
Unsere Kirche – ein historisches Juwel
Die heutige Kirche ist nicht die erste an diesem Ort: Nachdem die ursprüngliche Kirche im Jahr 1720 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde, entstand zwischen 1854 und 1859 ein Neubau nach den Plänen von Johann Semmelrock. Doch auch dieses Bauwerk blieb nicht von Schicksalsschlägen verschont – im Jahr 1945 beschädigte ein Brand die Kirche schwer.
Kunst und Architektur im Einklang
Die Einrichtung der Kirche stammt überwiegend aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben ist der neogotische Hochaltar mit einem Altarblatt des Heiligen Leonhard, geschaffen von Leopold Till um 1860 nach einer Vorlage von Leopold Kupelwieser. Ein weiteres Highlight ist das Wandgrabmal des Ritters Georg Weltzer von Eberstein aus dem Jahr 1562. Dieses Renaissance-Kunstwerk, ein Meisterstück aus weißem und rotem Marmor, hat eine bewegte Vergangenheit: Ursprünglich Teil der Kapelle der Burg Starhemberg, fand es seinen Platz in der Barockkirche Piesting, bevor es in die heutige Kirche integriert wurde.
Auch die Orgel, erbaut 1935 von der Salzburger Werkstatt Dreher & Flamm, verdient Aufmerksamkeit. Mit ihzwei Manualen und 16 Registern füllt sie den Raum mit klanglicher Pracht.
Ein Ort des Glaubens und der Geschichte
Die Pfarrkirche Piesting ist nicht nur ein spirituelles
Zentrum, sondern auch ein lebendiges Stück Geschichte, das die Jahrhunderte überdauert hat. Ihre Lage, Architektur und die Vielzahl an Kunstschätzen machen sie zu einem kulturellen Highlight der Region. Wer die Kirche besucht, spürt nicht nur die tiefe Verwurzelung des Ortes im Glauben, sondern auch den Hauch der Geschichte, der durch die Mauern weht.
Ein Besuch lohnt sich – ob für Kunstliebhaber, Geschichtsinteressierte oder einfach für jene, die einen Moment der Ruhe suchen.
Fotos:
Außenaufnahme von Wolfgang Glock, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons;
Innenaufnahme von Karl Gruber, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons


