Dienstag 21. November 2017

500 Kinder auf den Spuren Fatimas

 

 

Das Gebet wurde erhört: Bei strahlendem Sonnenschein waren am Samstag, 14. Oktober, verkleidete Engel, Schafe, Bezirksvorsteher und ganz viele Kinder mit ihren Eltern oder Gruppenleiter/innen bei dem Stadtgeländespiel „Was damals wirklich geschah“ in der Wiener Innenstadt unterwegs. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Sonnenwunders von Fatima wurden Erlebnisse der drei Hirtenkinder Jacinta, Lucia und Francesco mit viel Spaß, Bewegung und Action kindgerecht und aufregend vermittelt.

 

Bei Stationen an verschiedenen Orten konnten die Kinder die Geschichte ergründen, unterwegs verlorengegangene „Schafe“ einfangen und den Bezirksvorsteher nach dem Weg fragen. „Sie haben die einzelnen Teile der Geschehnisse in Fatima wirklich selber entdeckt und es hat ihnen einen riesigen Spaß gemacht“ beobachtete Pater Anton bei seiner Kindergruppe aus Stockerau. Die Angebote der abwechslungsreichen Stationen wurden mit Begeisterung angenommen. „Es hat mich sehr gefreut, dass die Kinder mit so viel Freude mitgemacht haben. Jede halbe Stunde, an der eine neue Gruppe oder Familie bei meiner Station teilgenommen hat, war absolut einzigartig!“ erzählt Johanna Binder von KISI, die eine der Stationen leitete. Auch die Legion Mariens, die Initiative Christlicher Familie, die Katechese des guten Hirten und die Gemeinschaft der Nachfolge Jesu hatten die Verantwortung für jeweils eine Station.

 

Neben dem Stationenbetrieb und einem großen Pizzaessen im Erzbischöflichen Palais fand auch ein Flashmob vor dem Stephansdom statt, bei dem ein gemeinsames Gebet für den Frieden alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Um 13:10 Uhr kündigten die Glocken des Stephansdom die außergewöhnliche Aktion an. Alle Teilnehmer/innen deuteten auf das riesige Banner mit der Aufschrift „Beten für den Frieden“, der vom Dach des Doms heruntergelassen wurde und applaudierten für diese Botschaft. Danach sanken alle für ein Ave-Maria und ein Vater unser auf die Knie. Für Selina, 14, Legio Mariens, war der Flashmob ein ganz besonderes Erlebnis. „Ich stand zwischen so vielen Menschen, die ich nicht kannte. Aber als sich alle hingekniet und gebetet haben, fühlte ich mich mit allen verbunden. Es war für mich wie zuhause, wenn ich gemeinsam mit meiner Familie bete. Es war nicht komisch, sondern ganz normal“. Auch Simon Schmidbaur, Dienststellenleiter der Jungen Kirche, war mitten im Geschehen. „Die Flashmob-Aktion war ein deutliches und sichtbares Zeichen einer jungen, lebendigen Kirche und unseres Anliegen, für den Frieden zu beten“.

 

Die ansteckende Begeisterung der Kinder zeigte sich nach der süßen Jause bei der Prozession von der Franziskanerkirche zum Stephansdom, als spontan ein Lied nach dem anderen angestimmt wurde. Durch die zahlreichen Tourist/innen und Passant/innen bildete sich ein Spalier, durch das alle Teilnehmer/innen zur Andacht mit Kardinal Schönborn in den Dom einzogen. Dort wurden all die bunten, selbstgebastelten Rosenkränze der Kinder gesegnet und mit einem gebeteten Rosenkranz wurden sie auch gleich „eingeweiht“. Kardinal Christoph Schönborn ging in seiner kurzen Ansprache besonders auf die drei Hauptbotschaften des Fatima-Gebets ein, das beim Rosenkranz gebetet wird. „Oh mein Jesus“ - mit diesen Worten beginnt das Gebet. Die Kinder könnten darauf vertrauen, dass sie immer zu Jesus kommen, ihn immer auch um Verzeihung bitten könnten. Seine positive Auslegung der Bitte „Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle“ erklärte er den Kindern so: „Bewahre uns davor, dass unser Leben danebengeht. Jesus, lass nie zu, dass wir jemals von dir getrennt werden, denn ohne dich kann unser Leben nicht gelingen“. Die dritte der Hauptbotschaften ist, für alle Menschen zu beten. „Segne alle Menschen, vor allem die, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Führe alle in den Himmel, niemand soll verloren gehen!“ Mit diesen Worten endete ein unvergleichlicher Tag, an dem die unterschiedlichsten Menschen mit den verschiedenen Hintergründen gemeinsam auf den Spuren Fatimas unterwegs waren.

 

 

Das Stadtgeländespiel wurde veranstaltet von der Jungen Kirche der Erzdiözese Wien anlässlich des 100. Jahrestages des Sonnenwunders von Fatima, sowie des 70 jährigen Bestehens des RSK (Rosenkranz-Sühnekreuzzug). Zahlreiche Bewegungen und Gemeinschaften haben sich in die Vorbereitung und Einführung mit eingebracht.

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1010 Wien

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