Wednesday 19. June 2019
Sakramente im Kindes- und Jugendalter gemeinsam neu denken

 

Aktuelle Herausforderungen im Feld der Sakramentenpastoral im Kinder- und Jugendalter haben uns dazu bewegt, einen Prozess zu starten: Wir wollen „Sakramente im Kinder- und Jugendalter gemeinsam neu denken“.

Im Auftrag der Diözesanleitung haben wir im Arbeitsjahr 2018/19 einen Prozess initiiert, der einen ersten Anstoß zu einer umfassenden und nachhaltigen Erneuerung der pastoralen Praxis rund um die Sakramente im Kindes- und Jugendalter geben soll.

Zielgruppe dieser Auseinandersetzung sind alle Verantwortlichen für Firmung und Erstkommunion, aber auch Versöhnung auf Pfarr-, Vikariat- und Diözesanebene.

 

Dieser Prozess durchläuft mehrere Phasen:

  1. Die erste Phase des „Sehens“ erfolgt über eine Pfarrumfrage (qualitativ und quantitativ).
  2. In der zweiten Phase finden Studientagen statt, um mit Experten und Expertinnen der Theologie darüber nachzudenken.
  3. Die dritte Phase bringt die Ergebnisse der Umfragen und der inhaltlichen Auseinandersetzung zusammen. Es wird ein Maßnahmenkatalog entwickelt, welcher in der Erzdiözese Wien umgesetzt wird.
  4. Die vierte Phase ist die Umsetzung der Erkenntnisse.

Die Phasen 1-3 sind mit dem Sommer 2019 abgeschlossen, wir starten also im Arbeitsjahr 2019/20 in die Umsetzung!

Ergebnisse des Prozesses

Hier werden die Ergebnisse präsentiert, die im ersten Jahr des Projektes „Sakramente im Kindes- und Jugendalter gemeinsam neu denken“ entwickelt wurden. Sie beziehen sich auf die wahrgenommenen Herausforderungen und die entwickelten Perspektiven. Diese nächsten Schritte werden im Arbeitsjahr 2019/2020 schwerpunktmäßig bearbeitet.
 

 

1. Inhalte und Materialien erneuern

Grundbotschaften festlegen, Leitlinien entwickeln und Materialien erstellen

 

Die Diözesanleitung legt Grundbotschaften, Inhalte und Ziele für gelingende Sakramentenpastoral fest. Ausgehend davon werden neue Leitlinien entwickelt.

Für die Umsetzung erarbeitet die Junge Kirche Konzepte und Materialien, inklusive Online-Angebote. Die Akteur/innen werden dabei weiterhin beteiligt. Wie Sakramentenpastoral mit Schule vernetzt ist, soll in Zusammenarbeit mit dem Schulamt neu bedacht werden.

 

2. Experimentierräume eröffnen

Pastorale Versuche in Pfarren begleiten

 

Die Diözesanleitung fördert Experimentierräume für neue Formen der Sakramentenpastoral im Kindes- und Jugendalter. Die Experimentierräume werden rund um unterschiedliche Zugänge und Inhalte eröffnet; schwerpunktmäßig in Entwicklungsräumen.

Die Diözesanleitung schätzt Firmung als wichtiges Sakrament an einer Lebenswende, es wird daher weiterhin im 14. Lebensjahr gefirmt. Neu sind die Zugänge, wie Jugendliche zur Firmung begleitet werden. Folgende Experimentierräume werden gestartet:

  • Pat/innen als Mentor/innen
  • Firmvorbereitung ab 16/17 Jahren
  • Mehrjährige Sakramentenvorbereitung
  • Jugendpastoral nach der Firmvorbereitung
  • onlineunterstütze Sakramentenvorbereitung

Diese Experimentierräume werden von der Jungen Kirche begleitet.

 

3. Verantwortliche vernetzen

Sakramente-Teams bilden und Vernetzung ermöglichen

 

Der Aufbau von Sakramententeams in Entwicklungsräumen wird gefördert, um Vernetzung, Fortbildung und Austausch zu ermöglichen und mehrjährige Mitarbeit von Ehrenamtlichen zu fördern.

4. Den Glauben feiern

(Neue) Sakramentalien entwickeln

 

Mit liturgischen Feiern wie Segnungen, die Feier der Tauferneuerung, die Übernahme des Glaubensbekenntnisses… kann im Rahmen der Vorbereitung gefeiert werden, was besprochen und erschlossen wurde. Eine Handreichung mit neu entwickelten und überarbeiteten Feiern wird erstellt. 

Zusätzlich wird ein Gottesdienst-Modell entwickelt, welches die Messe mit mystagogischen Einschüben erklärt (= didaktische Messe).

 

5. Materialien für die Taufvorbereitung

Taufe im Grundschulalter neu organisieren

 

Durchschnittlich wird in jeder Pfarre ein Kind im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung getauft, daher wird ein einheitliches diözesanes Modell entwickelt, wie Kinder im Grundschulalter auf die Taufe vorbereitet werden.

6. Ehrenamtliche ressourcensensibel leiten

Stärkung Ehrenamtlicher

 

Wenig Zeit und viel Arbeit sind die Herausforderungen Ehrenamtlicher. Ihren katechetischen Dienst zu würdigen und sie zu begleiten, sind Aufgaben jener Personen, die Ehrenamtliche leiten. Für sie wird eine Handreichung und ein Coaching entwickelt, um sensibles Freiwilligenmanagement zu ermöglichen.

7. Versöhnungsfeier

Das Sakrament der Versöhnung gemeinsam feiern

 

In der Sakramentenvorbereitung wird das Thema Schuld und Versöhnung bearbeitet. Dabei sind Bußgottesdienste/ Versöhnungsfeiern die liturgische Form der Wahl. Das Angebot der Einzelbeichte ergänzt diese Form.

 

8. Schwerpunkt: Eltern

Eltern und Familien neu in den Blick nehmen

 

Pfarren werden dabei unterstützt, Eltern und Familien verstärkt in den Blick zu nehmen.

  • Erstens durch die diözesane Aufmerksamkeit für dieses Thema.
  • Zweitens durch die Erstellung von Konzepten für Elternabende mit besonderem Schwerpunkt auf religiöser Erziehung.
  • Drittens durch ein Büchlein für die Familie, mit Sakramentalien für Zuhause, Segensfeiern, Tischgebete, Hauskirche sein…

Auch im Rahmen der Firmvorbereitung wird Elternarbeit neu fokussiert, beispielsweise als Berührungspunkt zum Wachstum der Gemeinden.

 

 

Die Ergebnisse werden ausführlich in unserer Sonderausgabe des Movi präsentiert, welches du dir hier gerne herunterladen kannst und natürlich auch gerne in gedruckter Form bei uns bestellen kannst! Schicke uns dazu einfach ein E-Mail!

 

Für einen schnellen Überblick haben wir hier die Doppelseiten aus dem Movi mit der Zusammenfassung der Ergebnisse und der nächsten Schritte ebenfalls zum Download bereitgestellt!

Umsetzung der Erkenntnisse

Mit dem Arbeitsjahr 2019/20 starten wir mit einem reichhaltigen und kostenlosen Angebot in die Umsetzung!

Deine Ansprechpersonen: Lisa Huber und Stephan Fraß-Poindl

Mit Anfragen, Anliegen oder Beiträgen zum Prozess "Sakramente im Kindes- und Jugendalter gemeinsam neu denken" kannst du dich jederzeit an Lisa Huber und Stephan Fraß-Poindl wenden.

 

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