Tuesday 17. May 2022

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1000 mal gehört. 1000 mal ist nix passiert.

„Wie kann man eine Sprache lernen, die junge Menschen erreicht?“ lautet die Frage, die das Movi Team Hannes Grabner zum Thema Sprache in Gottesdienst und Pastoral gefragt hat. Hannes ist Regionalseelsorger im Vikariat Stadt und Jungschar-Seelsorger. Dieses Interview hat es aus Platzgründen nicht ins brandaktuelle MOVI geschafft, trotzdem wollen wir es euch nicht vorenthalten! Das Thema dieser neuen Ausgabe lautet übrigens INKLUSION!

 

Das neue MOVI gibt es hier als Download!

Manchmal rauscht ein Gottesdienst an uns vorbei. Oder wir verwenden Begriffe ganz selbstverständlich, die jungen Menschen unbekannt sind. Wie finde ich eine Sprache, die Menschen inkludiert – sie anspricht und hereinholt ? Ein Gespräch mit Juki- und Jungscharseelsorger Hannes Grabner.  

 

Das Interview führte DORIS SCHMIDT 

 

Was bedeutet Sprache für dich? 

Aussehen und Kleidung vermitteln ein erstes Bild von einem Menschen. Auch Stimme und Tonfall haben ebenfalls großen Einfluss darauf, ob ich jemandem gern zuhöre oder nicht. Darum entscheidet Sprache also mit, ob ich die Aufmerksamkeit von Menschen gewinnen kann. 

 

Welche Bedeutung hat Sprache im Gottesdienst für dich? 

Angeborene Stimme und Redegewandtheit sind eine Sache. Entscheidender noch sind Wortwahl und Tonfall. Es macht einen Unterschied, ob ich belehrend und frömmelnd oder achtsam und einfühlsam spreche. Leeres Gerede und die Zuhörer*innen schalten ab. Das braucht auch viel Sensibilität beim Sprechenden selbst. 

 

Unterscheidest zu zwischen Alltags- Gottesdienstsprache? 

Ja und nein. Als gebürtiger Wiener habe ich eine Alltagssprache mit lokaler Färbung und eine Gottesdienstsprache. Aber ich merke, es muss eine goldene Mitte geben. Wenn dich die Leute kennen, dann erleben sie dich im Alltag und wie du da sprichst und sie erleben, wie du im Gottesdienst sprichst. Eine zu große Kluft würde die Menschen vor den Kopf stoßen. Andererseits braucht ein Gottesdienst auch eine feierliche Sprache. Da wäre Dialekt vielleicht authentisch, aber nicht feierlich. Manchmal setze ich das Wienerische aber bewusst ein – wenn ich etwa ein Sprichwort aufgreife. 
 

Die Liturgie gibt Texte vor. Manche Begriffe und Formulierungen gehören ja nicht zum Sprachschatz junger Menschen. Wie gehst du damit um? 

Das ist eine Spannung. Die Alltagssprache verändert sich laufend. Nicht umsonst wird regelmäßig das Jugendwort des Jahres gekürt. Die Texte in den Messbüchern sind schon alt. Sie ändern sich nicht und bleiben gleich. Ich versuche, die Kernaussage eines liturgischen Textes zu verstehen und dann formuliere ich den Inhalt in meiner Sprache – so wie ich es sagen würde. Das könnt ihr euch für Kinder- und Jugendgottesdienste gemeinsam mit dem Zelebranten so machen. Und noch ein Tipp zu liturgischen Behelfen: Übernimm nie einen Text eins zu eins! Es sind Vorschläge. Versuche zu verstehen: Worum geht es jetzt? Wohin geht es in dem Text? Was ist die Botschaft und dann überleg dir: Wie sag ich das auf meine Art? 

 

Wie kann man eine Sprache lernen, die junge Menschen erreicht? 

Sei selbst bereit, dich zu entwickeln und dich zu verändern! Es gibt immer Spielraum nach oben. Damit kommt man weit. Sei offen, etwas zu lernen. Was mir dabei hilft, mir selbst gut zuzuhören: Wie fühlt es sich an, wenn ich etwas so oder eben anders sage. 

Such dir Menschen, die dir Rückmeldung geben! Wenn du grundsätzlich in Beziehung zu Menschen und gesprächsbereit bist, werden sie das vielleicht sogar von selbst tun.  

 

Und eine Sprache, die inkludiert? 

Ich versuche, mich auf die Feiergemeinde oder Zielgruppe einzustellen. Je besser ich die Menschen kenne, umso leichter fällt es, sie anzusprechen und hereinzuholen. Zu Inklusion gehört auch, dass ich bei mir bleibe und meine Persönlichkeit durchscheinen kann. – Auch ich muss inkludiert sein. Dann können Begegnung und Dialog stattfinden. Darum verwende ich gerne Beispiele aus meinem Leben, um ein Glaubensthema greifbar zu machen. Das kann ein Anker sein, damit Menschen auch ihr Leben mit dem Glauben verbinden können. Dann sind sie eingebunden.  


 

Kennst du eigentlich schon die JuKi Zeitschrift MOVI? Dreimal im Jahr gibt es Impulse, Gruppenstunden und Bausteine zu jeweils einem Thema. Darüber hinaus findest du Infos zu aktuellen Projekten und Angeboten der Jungen Kirche. Für alle, die in der Kinder- und Jugendpastoral tätig sind… und natürlich auch für all jene, die es interessiert! ;-) movi.jungekirche.wien

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Maik Ockert


Projektmitarbeiter mit Schwerpunkt "Denk dich neu" und "Digitale Kirche"

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