Montag 12. November 2018

Dr. Ewald Huscava

Rektor der Donaucitykirche

Evangelium von heute Lk 17,1-6 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es ist...

Infomail-MitarbeiterInnen-Runde

Wenn Sie zukünftig über die Termine und Tagesordnungen informiert werden wollen....

72h ohne Kompromiss

72h ohne Kompromiss – 17. - 20. Oktober 2018

Drei Jugendliche aus der Jugendgruppe „Juventus et Dominus“ haben sich an der größten Jugendsozialaktion Österreichs beteiligt. Zeitgleich wurden in ganz Österreich Sozialprojekte realisiert – unser Einsatzort war Engelhartszell in Oberösterreich schon knapp an der deutschen Grenze.

Am Mittwoch den 17. Oktober 2018 war es soweit – voll freudiger Aufregung was uns erwartet, machten wir uns auf den Weg nach Linz zum Startfest, wo wir unsere 72 Stunden-T-Shirts in Empfang nahmen.

Gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer, Bischofsvikar Maximilian Brandstetter, Vertretern/innen der Caritas und ca. 350 Jugendlichen erlebten wir eine symbolische Projektübergabe und empfangen den Projektsegen. Am Abend trafen wir in Engelhartszell im Caritas Wohnhaus Invita für Menschen mit Beeinträchtigungen ein. Mit bester Laune und Neugier auf die bevorstehenden Tage bezogen wir unser Feldbettenlager.

Am nächsten Morgen erklärte uns Roswitha Reisinger, die Leiterin des Caritas Wohnhauses, ihre Projektidee. Nicht weit vom Wohnhaus entfernt führt ein Spazierweg zu einem Rastplatz mit einer schon etwas kaputten Bank, die ziemlich von Brennnesseln überwuchert ist. Die Bewohner sitzen sehr gerne an diesem Platz und ruhen sich aus, aber es ist zu wenig Platz auf der einen Bank. Daher sollten wir die bestehende Bank renovieren und zusätzlich zwei neue Bänke bauen.
Das Platzerl ist so malerisch gelegen, eingebettet in Wald mit Blick über Felder zur Donau hin – wir verstanden sofort, warum den Bewohnern der Platz so gut gefiel.

Der Lokalaugenschein ließ uns im ersten Moment ein bisschen schlucken, denn wir konnten uns nicht gerade vorstellen, wie wir das in der Zeit und überhaupt bewerkstelligen sollten.

Aber die Gemeinde Engelhartszell und der Tischler vom Caritas Wohnhaus kümmerten sich um Betonsteher, sowie Bretter für die neuen Bänke und wir machten uns mit Feuereifer über das Gestrüpp und Unkraut her. Mit Motorsensen ausgerüstet befreiten wir das Bankerl. Bereits nach kurzer Zeit erkannten wir das Platzerl kaum wieder.

Die Gemeinde stellte einen Bagger zur Verfügung und während dieser wütete, tüftelten wir an dem Design der neuen Bänke. Roswitha hatte uns erzählt, dass die Bewohner oft über Musik und Kunst eine Möglichkeit fanden sich auszudrücken. Durch den Input eines Bewohners kam bei uns die Idee, dass wir die Bänke „musikalisch“ gestalten und mit Noten, einer Klaviertastatur und musikalischen Symbolen verzieren. Im Lagerhaus in St. Ägidi fanden wir die passenden Lacke. Die nächste Hürde war zunächst aber, das bestehende Bankerl von seinem alten Lack zu befreien. Wie Aliens im Quaratäneanzug machten wir uns mit Schleifpapier und vielen Lachanfallen ans Werk.

Und schließlich konnten wir uns ans Anstreichen wagen. Das Malen machte uns auch großen Spaß und nicht nur die Bretter bekamen Farbe, sondern auch wir.

Das Motto der 72h war „Challenge your limits“ und wir lernten unsere Grenzen sowohl handwerklicher Natur, als auch im Umgang mit den Menschen kennen. Während der Trocknungszeiten zeigt uns Roswitha das Wohnhaus und das wunderschöne Barockstift Engelszell. Zu den Bewohnern hatten wir recht viel Kontakt. Es gab mehrere Begegnungen, die uns tief berührten, da die Bewohner eine ehrliche authentische Art an den Tag legten und mit ihrer unkomplizierten Freude uns unglaublich ansteckten.

Am Samstag waren unsere gemalten Bänke soweit fertig, dass wir sie montieren konnten. Zum Abschluss begleiteten wir die Bewohner mit Rollstühlen und Rollatoren zum Waldstück und zeigten ihnen ihr neues Plätzchen zum Ausruhen. Dieses Gefühl der Freude wird uns ganz lange in Erinnerung bleiben.

Evi Dassler 28.10.2018

Das sagten die Jugendlichen:


Link zur Caritas-Homepage


 

Link zum Fotobericht auf der FaceBook Seite der DCK


Große Fotogallerie

Rektorat Christus, Hoffnung der Welt
Donau-City-Straße 2
1220 Wien

E-Mail schreiben
Datenschutzerklärung
Darstellung: Standard - Mobil