Sunday 11. April 2021
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Feste im Kirchenjahr:

Christi Himmelfahrt

Diese 40 Tage gehen zurück auf das Zeugnis des Lukas: "Ihnen [den Aposteln] hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, daß er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen." (Apostelgeschichte 1, 3)

 

Sowohl die Apostelgeschichte als auch das Lukas-Evangelium berichtet, wie Jesus vor den Augen der Jünger von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde: "Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben;..." (Lukas 24, 51)


Himmelfahrt meint den endgültigen Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit. Mit seiner Auferstehung hat Christus den Himmel als Dimension des Einsseins von Gott und Mensch begründet. Als "zur rechten Gottes sitzend" ist er das machtvolle Haupt der Kirche, die als sein Leib zwar noch in der Welt besteht, aber schon an der Erhöhung teilhat.

 

Himmelfahrt des Herrn

 

Himmelfahrt Christi. Detail aus dem grChristi Himmelfahrt wurde ab 370 als eigenständiges Fest genau 40 Tage nach Ostern gefeiert; es ist also eines der ältesten christlichen Feste.
In der Tradition der katholischen Kirche sind die drei Tage vor Christi Himmelfahrt, Montag, Dienstag und Mittwoch, "Bitttage". Papst Leo III. hatte um 800 an diesen drei Tagen die Bittprozessionen in Rom eingeführt. Gebetet wurde um Fruchtbarkeit für Feld und Flur, um Verhütung von Hagel, Frost und anderem Unwetter. Bis heute gibt es in manchen katholischen Orten kleinere Prozessionen. Dabei gehen die Gläubigen und der Priester mit einen voran getragenen Kreuz durch die Felder und beten vor Bildstöcken, Wegkreuzen und Feldkapellen. Die Grundordnung des Kirchenjahres bestimmt dazu:
"An den Bitt- und Quatembertagen betet die Kirche für mannigfache menschliche Anliegen, besonders für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen; auch eignen sich die Tage für den öffentlichen Dank."

 

Prozession zu den Bitttagen

 

Im Mittelalter verdeutlichte man die Himmelfahrt ganz realistisch: in der Kirche wurde eine Christusfigur in das Gewölbe hinaufgezogen, dann regnete es aus dem Gewölbehimmel Blumen, Heiligenbildchen und zum Teil auch brennendes Werg, das die Feuerzungen des heiligen Geistes darstellen sollte.

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Pfarre Gnadendorf
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