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Evangelium
von heute
Mt 18, 21–35
Nicht bis zu siebenmal musst du vergeben, sondern bis zu siebzigmal siebenmal
Tagesevangelium
13.
September
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit
21 trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?
22 Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.
23 Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen.
24 Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war.
25 Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.
26 Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen.
27 Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.
28 Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist!
29 Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen.
30 Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe.
31 Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.
32 Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast.
33 Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
34 Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.
35 Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.
In jener Zeit
21 trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?
22 Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.
23 Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen.
24 Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war.
25 Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.
26 Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen.
27 Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.
28 Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist!
29 Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen.
30 Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe.
31 Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.
32 Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast.
33 Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
34 Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.
35 Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.
Mt 18, 21–35
Inhalt:
Verlautbarungen
Erntedank-Sammlung der Caritas
Bibel teilen - Bibel entdecken
Tiersegnung am 4. Okt.
Benefizkonzert für Licht ins Dunkel - 17. Okt.
Monat-Wallfahrt in Maria Schnee Kaltenberg
Adventwallfahrt MARIAZELL am 22. Nov. 2026
Chronik
Amtseinführung Kaplan Pawel Skrzypinski am 6. Sept.
Chronik
Bücherübergabe an "carla" der Caritas
Chronik
Eröffnung der Bibelausstellung 12. Juli
Chronik
Seniorenwallfahrt nach Wenigzell 28.05.2026
Chronik
Erstkommunion 14.5.2026
Namenstage
Hl. Johannes Chrysostomus, Hl. Amatus, Hl. Notburg, Tobias
Namenstage
13.
September
Hl. Johannes Chrysostomus
* 350, Antiochia, heute Antakya in der Türkei
† 407
Patriarch von Konstantinopel, Kirchenvater
* gegen 350 in Antiochia, heute Antakya in der Türkei
† 14. September 407 in Pityus in Kolchis, dem heutigen Sochumi in Georgien
Johannes mit dem Beinamen Chrysostomus (Goldmund), der große Prediger und Seelsorger, wurde gegen 350 in Antiochien geboren. Ein heidnischer Philosoph, der die Mutter des Johannes kennen gelernt hatte, rief aus: „Was für wunderbare Frauen findet man bei den Christen!“ Johannes studierte ausgiebig antike Rechtswissenschaft und Rhetorik. 369 empfing er die Taufe, 374 schloss er sich für einige Jahre einer Eremitengruppe auf einem Berg in der Nähe von Antiochien an. 386 wurde er Priester; bald wurde er durch seine Predigten berühmt, die geradezu einen politischen Machtfaktor darstellten. 397 wurde er als Patriarch nach Konstantinopel geholt. Er lebte weiterhin einfach wie ein Mönch, predigte, erklärte die Heilige Schrift, sorgte für die Armen und die Kranken.
Er verkaufte die Luxusgegenstände im Bischofspalast, um die Hungrigen zu speisen, und brachte die Finanzen der Kirche unter rigorose Kontrolle. Ebenso befahl er, die Kirchen dann zu öffnen, wenn das arbeitende Volk sie besuchen konnte. Diese Maßnahmen brachten ihm Ansehen beim Volk, aber die Missgunst der Wohlhabenden und des Klerus.
Er mahnte zur häufigen Kommunion, aber auch zur Ehrfurcht vor den göttlichen Mysterien. Seine Seelengröße zeigte Johannes im Leiden. Die Kaiserin fühlte sich betroffen, als der Bischof gegen den Luxus der reichen Damen predigte, und betrieb seine Absetzung. Sie hatte Erfolg, und Johannes musste in die Verbannung gehen. Zwar konnte er bald zurückkehren, aber eine zweite Ausweisung war endgültig. Johannes wurde nach Armenien verbracht und sollte von dort an das Ostufer des Schwarzen Meeres transportiert werden. Unterwegs starb er an Erschöpfung; seine letzten Worte waren: „Gott sei für alles gepriesen!“ Das war am 14. September 407.
Die Anmaßung
„Es gibt nichts Schlimmeres als die Anmaßung. Sie nimmt den Menschen die vernünftige Überlegung und zieht ihnen den Ruf der Albernheit zu, ja sie bringt sie so weit, dass sie völlig unvernünftig werden.“ (Johannes Chrysostomus)
http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/September13.htm
* gegen 350 in Antiochia, heute Antakya in der Türkei
† 14. September 407 in Pityus in Kolchis, dem heutigen Sochumi in Georgien
Johannes mit dem Beinamen Chrysostomus (Goldmund), der große Prediger und Seelsorger, wurde gegen 350 in Antiochien geboren. Ein heidnischer Philosoph, der die Mutter des Johannes kennen gelernt hatte, rief aus: „Was für wunderbare Frauen findet man bei den Christen!“ Johannes studierte ausgiebig antike Rechtswissenschaft und Rhetorik. 369 empfing er die Taufe, 374 schloss er sich für einige Jahre einer Eremitengruppe auf einem Berg in der Nähe von Antiochien an. 386 wurde er Priester; bald wurde er durch seine Predigten berühmt, die geradezu einen politischen Machtfaktor darstellten. 397 wurde er als Patriarch nach Konstantinopel geholt. Er lebte weiterhin einfach wie ein Mönch, predigte, erklärte die Heilige Schrift, sorgte für die Armen und die Kranken.
Er verkaufte die Luxusgegenstände im Bischofspalast, um die Hungrigen zu speisen, und brachte die Finanzen der Kirche unter rigorose Kontrolle. Ebenso befahl er, die Kirchen dann zu öffnen, wenn das arbeitende Volk sie besuchen konnte. Diese Maßnahmen brachten ihm Ansehen beim Volk, aber die Missgunst der Wohlhabenden und des Klerus.
Er mahnte zur häufigen Kommunion, aber auch zur Ehrfurcht vor den göttlichen Mysterien. Seine Seelengröße zeigte Johannes im Leiden. Die Kaiserin fühlte sich betroffen, als der Bischof gegen den Luxus der reichen Damen predigte, und betrieb seine Absetzung. Sie hatte Erfolg, und Johannes musste in die Verbannung gehen. Zwar konnte er bald zurückkehren, aber eine zweite Ausweisung war endgültig. Johannes wurde nach Armenien verbracht und sollte von dort an das Ostufer des Schwarzen Meeres transportiert werden. Unterwegs starb er an Erschöpfung; seine letzten Worte waren: „Gott sei für alles gepriesen!“ Das war am 14. September 407.
Die Anmaßung
„Es gibt nichts Schlimmeres als die Anmaßung. Sie nimmt den Menschen die vernünftige Überlegung und zieht ihnen den Ruf der Albernheit zu, ja sie bringt sie so weit, dass sie völlig unvernünftig werden.“ (Johannes Chrysostomus)
http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/September13.htm
Hl. Amatus
* 565, Grenoble in Frankreich
† 629
Abt in Remiremont
* 565 in Grenoble in Frankreich
† 13. September 629 (?)
Amatus war Einsiedler im Wallis und später Mönch in Luxeuil. Er gründete zusammen mit Romarich das Doppelkloster Remiremont in den Vogesen, das er als erster Abt leitete.
http://www.heiligenlexikon.de/
* 565 in Grenoble in Frankreich
† 13. September 629 (?)
Amatus war Einsiedler im Wallis und später Mönch in Luxeuil. Er gründete zusammen mit Romarich das Doppelkloster Remiremont in den Vogesen, das er als erster Abt leitete.
http://www.heiligenlexikon.de/
Hl. Notburg
* 1265, Rattenberg in Tirol in Österreich
† 1313
Magd
* um 1265 in Rattenberg in Tirol in Österreich
† 14. September 1313 auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol in Österreich
Notburg, eine Bauernmagd, lebte nach alter Überlieferung im 9. oder 10. Jahrhundert.
Der Arzt und Volksschriftsteller Hippolyt Guarinoni sammelte die Legenden und berichtet von Notburg aus der Zeit um 1265 bis 1313. Die Tochter eines Hutmachers war demnach als Magd auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol tätig. Sie war ein Vorbild an Treue und Pflichterfüllung sowie an tätiger unablässiger Nächstenliebe aus tiefer Frömmigkeit. Sie soll Lebensmittel, die sie sich selbst vom Mund abgespart Hatte, den Armen gebracht haben; auf die Frage ihres Dienstherrn, was sie da trage, hätten sich die Lebensmittel in Essig und Späne verwandelt. Wegen ihrer Mildtätigkeit wurde sie nach dem Tod der Gräfin entlassen und arbeitete dann bei einem Bauern in Eben. Mit diesem hatte sie vereinbart, am Vorabend von Sonn- und Festtagen beim Vesperläuten mit dem Mähen aufzuhören, um sich in dem nahegelegenen Rupertskirchlein auf den Feiertag vorzubereiten; als aber der Bauer darauf drang, die Arbeit auch beim Läuten fortzusetzen, rief sie "Feierabend" und hängte ihre Sichel in die Luft, wo sie wundersam hängen blieb, bis sie sie nach ihrer Andacht wieder in die Hand nahm.
Nach dem Tod der jungen Gräfin lebte Notburg wieder als Köchin auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol.
Notburg ist die meistverehrteste Heilige Tirols, ihr geweihte Kirchen und Altäre gibt es in Tirol, der Ost-Steiermark und in Slowenien. Ihr Grab in Eben ist ein viel besuchter Wallfahrtsort. Geschichten, Lieder und Schauspiele erzählen von ihr. An einem Bauernhaus bezeugt eine Inschrift das unweit geschehene Sichel-Wunder. Das Notburga-Museum im Pfarrhaus des Ortsteils Eben in Maurach am Achensee wurde 2004 eröffnet. Die österreichische Bischofskonferenz ernannte sie 2008 zur Schutzpatronin der Trachten- und Heimatverbände
www.heiligenlexikon.de
* um 1265 in Rattenberg in Tirol in Österreich
† 14. September 1313 auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol in Österreich
Notburg, eine Bauernmagd, lebte nach alter Überlieferung im 9. oder 10. Jahrhundert.
Der Arzt und Volksschriftsteller Hippolyt Guarinoni sammelte die Legenden und berichtet von Notburg aus der Zeit um 1265 bis 1313. Die Tochter eines Hutmachers war demnach als Magd auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol tätig. Sie war ein Vorbild an Treue und Pflichterfüllung sowie an tätiger unablässiger Nächstenliebe aus tiefer Frömmigkeit. Sie soll Lebensmittel, die sie sich selbst vom Mund abgespart Hatte, den Armen gebracht haben; auf die Frage ihres Dienstherrn, was sie da trage, hätten sich die Lebensmittel in Essig und Späne verwandelt. Wegen ihrer Mildtätigkeit wurde sie nach dem Tod der Gräfin entlassen und arbeitete dann bei einem Bauern in Eben. Mit diesem hatte sie vereinbart, am Vorabend von Sonn- und Festtagen beim Vesperläuten mit dem Mähen aufzuhören, um sich in dem nahegelegenen Rupertskirchlein auf den Feiertag vorzubereiten; als aber der Bauer darauf drang, die Arbeit auch beim Läuten fortzusetzen, rief sie "Feierabend" und hängte ihre Sichel in die Luft, wo sie wundersam hängen blieb, bis sie sie nach ihrer Andacht wieder in die Hand nahm.
Nach dem Tod der jungen Gräfin lebte Notburg wieder als Köchin auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol.
Notburg ist die meistverehrteste Heilige Tirols, ihr geweihte Kirchen und Altäre gibt es in Tirol, der Ost-Steiermark und in Slowenien. Ihr Grab in Eben ist ein viel besuchter Wallfahrtsort. Geschichten, Lieder und Schauspiele erzählen von ihr. An einem Bauernhaus bezeugt eine Inschrift das unweit geschehene Sichel-Wunder. Das Notburga-Museum im Pfarrhaus des Ortsteils Eben in Maurach am Achensee wurde 2004 eröffnet. Die österreichische Bischofskonferenz ernannte sie 2008 zur Schutzpatronin der Trachten- und Heimatverbände
www.heiligenlexikon.de
Tobias
* Tisbe bei Kedesch, dem heutigen Kirjat Schmona in Israel
† 611
Hauptperson im Buch Tobit im Alten Testament
* in Tisbe bei Kedesch, dem heutigen Kirjat Schmona in Israel
† 611 v. Chr. (?) in Ninive, heute Ruinen bei Mosul im Irak
Tobias ist die Hauptperson im lehrhaften Buch Tobit im Alten Testament. Tobit, sein Vater, zeichnete sich durch Glaubenstreue und Nächstenliebe aus.
Eines Tages schickte er Tobias zu Gabael, einem Verwandten, damit er dort Geld hole, das dieser aufbewahrt hatte. Tobias wurde auf dieser Reise vom Erzengel Raphael begleitet, ohne dass jener wusste, wer sein Reisebegleiter war. Raphael half Tobias auch, als der vor der Heirat mit Sarah stand; die hatte schon zuvor sieben Männer, die aber alle gleich nach der Hochzeit im Brautgemach starben; der Engel riet Tobias, Herz und Leber des Fisches, den sie unterwegs gefangen hatten, in einem Räucherbecken zu verbrennen und so den Fluch zu bannen. Die Galle des Fisches riet der Engel aufzubeahren: Tobias sollte sie seinem erblindeten Vater bei der Rückkehr auf die Augen streichen. Sehend geworden, konnte der alte Vater seine Sohn und dessen Frau in die Arme schließen. Die Lehre des Buches ist, das Tobits Nächstenliebe, Frömmigkeit und Vertrauen in Gott und ebenso des Tobias Vertrauen und pietätvoller Gehorsam seinem Vater und seinem Reisegefährten gegenüber schließlich alles zum Guten wenden.
Tobias starb kurz nach dem Fall von Ninive - heute Ruinen bei Mosul - (Tobit 14, 15), der sich 612 v. Chr. ereignete.
http://www.heiligenlexikon.de/
* in Tisbe bei Kedesch, dem heutigen Kirjat Schmona in Israel
† 611 v. Chr. (?) in Ninive, heute Ruinen bei Mosul im Irak
Tobias ist die Hauptperson im lehrhaften Buch Tobit im Alten Testament. Tobit, sein Vater, zeichnete sich durch Glaubenstreue und Nächstenliebe aus.
Eines Tages schickte er Tobias zu Gabael, einem Verwandten, damit er dort Geld hole, das dieser aufbewahrt hatte. Tobias wurde auf dieser Reise vom Erzengel Raphael begleitet, ohne dass jener wusste, wer sein Reisebegleiter war. Raphael half Tobias auch, als der vor der Heirat mit Sarah stand; die hatte schon zuvor sieben Männer, die aber alle gleich nach der Hochzeit im Brautgemach starben; der Engel riet Tobias, Herz und Leber des Fisches, den sie unterwegs gefangen hatten, in einem Räucherbecken zu verbrennen und so den Fluch zu bannen. Die Galle des Fisches riet der Engel aufzubeahren: Tobias sollte sie seinem erblindeten Vater bei der Rückkehr auf die Augen streichen. Sehend geworden, konnte der alte Vater seine Sohn und dessen Frau in die Arme schließen. Die Lehre des Buches ist, das Tobits Nächstenliebe, Frömmigkeit und Vertrauen in Gott und ebenso des Tobias Vertrauen und pietätvoller Gehorsam seinem Vater und seinem Reisegefährten gegenüber schließlich alles zum Guten wenden.
Tobias starb kurz nach dem Fall von Ninive - heute Ruinen bei Mosul - (Tobit 14, 15), der sich 612 v. Chr. ereignete.
http://www.heiligenlexikon.de/








