Sunday 9. August 2020
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Betrachtung von Pfarrer Walterskirchen zum Pfingstfest

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

 

Liebe Gemeinde!

Am 50. Tag nach Ostern feiert die Kirche Pfingsten. Das heutige Evangelium haben wir bereits zu Ostern gehört. Es tut gut, manche Stellen aus dem Evangelium mehrmals zu hören. Pfingsten ist das Fest der Vollendung von Ostern. Beide Feste hängen eng miteinander zusammen. Das erste Wort Jesu an seine Jünger ist ein Zuspruch von Frieden. Die Reaktion der Jünger ist Freude. Danach erfolgt der Auftrag zur Sendung. Bei jeder heiligen Messe sagt der Priester am Schluss: „Gehet hin in Frieden.“ Ursprünglich hieß es im Lateinischen „Ite missa est“ - „Geht, ihr seid gesendet.“ Sendung bedeutet, dass man sich an den Fußspuren Jesu orientiert und das eigene Leben danach ausrichtet. Dazu braucht es den Beistand Gottes, den Heiligen Geist. Die Sendung erfolgt nicht an irgendeinen spektakulären Ort, sondern in den eigenen Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen.

Zu Pfingsten wird ein ganz bekanntes Gebet gebetet, nämlich die sogenannte Pfingstsequenz, die in all ihren Strophen wunderbar zum Ausdruck bringt, was das Wirken des Geistes Gottes ist.

 

Komm herab, o Heilger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not.
In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.


Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.

 

 

Es lohnt sich, sich Zeit für dieses Gebet zu nehmen und es mehrmals langsam zu lesen und von innen her zu verkosten. Welche Bilder werden für den Heiligen Geist verwendet? Welche Zeile spricht mich besonders an? Man könnte einzelne Verse, die einen besonders ansprechen, wiederholen und sie mit dem eigenen Leben in Beziehung setzen. Vielleicht denken wir bei manchen Versen an andere Menschen und beten für sie mit diesen Worten. Die Bilder, die der Verfasser dieses Gebetes verwendet, sprechen für sich: das Dürre und Erstarrte wird wieder lebendig, Kaltes wird gewärmt, in der Hitze gibt es Kühlung. Vielleicht ist Ihnen auch aufgefallen, dass jede der 30 Zeilen (10 Strophen sind es insgesamt: in einer Strophe sind es drei Zeilen) aus genau sieben Silben besteht. Die sieben Silben sind eine Anspielung auf die sieben Gaben des Heiligen Geistes: Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Vergessen wir nicht, dass wir als Getaufte und Gefirmte diesen Geist schon empfangen haben. Der Heilige Geist ist also schon zu uns gekommen, möge er mehr und mehr bei uns ankommen! Das Fest Pfingsten möchte uns daran erinnern.

Herzlichst, Ihr Pfarrer Max Walterskirchen

 

Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Mk. 2, 5
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