Thursday 3. December 2020

Adventkalender 2020

Adventkalender 20

AB 1.12.2020

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CHESS Weihnachtskonzert 2019

Die Liedtitel anklicken - zum anhören. // Weiter unten das gesamte Konzert zum anhören.

 

WEIHNACHTSKONZERT 2019:    "WHITE CHRISTMAS"

 

White Christmas

White Christmas –wenn ich das höre, bekomme ich immer nasse Augen, weil es nämlich sozusagen unser „Familien-lied“ ist. Und das liegt daran, dass mein Vater Amerikaner war. Und dass er meine Mutter quasi im Schnee gefunden hat – Weihnachten 1945 in Wien. Sie war ausgerutscht und hingefallen, er hat ihr aufgeholfen, sie blickten einander an – und schon war es um sie geschehen.

The Rose

Ein Jahr später passierte das nächste Winter-Weihnachts-Wunder, nämlich ich.

Sie können sich also langsam vorstellen, welchen Stellenwert Weihnachten in unserer Familie hatte! Die Würze aber gab das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Kulturen, die doch ziemlich voneinander abweichende Vorstel-lungen von einem wunderbaren Weihnachten hatten. Und so entstand ein für die damalige Zeit wohl ziemlich einzig-artiges Mischfest. Es begann natürlich bereits Anfang Advent mit einem traditionellen österreichischen Adventkranz.

Wir sagen euch an

Papa konnte mit dem Adventkranz gar nichts anfangen.

Er wollte ja am liebsten gleich einen Christbaum aufstellen, was ihm Mama natürlich nicht erlaubte.

Aber immerhin gab sie nach und schmückte das Wohnzimmer mit Stechpalmenzweigen.

Deck the Hall

Beide Eltern sangen für ihr Leben gern! Also kam zur optischen auch die akustische Zweigleisigkeit der Vorweih-nachtszeit. Papa schmetterte mit Bing Crosby um die Wette „White Christmas“ und „Jingle Bells“ – das übrigens gar kein Weihnachtslied ist, wie ihm Mama immer wieder unter die Nase rieb.

Und mit Mama durfte ich all unsere wunderbaren alten Advent- und Weihnachtslieder singen.

Leise rieselt der Schnee

Nach dem zweiten Adventsonntag musste der Christbaum gekauft werden – es war eine der vielen Kompromisslö-sungen, die unser Weihnachten so besonders werden ließen. Denn der Baum wurde auch gleich aufgestellt und nach und nach geschmückt.

Und dann gab es natürlich einen kritischen Punkt: Weihnachtsmann oder Christkind? Mama bestand selbstverständ-lich auf dem Christkind, aber Papa wollte den Santa Claus nicht missen! So wuchs ich mit dem Bild eines Christkinds auf, das in einem Schlitten sitzt, der von einem Weihnachtsmann chauffiert und von Rentieren gezogen wird.

Rudolph

Und dann der 24. Dezember – was für ein Fest! Mittags wurde mein Geburtstagsessen zelebriert und abends gab es Weihnachtskarpfen. Danach kam das Christkind. Es war eine wunderschöne Feier mit Kerzen auf dem Christbaum, viel Gesang und einer Bescherung. Den Abschluss bildete der gemeinsame Besuch der Christmette.

Adeste Fideles

Nach Hause gekommen übernahm Papa das Kommando: Socken aufhängen, ein Glas Milch und Kekse gut sichtbar platzieren, damit „Santa“ sich laben kann, und dann schnell ins Bett.

Am Christtag Morgen wurde dann das Milchglas kontrolliert, ob auch wirklich etwas fehlte, die Keksbrösel genussvoll aufgepickt und die Socken geleert, die der Weihnachtsmann befüllt hatte.

Der mittägliche Weihnachtsbraten war meist nur symbolisch vorhanden, denn wir waren vom Vortag hoffnungslos übersättigt. Aber gesungen wurde ohne Unterlass, an diesem Tag dann eher nach Papas Geschmack.

The first Noel

Solange mein Vater gelebt hat wurde Weihnachten so gefeiert. Meine liebe Mutter ist sehr alt geworden.

In ihrem letzten Lebensjahr ist folgendes passiert: Es war eine Woche nach Ostern. Ich kam zu ihr auf Besuch. Schon am Gang konnte ich Musik vernehmen – Mama hörte schon schlecht und pflegte ihre Musik entsprechend laut auf-zudrehen.

Aber das war es nicht, was mich irritierte, sondern WAS ich da zu hören bekam!

White Christmas

„Mama, du weißt aber schon, dass Frühling ist und nicht Winter!“

Mama lächelte mich sanft an und meinte: „Ja, mein Kind, ich weiß, ich bin noch nicht dement! Aber – wie soll ich dir das erklären – ich weiß auch, dass ich Weihnachten nicht mehr erleben werde!“

„Mama, bitte…“

„Lass nur, es ist eben so. Und ich habe nur einen letzten, großen Wunsch an dich:

Ich möchte so gerne noch einmal Weihnachten feiern, so wie damals mit Papa. Glaubst du, das wäre möglich?“

„Mama, bitte…“
„Aber bitte bald, mir bleibt nicht mehr viel Zeit!“

Heast das net

Sie hat mich in den Arm genommen und wir haben dann beide eine Weile miteinander geweint. Dann hat sie mich resolut bei den Schultern gepackt. „So, das reicht jetzt! Weihnachten feiern ist eine fröhliche Angelegenheit!

Und rote Augen stehen dir nicht…“ Das war meine Mama!

Ich verließ sie mit einem Lachen und der Überlegung, wo ich im April wohl einen Christbaum erstehen könnte.

O Tannenbaum

Dir Telefone haben geglüht – Kinder und Enkelkinder wurden alarmiert und von Omas eigenwilligem Wunsch infor-miert. Es wurde tatsächlich ein Tannenbaum aufgetrieben, und so bewegte sich mitten im April eine höchst sonder-bar anmutende Prozession in Richtung Mutters Domizil: Zwei Enkel trugen eine Tanne – und dazu Weihnachtsmann-mützen auf den Köpfen; es wurde jede Menge Christbaumschmuck angeschleppt; meine Tochter hatte Kekse geba-cken; meiner Schwiegertochter war es gelungen, einen Weihnachtsstern aufzutreiben, und meine Enkeltochter ver-kündete strahlend, dass sie extra Weihnachtslieder auf der Gitarre eingeübt hatte.

Mama war begeistert – und natürlich wurde schon beim Herrichten kräftig gesungen.

Alle Jahre wieder

Es war großartig! Als endlich die Kerzen brannten und das Weihnachtsevangelium vorgetragen wurde, war Mama ganz still und hörte selig lächelnd zu. Dann begann sie zu erzählen – von dem Tag, als Papa sie aus dem Schnee auf-geklaubt hat, von dem Weihnachtsfest, an dem ich geboren wurde, von den vielen, wunderbaren und fröhlichen Weihnachtsfesten, die sie miteinander verbringen durften.

Und natürlich auch davon, wie sie beide gelernt haben, die Lieder des anderen zu lieben.

Drummer

Es war das denkwürdigste Weihnachtsfest meines Lebens. Da saßen wir, vier Generationen in Liebe vereint, und fei-erten Christi Geburt – im April! Mama drückte mir ein weihnachtlich eingepacktes Päckchen in die Hand – „aber mach’s bitte erst morgen auf, du weißt schon, es ist von Santa“ – und allen anderen ebenfalls kleine, liebevoll ver-packte Gaben.

Kling, Glöckchen

Es wurde spät. Irgendwie wollte niemand aufbrechen, alle waren sich der Einmaligkeit dieses Tages bewusst und wollten ihn so lange wie möglich genießen. Mama hatte allen persönliche Andenken geschenkt, die sowohl freudige Aufschreie als auch Tränen der Rührung ausgelöst hatten.

„Kinder, es war wunderschön! Aber jetzt bin ich müde. Ich danke euch, ihr habt mir eine große Freude gemacht!“

Ich war die letzte, die von Mama umarmt und gedrückt wurde. „Danke dir, mein Kind! Ich werde Papa von dir grüßen – und vielleicht kommen wir am Heiligen Abend kurz vorbei!“ „Ja, Mama, das wäre nett!“ lachte ich. Sie lachte auch: „Wart‘s nur ab!“

„Wart’s nur ab!“ – es waren die letzten Worte, die ich von meiner Mutter gehört habe, denn in der Nacht darauf ist sie friedlich eingeschlafen, für immer…

Guten Abend spezial

Ich habe das Päckchen am nächsten Morgen geöffnet – es enthielt den Verlobungsring meiner Mutter.

Und Mama hatte dazu geschrieben: „Mein liebes Kind! Dein Vater war überzeugt, dass Gott einen Engel vom Himmel in den Schnee geschubst hatte und dass nur der ihn sehen konnte, für den er bestimmt war. Als er mir den Ring gab, schwor er mir und dem lieben Gott, diesen Schatz zu hüten – und das hat er getan, sein Leben lang.

Bewahre dieses Zeichen einer großen Liebe, deren Mensch gewordene Wirklichkeit du bist.“

Es muss ein wunderbares sein

Und dann kam Weihnachten. Alle kamen zusammen, um zum zweiten Mal in diesem Jahr das Fest der Liebe zu fei-ern. Die Stimmung war etwas gedämpft, weil unsere Gedanken bei dem Frühlingsweihnachtsfest waren – und na-türlich bei Mama. Die Kerzen wurden entzündet, das Weihnachtsevangelium wurde vorgetragen, dann war Stille. Und in diese Stille hinein ertönte ganz leise „unser“ Lied, und ich könnte schwören, dass ich die Stimmen meiner El-tern gehört habe, die offenbar wirklich kurz vorbeigekommen waren…

White Christmas

Text: Christa Eßler

 

 

"White Christmas" als PDF

Das gesamte Konzert zum anhören: "White Christmas" - Weihnachtskonzert 2019 

 

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