Ukraine-Gebet anlässlich des 35. Jahrestages ihrer Unabhängigkeit im Wiener Stephansdom

24.08.2026
Wir beteten für einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine. Für die Menschen in Gefangenschaft, damit sie ihre Befreiung erleben, und für jene, die kämpfen, damit sie sicher zurückkehren.
Wir ehrten das Andenken all jener, die ihr Leben für die Zukunft der Ukraine geopfert haben.
Die Auftritte der in Österreich bekannten Solistin Zoryana Kushpler und des Pfarrchors „Solea“ verliehen der Veranstaltung einen besonders feierlichen Rahmen.
Ich danke allen, die mitgewirkt und teilgenommen haben.
Mein besonderer Dank gilt Generalvikar Yuriy Kolasa für seine organisatorische Unterstützung.
Text: Dr. Vasyl Khymynets
Fotos: Iryna Karpenko
Ansprache des Generalvikars Yuriy Kolasa:
Exzellenz, hochwürdigster Herr Bischof Maxym!
Hochwürdige Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Amt!
Sehr geehrter Herr Botschafter Dr. Vasyl Khymynets!
Exzellenzen, sehr geehrte Vertreter des diplomatischen Corps!
Sehr verehrte Vertreter der Politik und Öffentlichkeit!
Liebe Schwestern und Brüder in Christus!
Im Namen unseres Ordinarius, Seiner Exzellenz Erzbischof Josef Grünwidl, sowie Seiner Eminenz Kardinal Christoph Schönborn heiße ich Sie alle herzlich willkommen und überbringe Ihnen ihre besten Grüße.
Gerade in diesen schweren Zeiten versichern Ihnen der Herr Erzbischof und Kardinal Schönborn ihr inniges Gebet. Sie schließen Sie alle und die gesamte Bevölkerung der Ukraine in ihre Gebete ein.
Der Allukrainische Rat der Kirchen und religiösen Organisationen hat sich an den Ökumenischen Rat der Kirchen – den Weltkirchenrat –, an Papst Leo XIV. sowie an alle Menschen guten Willens gewandt. Er hat dazu aufgerufen, sich am 24. August im Gebet für den Frieden in der Ukraine zu vereinen.
Heute schließen auch wir uns diesem Gebet an. Unser besonderes Anliegen ist – wie Seine Seligkeit Swjatoslaw in der vergangenen Woche sagte –, dass Gott, der Herr, den Krieg in der Ukraine und überall auf der Welt beenden und die Menschheit von jenem Dämon des Krieges befreien möge, der Tag für Tag mit der Sense des Todes neue Opfer fordert.
Vereinen wir uns an diesem Tag im Gebet, denn das Gebet besitzt wahrhaft große Kraft. Wir glauben fest daran, dass es stärker ist als jede Waffe. Wir glauben, dass unser Herr ein Gott des Friedens, der Liebe und des Lebens ist und dass er unsere Gebete erhören wird.
Nun beten wir gemeinsam in ukrainischer Sprache den Akathistos-Hymnos, den bedeutendsten Marienhymnus der Ostkirche. Dieser ehrwürdige liturgische Hymnus entstand während der Belagerung Konstantinopels im Jahr 626. Bis heute wird er von den Christen des Ostens besonders in Zeiten persönlicher und gesellschaftlicher Not gebetet.
Die musikalische Gestaltung dieses ökumenischen Gebets übernimmt der Kirchenchor „Solea“ der ukrainisch-orthodoxen Kirchengemeinde „Heilige Wolodymyr und Olha“.
Gottesmutter, erflehe für die Ukraine und die ganze Welt einen gerechten, himmlischen Frieden – den Frieden Gottes!
