Sunday 9. August 2020
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Betrachtung von Pfarrer Walterskirchen zum 7. Sonntag in der Osterzeit

Joh 17, 1–11a

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus.

Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen.
Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

 

Liebe Gemeinde!

 

Es gibt Stunden im Leben, die sich deutlich von der restlichen, alltäglichen Zeit unterscheiden. Das können sowohl ganz positive und beglückende, als auch schwere und traurige Stunden sein. In solchen Stunden wird jedenfalls die Intensität des Lebens ganz deutlich spürbar. Das heutige Evangelium spricht gleich im ersten Satz von einer solchen Stunde, von der Jesus sagt: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Diese „Stunde“ ist unmittelbar vor der Gefangennahme Jesu. Warum hören wir am siebenten Sonntag der Osterzeit eine Stelle, die zeitlich zwischen dem Gründonnerstag und dem Karfreitag angesiedelt ist? Wenn wir weiterlesen, merken wir, dass Jesus hier seine ganze Sendung zusammenfasst und einen Ausblick darauf gibt, was er für die Zeit erbittet, wenn er selbst nicht mehr physisch unter den Jüngern sein wird. Und das passt sehr gut in die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten.

Im heutigen Evangelium lesen wir sehr oft das Wort verherrlichen, bzw. Herrlichkeit. Wir alle kennen dieses Wort und in unserem Sprachgebrauch drückt es etwas Majestätisches, Schönes und Großes aus. Diese Bedeutung ist im heutigen Evangelium auch enthalten, aber hier steckt noch mehr drin. Mit dem Wort „Herrlichkeit“ ist vor allem die Liebe Jesu gemeint, die in letzter Konsequenz auch Leid, Schuld und Tod auf sich nimmt diese unglücklichen drei Dinge von innen her aufbricht und durchbricht. Jemand hat es einmal so formuliert: Durch den Tod getötet hat Christus den Tod getötet.

Wir haben vor Kurzem das Fest Christi Himmelfahrt gefeiert. Dieses Fest drückt sehr schön aus, wie Nähe und Distanz zusammengehören. Bei aller Nähe, die wir durch Jesus zu Gott haben, können wir ihn nicht einfach festhalten. Und trotz aller Distanz, die besteht, ist er uns doch näher als wir es uns selbst sind. Der Kirchenvater Irenäus von Lyon (2. Jh.) hat einmal gesagt: „Die Herrlichkeit Gottes ist der lebende Mensch, das Leben des Menschen die Gottesschau.“ Wo wir unser Leben an der Liebe Christi immer wieder neu ausrichten, da ist die Herrlichkeit Gottes und da ist auch der lebendige Mensch.

Herzlichst, Ihr Pfarrer Max Walterskirchen

 

Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Mk. 2, 5
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