Kardinal Schönborn trauert um rumänischen Großerzbischof Muresan
Kardinal Christoph Schönborn hat sich tief betroffen vom Tod des rumänischen griechisch-katholischen Großerzbischofs Kardinal Lucian Muresan gezeigt. Das Kirchenoberhaupt ist am Donnerstag mit 94 Jahren verstorben. In seiner Funktion als Ordinarius für die katholischen Ostkirchen in Österreich hat Schönborn der Kirchenleitung der Rumänischen Griechisch-katholischen Kirche und allen Geistlichen und Gläubigen sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen.
Der Generalvikar des Ostkirchenordinariats, Erzpriester Yuriy Kolasa, wird Kardinal Schönborn beim Begräbnis von Großerzbischof Muresan am kommenden Montag im rumänischen Blaj vertreten. Die Trauerfeierlichkeiten beginnen um 11 Uhr in der Kathedrale Heilige Dreifaltigkeit in Blaj.
Derzeit sind in Österreich zwölf Priester und ein Diakon der rumänischen griechisch-katholischen Kirche tätig, die in sieben Gemeinden ihren Dienst versehen. Zwei Gemeinden gibt es jeweils in Wien und Graz, dazu kommen Wiener Neustadt, Krems und Linz.
Generalvikar Kolasa erinnerte gegenüber Kathpress an den Besuch Muresans in Wien im Jahr 1993 im Rahmen eines ökumenischen Treffens, das von Pro Oriente organisiert wurde. Damals besuchte er auch die Gemeinschaft der rumänischen griechisch-katholischen Gläubigen, die gerade vom Geistlichen Vasile Lutai gesammelt wurde. Kardinal Hans Hermann Groër setzte Lutai schließlich 1995 als Seelsorger und später als Rektor der Seelsorgestelle "Rumänisch-Unierte Mission" für die Gläubigen der Rumänischen Griechisch-katholischen Kirche im Gebiet der Erzdiözese Wien ein.
Lutai habe stets das besondere Charisma von Kardinal Mursean hervorgehoben, der trotz aller Hürden und Verfolgungen stets eine große Liebe für die Menschen gezeigt und die Fürsorge eines echten Hirten vorgelebt habe, so Kolasa.
2018 hätte Kardinal Muresan aufEinladungg von Kardinal Schönborn wieder nach Wien kommen sollen, um an einem historischen Symposion teilzunehmen. Gesundheitliche Probleme des Großerzbischofs machten aber schon damals einen Besuch nicht mehr möglich.
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