Saturday 15. August 2020

Predigt 18. Sonntag, 2.08.2020

 

Liebe Schwestern und Brüder, diese Geschichte aus dem heutigen Evangelium haben wir schon oft gehört. Die Menschen waren so begeistert von Jesus und seiner Lehre, dass sie das Essen vergessen haben. Zum Schluss wollten die Jünger die Menschen nach Hause schicken. Jesus aber hatte Mitleid mit ihnen und wollte ihnen gleich helfen. Heute habe ich für euch drei Gedanken vorbereitet. Erstens: Die Menschen waren begeistert von der Lehre Jesu. Sie sind ihm zu Fuß nachgefolgt, um etwas von Jesus zu hören. Was Interessantes hat Jesus ihnen damals gesagt? Vielleicht wäre das heute auch interessant für uns. Wenn jemand neugierig ist, soll er die Bibel aufschlagen und das Evangelium lesen. Im Evangelium sind die Reden Jesu verfasst. Liebe Schwestern und Brüder, wir kommen jeden Sonntag in die Kirche, manche von uns auch unter der Woche. Bei jeder heiligen Messe hören wir etwas von Jesus. Sind wir so neugierig wie die Menschen damals in der Zeit Jesu? Oder ist das  Evangelium nicht mehr interessant für uns? Ab und zu sollen wir uns nach der heiligen Messe fragen, ob etwas von dem Wort Gottes in Erinnerung geblieben ist. Die nächste Frage wäre: „Hat das Wort Gottes in mir etwas bewirkt? Ist es für mich eine Inspiration, nach dem Wort Gottes mein Leben zu gestalten?“ Zweiter Gedanke: Wenn wir ehrlich sein wollen, müssen wir sagen, dass wir im Wohlstand leben, niemand von uns ist in einer Hungersnot. Vielleicht kann man sich ab und zu fragen: „Ist mir das bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir genug zum Essen haben und keinen Hunger leiden müssen? Ist mir das bewusst, dass das tägliche Brot ein Geschenk von Gott ist? Bin ich dem lieben Gott dankbar dafür? Bei manchen Besuchen, wenn ich auch zum Essen eingeladen bin, höre ich schöne, manchmal alte Gebete vor dem Essen. Das ist ein Zeichen der Dankbarkeit. Vielleicht kann ich mich fragen, ob es auch bei mir den Brauch gibt, vor dem Essen ein Gebet aus Dankbarkeit zu sprechen. Die nächste Frage wäre: Ist mir bewusst, was ich bete? Ist das Gebet wirklich ein Dank dafür, dass wir genug zum Essen haben? Jede heilige Messe ist auch eine Gelegenheit, dafür zu danken. Jeder Priester spricht im Namen der Gemeinde bei der Gabenbereitung die Danksagung für das Brot aus: „Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es für uns das Brot des Lebens werde.“ Ist das nicht ein schönes Dankeschön? Soll das nicht auch unser Gebet sein? Und zum Schluss noch eine Frage:  Bin ich auch bereit, die Notleidenden zu unterstützen, wenn ich um eine Spende für die Hungernden gebeten werde?

Pfarre Oberaspang
Pfarre Oberaspang
Kirchenplatz 6
2870 Aspang

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