zusage, dass Jesus durch seine Himmelfahrt nicht einfach von der Erde weggegangen ist, seine Jünger und Jüngerinnen und uns alleine lässt, sondern dass er anwe-send bleibt – in uns, in seiner Kirche, überall, wo wir sind – bis zum Ende der Welt. Gleichzeitig ist das für uns ein Auftrag: durch uns will er auch anwesend in der Welt bleiben. Er sendet uns hinaus in diese Welt, um den Menschen von ihm zu erzählen. Vielleicht könnte die Überschrift „Christi Weltfahrt“ besser pas-sen.

 

24. Mai 2020: 7. Sonntag der Osterzeit A

Das heutige Evangelium wird als das „Abschiedsgebet des Herrn“ bezeichnet. Jesus betet zu seinem Va-ter, der verherrlicht wird, dadurch, dass er allen das ewige Leben schenkt – ihn erkennt als den einzig wahren Gott. Das Wort „erkennen“ sagt uns, dass wir vertraut mit ihm sind, wie mit einem geliebten Menschen. Dadurch haben wir Anteil am ewigen Leben.

 

31. Mai 2020: Pfingstsonntag A

Pfingsten ist nicht nur das Fest des Heiligen Geistes, es ist der Abschluss des Osterfestes, das wir 50 Tage lang feiern, und die Geistsendung ist ein Aspekt von Ostern. Johannes berichtet uns im Evangelium, dass die Geistsendung ein Ereignis am Auferstehungstag ist, das zeigt die enge Zusammengehörigkeit. Gott ist uns nahe gekommen und nicht in der Ferne geblieben, er ist durch seinen Geist immer bei uns, dieser ver-bindet uns mit ihm und untereinander (der „Leib“, wie es in der Lesung aus dem Paulusbrief heißt).

 

Juni 2020

7. Juni 2020: Dreifaltigkeitssonntag A

Die Dreifaltigkeit ist für uns unvorstellbar und schwer zu verstehen. Gott ist Gemeinschaft, Liebe, er ist Einheit und Vielfalt. Er ist Gott Vater, JWHW, „Ich bin da.“ - genauso wie Jesus Christus, Gottes Sohn, der zu uns in die Welt gekommen und einer von uns geworden ist. Für allezeit hat er seinen Heiligen Geist ge-sandt, der uns Beistand ist, und durch den wir in die Gemeinschaft mit Gott hinein genommen werden. Im Evangelium heute heißt es: Damit wir, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn Gott ist ein lie-bender, barmherziger Gott; er will retten—seine Liebe bleibt nicht nur in ihm, er schenkt sie uns.

 

11. Juni 2020: Fronleichnam/Hochfest des Leibes und Blutes Christi A

Fronleichnam ist dem Gründonnerstag thematisch zugeordnet—der Erinnerung an das letzte Abendmahl. Wir feiern die Einsetzung der Eucharistie und danken für das Vermächtnis der Liebe Jesu: dass er in der Eucharistie gegenwärtig ist. Er will, dass wir ihn und seine Botschaft ganz aufnehmen—er soll uns „in Fleisch und Blut übergehen“.

 

14. Juni 2020: 11. Sonntag im Jahreskreis A

Das heutige Evangelium ist die so genannte „Aussendungsrede“. Jesus beauftragt seine Apostel, ebenso wie er zu wirken: zu predigen, zu heilen, den Menschen zu verkünden, dass das Reich Gottes nahe ist. Er gibt ihnen aber nicht nur diesen Auftrag, sondern auch die Vollmacht dazu. Er kann auf sie vertrauen, weiß, dass sie in seinem Sinne handeln. Die Jünger werden in der Bibelstelle beim Namen genannt—das bedeutet, dass sie für etwas Besonderes auserwählt sind. Sie stehen exemplarisch für alle, die im Namen Jesu wirken. Auch uns ruft Jesus beim Namen und lädt uns ein, am Reich Gottes mitzuwirken.

 

21. Juni 2020: 12. Sonntag im Jahreskreis A

„Fürchtet euch nicht!“ sagt uns Jesus im heutigen Evangelium. Er meint damit, sich furchtlos zu ihm und seiner Botschaft zu bekennen. Macht euch keine Sorgen—Gott steht uns bei! Auch wenn sich nicht alle Menschen zum Märtyrer/zur Märtyrerin berufen fühlen, diese Zusage tut in jedem Fall gut, gerade in der heutigen Zeit, wo viele Angst haben um ihre Gesundheit, ihren Arbeitsplatz, ihren guten Ruf, ihr Leben im Wohlstand.

 

28. Juni 2020: 13. Sonntag im Jahreskreis A

Jesus möchte, dass wir – als seine Jünger und Jüngerinnen—uns auf ihn einlassen, ganz und gar vertrau-en. Noch mehr als wir Vater und Mutter vertrauen. Das klingt zuerst einmal etwas radikal—es ist aber so: Er schenkt uns dafür Großartiges, die Beziehung zu Gott. Gott ist immer da, wie ein Vater oder eine Mutter! Darauf können wir vertrauen!

Termine
Tue., 02. June 2020 10:00
*ABGESAGT* Minitag 2020
Wed., 03. June 2020 14:00
*ABGESAGT* Freizeit
Sat., 06. June 2020 18:00
Rock my Soul *ONLINE*
Junge Kirche
Stephansplatz 6/6/618
1010 Wien

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