Tuesday 18. February 2020

Predigt 3. Sonntag, 26.01.2020

 

Liebe Schwestern und Brüder, stellen wir uns vor, wir haben einen schönen Urlaub verbracht, alles hat geklappt, wir haben viel gesehen und viel erlebt. Was machen wir, wenn wir nach Hause kommen? Natürlich erzählen wir allen mit großer Begeisterung von unserem schönen Urlaub. Das zweite: Stellen wir uns vor, wir haben eine neue Idee, die vielen Menschen helfen kann. Diese Idee hat mir geholfen, diese Idee könnte auch vielen anderen Menschen von Nutzen sein. Was machen wir? Wir erzählen es weiter, wir versuchen Menschen zu finden, um sie von unserer Idee zu begeistern. Jetzt versuchen wir, uns in das Jahr 30 zu versetzen. Ein junger Mann, er heißt Jesus, er ist der Sohn Gottes, aber schaut wie alle anderen Menschen aus. Er hat eine Idee, er hat ein Rezept, wie man den Menschen und der Menschheit helfen kann. Er hat von Gott einen Auftrag bekommen, den Menschen zu erzählen, wie Gott sie liebt und wie sie ihr Leben gestalten sollen, damit sie glücklich werden. Was macht er? Wie wir im Evangelium gehört haben, sucht er Menschen, die er mit seiner Idee begeistern kann, und er findet einfache Fischer aus Galiläa. Die sind von Jesus so begeistert, dass sie alles liegen und stehen lassen und Jesus folgen. Er zeigt ihnen einen neuen Weg. Er sagt, dass man Hass mit Liebe ersetzen kann, dass man das Leben auf der Erde ändern kann, damit die Menschen wie Brüder und Schwestern leben können. Die jungen Fischer nennen wir Jünger Jesu oder Apostel. Was machen sie? Sie erzählen alles weiter, sie können nicht schweigen, genau wie ich, wenn ich eine fröhliche Nachricht höre, kann ich sie nicht nur für mich behalten. Ich muss sie weitererzählen, genauso wie man von einem schönen Urlaub erzählt. Auf diese Weise hat sich das Evangelium, die Frohe Botschaft, verbreitet und ist auch zu uns gekommen. Wir haben die Botschaft von unseren Eltern, Priestern und anderen Menschen erzählt bekommen. Was wäre jetzt unsere Aufgabe? Natürlich die Frohe Botschaft weiterzuverbreiten. (Heute) Gestern haben wir das Fest des Heiligen Paulus gefeiert. Von Jesus berufen ist er tausende Kilometer gefahren und zu Fuß gegangen und hat die Frohe Botschaft Jesu verkündigt. Ihm war keine Schwierigkeit zu groß, er hat alle Erschwernisse überwunden, um das Evangelium Jesu zu verkünden. Seine Briefe an die Römer, an die Galater, an die Korinther usw. hören wir ständig in der hl. Messe. Sie sind auch der große Teil der Bibel, des neuen Testamentes. Vielleicht hat deswegen Papst Franziskus diesen Sonntag als Bibel-Sonntag ausgerufen. Es ist vielleicht eine Möglichkeit, dass wir die Bibel unter vielen unserer Bücher zu Hause finden. Hoffentlich haben wir sie zu Hause, aber es geht nicht nur um das Haben, es geht um das Lesen. Es wäre gar nicht schlecht, die Bibel ab und zu in die Hand zu nehmen und sie einfach zu lesen, auch wenn du sie schon oft gelesen hast und meinst, alles gut zu kennen. Die Bibel ist doch das lebendige Wort Gottes, das uns ständig berühren soll. Man kann immer etwas Neues in der Bibel entdecken, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Vielleicht will uns Gott etwas Wichtiges sagen, vielleicht will er uns mit seinem Wort berühren. Um es ihm zu ermöglichen, sollen wir sein Wort lesen und wie es auch die Apostel gemacht haben, weiterverkünden. Eine große Rolle sehe ich hier für die jungen Eltern und auch für die Großeltern. Die Kinder hören gerne Geschichten, warum sollen es nicht Geschichten aus der Bibel sein?

Pfarre Oberaspang
Pfarre Oberaspang
Kirchenplatz 6
2870 Aspang

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