Dienstag 6. Oktober 2026

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14.–18. September 2026

Seniorenreise - Region Klagenfurt, Villach und Millstätter See

...die gesündeste Sucht der Welt

 

„Reisen ist die gesündeste Sucht der Welt“

Es erweitert den Horizont und verändert den Blick auf das eigene Leben und hilft, den Kopf frei zu bekommen bzw. setzt die Vorfreude auf eine Reise positives Dopamin im Gehirn frei.
Unsere erste Station war die drittgrößte Stadt der Steiermark, nämlich Kapfenberg. 1145 erstmals urkundlich erwähnt wurde sie vor allem durch die ansässige Stahlindustrie bekannt. Die Nähe zum steirischen Erzberg und Wasserkraft in ausreichendem Maß haben hier schon ab dem 15. Jahrhundert mehrere Hammerwerke entstehen lassen. Insbesondere seit der Übernahme der Werke durch die Gebrüder Böhler – heute allesamt im Eigentum der voestalpine AG. Wir besichtigten die Stadtpfarrkirche, den Hauptplatz mit dem Rathaus ehe wir beim „Prieselbauer“ zu Mittag aßen.
Der Nachmittag gehörte der Burg Oberkapfenberg, wo wir schon von den Rittern der Burg mit einer sehr persönlichen Ansprache willkommen geheißen wurden. Im 13. Jahrhundert von den Grafen von Stubenberg erbaut ging sie 1992 in den Besitz der Stadtgemeinde Kapfenberg über. Wir genossen einen wunderbaren Aus- und Rundblick über die Stadt und ihre Umgebung.
Anschließend ging es weiter in unser Quartier nach Gurk.
Strahlender Sonnenschein erwartete uns am Dienstag in Klagenfurt. Vom Landestheater aus eroberten wir die Innenstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und Plätzen ehe wir beim Landhaushof wieder den Bus bestiegen, der uns in die große, kleine Welt am Wörthersee nach Minimundus brachte, wo wir über 160 Miniaturmodelle aus aller Welt im Maßstab 1:25 bewundern konnten.
Nach dem Mittagessen in Reifnitz am See waren wir zu Gast in Maria Wörth. Die gesamte Kirchenanlage setzt sich aus der Pfarr- und der kleineren Winterkirche, einem romanischen Karner sowie den sie umgebenden Friedhöfen zusammen.
Die kleinere Winterkirche bekam ihren Namen von den Heiligen, die in ihr verehrt wurden, in den Winter fielen.
Die größere und weiter oben gelegene Pfarrkirche ist der Winterkirche äußerlich sehr ähnlich. Ihr Patrozinium ist Maria Himmelfahrt.
Nach dem überaus guten und reichen Abendbuffet erlebten wir einen lustigen Abend beim Wunschkonzert.
Der Mittwoch gehörte der zweitgrößten Stadt Kärntens – VILLACH. Die römisch-katholische Pfarrkirche in Villach steht am Kirchenplatz und in beherrschender Lage über dem Hauptplatz und dem Rathaus. Sie wurde 1136 erstmals urkundlich erwähnt und ist dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht. Viele Vereine prägen das kulturelle Leben in Villach. Vor allem der Bauerngman Villach zeichnet für den Villacher Fasching als auch für den Villacher Kirchtag verantwortlich.
Das Mittagessen nahmen wir im Vitalhotel Lutz in Bad Bleiberg ein, wo wir vor 17 Jahren bereits zu Gast waren.
Anschließend hieß es „Glück auf“ und ab ins Schaubergewerk „Terra Mystica“, wo wir über die 68 Meter lange Bergmannsrutsche in den Berg – und Stollenwelt abtauchten. Über 700 Jahre lang haben die Bergleute hier untertage gearbeitet und dabei Blei und Zinkerz abgebaut. 1993 kam es zur Schließung des Stollens und zur Idee, das Bergwerk für Besucher zugänglich zu machen.
Der Donnerstag gehörte der Region Millstatt. Das ehemalige Kloster und Benediktinerstift prägt das historische Ortsbild Millstatt. Das Stift mit Stiftskirche und dem Kreuzgang gehören zu den repräsentativsten romanischen Bauwerken Kärntens. Ein Spaziergang durch das Stift führt durch Rundbogenarkaden vorbei an den Kreuzgängen zur Domitian Kapelle und in den Innenhof, die von einer 1000-jährigen Linde geprägt wird. Im naheliegenden Stiftsmuseum – welches wir auch besuchten - wird die Geschichte des Klosters aufbereitet und über die historische Entwicklung der Ortschaft Millstatt und Umgebung sowie ihrer kulturellen Besonderheiten erzählt. Eine Besonderheit ist der „Kerkerraum“ mit seinen Kritzelinschriften, die zwischen 1525 und 1550 vermutlich von Gefangenen der radikal-reformatorischen Täuferbewegung stammen.
Mit dem Schiff ging es dann am Millstätter See weiter nach Döbriach. Von dort brachte uns der Bus nach Radenthein ins Granatium – die funkelnde Erlebniswelt der Edelsteine. Jahrelang wurde hier Granat abgebaut und zur Bearbeitung in böhmische Schleifereien gebracht, die er verführerisch funkelnd als Böhmischer Granat verließ. Wir besuchten die Granatausstellung mit dem Granatzimmer, den Granatstollen und das Granat-Schürfgelände, wo wir selber Granate aus dem Felsen schlugen.
Der letzte Abend in Gurk gehörte wieder dem Wunschkonzert mit lustigen Texten und Liedern.
Die 950-Jahr-Feier führte uns in das Stift St. Lambrecht auf dem Weg zurück nach Großrußbach. Das Kloster wurde 1076 vom KärntnerMarkgrafen Markwart von Eppenstein gegründet. Die erste Kirche im 11.Jahrhundert war die „Kirche des Heiligen Lambert im Walde“, in deren unmittelbarer Nähe vor 1076 das Kloster errichtet worden war. Im 12. Jahrhundert wurde sie durch eine romanische Basilika ersetzt, die 1160 geweiht wurde. Sie hatte schon beinahe die Größe der heutigen Stiftskirche. Im Jahr 1157 wurde der Gnadenort Mariazell in der Obersteiermark von St. Lambrechter Benediktinern gegründet und wird, nach einer Unterbrechung von 1949 bis 1992, heute wieder von St. Lambrecht aus betreut.
Der Schwedenbombenworkshop war unsere letzte Station. Sie wurde 1926 von Walter Niemetz kreiert. Die Süßigkeit erhielt ihren Namen in Andenken eines aus Schweden stammenden Freundes, der an ihrer Entwicklung mitbeteiligt war. Den Namen Schwedenbombe ließ sich Niemetz 1934 markenrechtlich schützen. Am Firmensitz in Wiener Neudorf konnten wir unsere eigenen Kreationen fabrizieren und mit Schokoglasur versehen, ehe wir endgültig nach Hause fuhren.

 

SR Hans Scheck