Donnerstag 14. Dezember 2017

Predigt 19.Sonntag, 13.08.2017

 

Die menschliche Vorstellung von Gott hat sich im Laufe der Zeit geändert. Am Anfang, wie zum Beispiel bei den Griechen, haben die Götter ihrer Vorstellung nach, auf dem Berg Olympus gewohnt. Er war  meistens mit Wolken bedeckt. Wenn es gedonnert hat haben die Menschen gedacht, dass die Götter böse auf die Menschen sind und sie bestrafen wollen. Deswegen war es üblich, dass man den Göttern Opfer dargebracht hat. Das waren Bauernprodukte und Tiere.  Wenn eine Katastrophe gekommen ist, waren die Menschen überzeugt, dass sie die Strafe für die Sünden der Menschen war. Wie schaut es heutzutage aus? Viele Menschen sind überzeugt, dass die Katastrophen und Unfälle Strafen von Gott sind. Wenn eine Dürreperiode oder Flut kommt, sind viele überzeugt, dass Gott die Menschen dadurch bestrafen will. Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbrüche sind auch Gott zugeschrieben. Einige Eltern sagen den Kindern, sie sollen brav sein, sonst wird sie Gott bestrafen. Ist das wirklich so? Wie ist eigentlich unser Gott an den wir glauben? In der ersten Lesung heute haben wir eine Beschreibung gehabt, wo der Prophet Elija Gott begegnet. Elija ist in einer Höhle, und wie die Bibel berichtet:„…ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr kam nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr kam nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr kam nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.“ – also Gott war nicht in dem heftigen Sturm, der sogar die Berge zerreißen kann. Er war auch weder in dem Erdbeben noch in dem Feuer. Gott kommt in einem leisen Säuseln. Wenn wir die Beschreibung Elijas als Bild von unserem Gott nehmen, widerspricht sie den obigen Vorstellungen der Menschen. Wenn wir das als Ausgangspunkt unserer Vorstellung von Gott nehmen und die Entwicklung des Bildes Gottes in der Bibel bis zu dem Gottesbild, das uns sein Sohn Jesus Christus hinterlassen hat, analysieren, müssen wir sagen, dass Gott allmächtig ist, aber nicht durch die zerstörerische Kraft, die er hat. Er ist allmächtig aber nutzt die Macht nicht um zu zerstören, sondern zum Schaffen, wie bei der Erschaffung der Welt. Er ist allmächtig, aber nicht um den Menschen viel Leid durch die Katastrophen und Epidemien zu verschaffen. Er ist mächtig durch die Liebe. Er ist mächtig, unsere schwersten Sünden zu verzeihen. Er ist mächtig, unsere Herzen zu ändern. Er ist mächtig, uns das Ewige Leben zu schenken. Jeder von uns hat ein eigenes Bild von Gott, das sich im Laufe des Lebens ändert. Wichtig wäre, dass wir das richtige Bild finden. Am besten wäre es, in der Bibel zu suchen, weil sie ein Buch über Gott ist und die Erfahrungen der Menschen mit Gott enthält.

Pfarre Oberaspang
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Kirchenplatz 6
2870 Aspang

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