Pfarrverbandsausflug: Berührende Passionsspiele in St. Margarethen –
Er lebt immer noch in mir...
Mit dieser Textzeile begannen die Passionsspiele nach dem bekannten Lied: „Er ist Herr, er ist Herr, er ist auferstanden und er ist Herr…“, eindrucksvoll von Kindern und dann von allen Darstellerinnen und Darstellern gesungen.
Unsere Pfarrverbandsreise zu den Passionsspielen nach St. Margarethen im Burgenland war ein voller Erfolg. Die Reise war bestens organisiert und bot der Gemeinschaft ein unvergessliches Erlebnis.
Inhaltlich überzeugte die Aufführung auf ganzer Linie. Die bekannte Passionsgeschichte wurde auf eine ganz neue, ergreifende Weise erzählt: aus der Perspektive von Mirjam. Gemeinsam mit der Mutter von Jesus: Maria, Lazarus und Johannes blickten sie auf das Leben Jesu zurück. Neben tief berührenden Momenten gab es auch erfrischende Szenen mit einem Augenzwinkern. Für das Skriptbuch ist der derzeitige Pfarrer von St. Margarethen, Dr. Richard Geier, verantwortlich.
Besonders beeindruckend war das riesige Ensemble. Über 200 Mitwirkende – vom Kleinkind bis zum älteren Menschen – standen gemeinsam auf der Bühne. Unterstützt wurden sie von zwei Pferden und zwei Eseln, was die Szenen besonders lebendig machte. Genaueres dazu kann auf der Homepage der Passionspiele: www.passio.at nachgelesen werden. Auf der Seite der Pfarre steht dazu:
„Passionsspiele St. Margarethen -
Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe
Unter diesem Motto findet vom 23. Mai bis 12. Juli 2026 die Neuinszenierung der Passionsspiele St. Margarethen statt.
2026 sind es genau 100 Jahre, dass in St. Margarethen erstmalig Passionsspiele aufgeführt wurden. Zunächst diente eine Scheune auf einem Bauernhof als Bühne. Mittlerweile spielt man vor einer prächtigen Naturkulisse im berühmten Römersteinbruch. Alle fünf Jahre sind rund 400 ehrenamtliche Laiendarsteller und Helfer mit großem Einsatz und voller Leidenschaft bei den Aufführungen dabei.
Mit dieser Geschichte wird der christliche Glaube in die unterschiedlichen Zeiten hineingesprochen. Jede Zeit hat ihre eigenen Fragen und Antworten.
Darum braucht es immer wieder neue Ansätze in der Interpretation der altehrwürdigen Geschichte Jesu. Im Jubiläumsjahr wird die Passionsgeschichte erstmalig aus der Sicht einer Frau (Maria Magdalena - Mirjam) erzählt.
Mit einem neuen Text, einer neuen Bühne und einem neuen Regisseur stößt man die Tür für eine ansprechende Verbindung von Historie und persönlicher Betroffenheit auf.
Der Reinerlös der Passionsspiele St. Margarethen kommt karitativen und sozialen Zwecken zugute.“
Nach der eindrucksvollen Aufführung ließen wir den Tag gemütlich bei einem Heurigen ausklingen. Bei gutem Essen und Getränken genossen alle das schöne Miteinander und die Gespräche über das Erlebte. Ein rundum gelungener Tag für unseren Pfarrverband!
Helma Wachter