Monday 29. August 2016

Viele sind entzündet und begeistert worden

Kardinal Schönborn zum Abschluss der Diözesanwallfahrt: "Viele von Ihnen werden mit Erfahrungen nach Hause kommen, die für die Zukunft Ihrer Gemeinden wichtig ist."


Es war die dritte Diözesanwallfahrt, die Kardinal Christoph Schönborn begleiten durfte. "Mit beinahe ebenso vielen Pilgern waren wir 1999 im Heiligen Land", erinnert er sich zurück. Damals war es die Vorbereitung auf das "Heilige Jahr". Im Paulusjahr 2008 folgte die zweite Diözesanwallfahrt nach Rom mit dem Ziel, auf den Spuren des Heiligen Paulus seinen letzten Aufenthalt, seinen Weg und sein Martyrium zu betrachten. "Das war für mich ein sehr beeindruckendes und prägendes Erlebnis", unterstreicht der Wiener Erzbischof.

 

Wie hat Paulus das gemacht?

2014 führte die Wallfahrt nun durch Kleinasien und Griechenland, die Orte im Leben des Heiligen Paulus, wo er Gemeinden gründete. "Die Frage, die uns im Vorfeld bewegte, war, wie machte das Paulus, wie hat er es zustande gebracht, Gemeinden zu gründen?", schildert der Kardinal. Paulus habe zwar nicht bei Null angefangen, da er in den jüdischen Gemeinden Jesus als den Messias verkündigte, er begann aber auch bald, Heiden, also Nichtjuden, zu versammeln und mit ihnen Gemeinden zu bilden.

Damit leitet er in eine wesentliche Frage der Gegenwart der Pfarrgemeinden von heute über: "Wir sprechen heute eher davon, dass unsere Gemeinden schrumpfen, das wir Gemeinden zusammenrücken, vielleicht auch zusammenlegen müssen, aber gleichzeitig haben wir den Auftrag, Menschen um Christus zu sammeln, das heißt Gemeinden zu bilden."

 

Bringt die Wallfahrt Früchte?

Kardinal Schönborn sprach seine Freude über die Bereitschaft der Reederei aus, diese Reise auf dem Kreuzfahrtschiff so zu legen, dass es möglich wurde, die paulinischen Gemeinden zu besuchen. So standen Thessaloniki, Ephesus und auch Athen auf dem Reiseprogramm, ergänzt um den Besuch auf Patmos, der Insel die von Apostel Johannes im Glauben geprägt wurde. Diese Pilgerreise sei aber natürlich nicht vergleichbar mit jener von Paulus um 50 nach Christi.

 

Eine zentrale Frage beschäftigt den Erzbischof von Wien am Ende dieser Diözesanwallfahrt: "Wie kann die Wallfahrt Früchte bringen, hat sie uns der Mission, dem Evangelium näher gebracht? Ich wage schon zu glauben, dass dies bei vielen geschehen ist. Diese Reise hat viele Menschen sehr berührt." Vor allem auch der Kontakt mit den Mitreisenden und besonders jener mit den Menschen, die an Bord für das Wohl der Reisenden sorgen, habe den tief beeindruckt: "Da war wirklich zum Teil ein sehr berührender Kontakt mit der Besatzung des Schiffes, das war auch ein bisschen Evangelisierung."

 

Von Apostel Paulus nimmt der Wiener Erzbischof viele Eindrücke der Wallfahrt für das heutige Christ-Sein mit: "Das Eindrucksvolle bei ihm ist, dass er die Menschen einfach angesprochen hat. Er muss sehr viele Gelegenheiten genützt haben, um Menschen in Gespräche zu verwickeln über Christus, seinen Tod und seine Auferstehung sowie die Notwendigkeit der Umkehr."

 

Eine Wallfahrt ist keine Urlaubsreise

Direkte Schlüsse für heute ließen sich aber nicht ziehen, da die Zeit und die Situation eine ganz andere sei. Was aber vielleicht mit vielen Pilgern der Diözesanwallfahrt passiert sei, "dass sie entzündet und begeistert worden sind, und damit auch etwas mit nach Hause nehmen, das für sie selbst und die Zukunft unserer Gemeinden wichtig ist", freut sich der Wiener Erzbischof und gesteht: "Ehrlich gesagt, ich bin müde. Wir haben alle relativ wenig geschlafen, viel gesehen, ich habe viele Gespräche geführt, hatte viele Begegnungen und wunderschöne Gottesdienste. Es ist ein bisschen etwas anderes, als eine Urlaubskreuzfahrt, es ist schon auch anstrengend, aber ich habe noch nie erlebt, das eine Wallfahrt, dasselbe ist wie eine Ferienreise."

erstellt von: Stefan Hauser/ks/mk (11.4.2014)

"Ehrlich gesagt, ich bin müde. Wir haben alle relativ wenig geschlafen, viel gesehen, ich habe viele Gespräche geführt, hatte viele Begegnungen und wunderschöne Gottesdienste. Es ist ein bisschen etwas anderes, als eine Urlaubskreuzfahrt, es ist schon auch anstrengend, aber ich habe noch nie erlebt, das eine Wallfahrt, dasselbe ist wie eine Ferienreise", so Kardinal Schönborn am Ende der Diözesanwallfahrt 2014.

Weitere Bilder und Berichte zur Diözesanwallfahrt:
rupprecht@kathbild.at FJ Rupprecht  

Bilder der Diözesanwallfahrt

laufend neue Fotos von der Wallfahrt


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kathbild.at/Rupprecht, Franz Josef Rupprecht  

Berichte zur Diözesanwallfahrt

Artikel über die Wallfahrtsziele, Stimmungsberichte,...


erzdioezese-wien.at / M. Prüller  

Diözesanwallfahrt auf den Spuren Pauli

Weitere eindrücke zur Pilgerreise der Erzdiözese Wien durch die Ägäis von Pressesprecher Michael Prüller

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