Wednesday 12. May 2021

Dr. Ewald Huscava

Pfarrvikar der Gemeinde

Donaucitykirche

Evangelium von heute Joh 16,12-15 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles...

Blitzlicht: Die 10 Gebote

 

 

1. Lesung: Ex 20,1-17

 

Die 10 Gebote

 

In den drei Monaten seit der Befreiung aus Ägypten ist schon einiges passiert: Durst (aber Gott zeigt Mose, wie er bitteres Wasser trinkbar machen kann), Hunger (aber Gott schickt Wachteln und Manna), wieder Durst (aber aus einem Felsen kommt Wasser heraus), Krieg (aber Gott hilft im Kampf gegen den Aggressor Amalek) …Schließlich (Ex19, 5f.) verkündet Mose dem Volk Gottes Plan: „Wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Ihr … sollt mir als ein Königreich von Priestern und als sein heiliges Volk gehören.“

 

Das Volk erklärt sich bereit, alles zu tun, was Gott will. Nach einer Zeit der Vorbereitung, erscheint Gott am dritten Tag in einem beängstigenden Gewitter. Die Leute sehen Blitz und Donner, Rauch und Lärm, aber sie können die Worte Gottes nicht verstehen (Ex 20,18). Wieder muss Mose die Worte des Herrn dem Volk übermitteln.

 

Diese Worte des Herrn kennen wir als die Zehn Gebote. Einleitend erinnert Gott an seine große Befreiungstat. Aus dieser Erfahrung der Befreiung und der wiederholten Rettung auf dem Zug durch die Wüste ergibt sich ganz logisch, wie die Menschen darauf reagieren müssen. Sie werden in dem Text durchgehend mit „du“ angesprochen – jeder Einzelne ist gemeint. „Du sollst …“ kann übrigens genau so gut mit „du wirst“ übersetzt werden, etwa: Ich habe euch befreit, da wirst du doch nicht Kultbilder anbeten oder den Namen Gottes missbrauchen.

 

Die ersten drei Gebote beziehen sich auf die Beziehung zu Gott, wobei das dritte sozusagen ein Scharnier zwischen den Geboten zur Gottesbeziehung und denen zur Beziehung mit den Mitmenschen bildet. Einerseits begründet sich das Gebot mit der Ruhe Gottes am siebenten Tag der Schöpfung, andererseits hat es enorme soziale Folgen –das Geschenk eines (arbeits)freien Tages, das allen gilt, nicht nur Israel, sondern auch Sklavinnen und Sklaven, Fremden und Tieren (V. 10) Das gab es in anderen Gesellschaften nicht.

 

Dass die drei Gebote zur Gottesbeziehung am Anfang stehen, weist übrigens auch darauf hin, dass „eh alles in Ordnung ist“, bloß weil wir nichts gestohlen und niemand umgebracht haben.

 

Eva R.

 

Hinweis: Lesungen und Evangelium finden Sie gemeinsamit mit Tagesgebet und Psamlen über den "Schott-Tagesliturgie" Knopf auf https://erzabtei-beuron.de/index.html.

 

„Mit Gott verliert man nichts, aber ohne ihn ist alles verloren.“
Papst Franziskus
Teilgemeinde Donaucitykirche
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1220 Wien

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