Papst zur Suizidbeihilfe: Recht auf Leben, nicht auf den Tod
Papst Franziskus lehnt eine Beihilfe zum Suizid auch im Angesicht des Todes ab. "Das Leben ist ein Recht, nicht der Tod. Der muss angenommen und nicht verabreicht werden", sagte der 85-Jährige am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan. Dieser ethische Grundsatz betreffe alle Menschen, nicht nur Christen oder Gläubige, betonte der Papst.
Franziskus erinnerte daran, dass der Tod nicht vermeidbar sei. Irgendwann komme daher der Punkt, nachdem alles Menschenmögliche getan sei, an dem er ohne weitere Therapie akzeptiert werden müsse. Dabei sei es wichtig, die Menschen im Sterben zu begleiten, auch mit der Palliativmedizin. Diese dürfe jedoch nie mit der Beihilfe zum Suizid verwechselt werden.
Vor diesem Hintergrund rief der Papst dazu auf, ältere Menschen nicht zu isolieren. Oder gar zu versuchen, ihr Sterben zu beschleunigen. Das sei immer falsch, so Franziskus, der seit einigen Wochen in seinen Katechesen über den Heiligen Josef spricht. Dieser gilt auch als Patron der Sterbenden.
Am Donnerstag veranstaltet der Päpstliche Rat für das Leben ein Online-Seminar zur Palliativmedizin. Ziel der Palliativmedizin ist nicht mehr Heilung, sondern bestmögliche Lebensqualität für sterbenskranke Menschen.
