Montag 14. September 2026

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In diesem Bild sieht man ein leeres Klassenzimmer. Es sind SHolzstühle und Tische vor einer Tafel abgebildet.
pixabay / In diesem Bild sieht man ein leeres Klassenzimmer. Es sind SHolzstühle und Tische vor einer Tafel abgebildet.

Religionslehrer*in Sekundarstufe

Als Religionslehrer*in bist du mit deiner theologischen, pädagogischen Kompetenz und du als Person gefragt, mit deinen Fähigkeiten, deinen Stärken, deiner Spiritualität. Ergänzend zum Studium planen und gestalten wir mit dir deinen Weg zum*r Religionslehrer*in.

Die Ausbildungselemente sind: spirituelle Bildung, Orientierungsgespräche, Persönlichkeitsbildung, liturgische Bildung, Wissen über die Ortskirche.
 

1. Orientierungsgespräch

 

So wie Gott um seiner selbst willen gesucht und geliebt werden will, hat auch das Theologiestudium einen Eigenwert. Es dient nicht ausschließlich der Berufsausbildung. Dennoch ist es wichtig, bald nach Beginn des Studiums zu fragen: Was sind die Quellen meines Glaubens? Was bedeutet es im Auftrag der Kirche tätig zu sein? Was ist meine Berufung? Hier bietet das Zentrum Hilfen an.
 

Information
Es ist ein erster Schritt, sich mit dem künftigen Beruf, mit der Kirche bzw. Diözese auseinanderzusetzen. Auch für die diözesane Planung (z.B. Schulamt, Personalreferat) ist es gut zu wissen, wie viele Bewerber*innen in den nächsten Jahren zu erwarten sind.
Kontakt
Information über Berufsperspektiven und diözesane Ausbildungserfordernisse: siehe Programm. Oder melde dich zu einem individuellen Beratungsgespräch.

 

 

2. Spirituelle Bildung

 

Wer Theologie studiert, ist mit zusätzlichen Fragen konfrontiert: Wissen und Glauben, Denken und Beten, Reflektieren und Feiern – wie geht das zusammen? Wer nach authentischer Religiosität und zeitgemäßem Glauben sucht, stößt auf das Thema Spiritualität. Ein persönlicher Weg der Verwurzelung in Gott ist heute unerlässlich, um im Alltag glauben zu können.

 

spirituelle Angebote im Zentrum
Liturgie, Besinnungstage, Exerzitien (im Alltag), Glaubensgespräche, Lektürekreis Spiritualität etc. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Geistliche Begleitung durch Priester oder Pastoralassistent*in in Anspruch zu nehmen.

 

Im Hinblick auf einen kirchlichen Beruf gilt als verbindlich:

 

1. Spiritualität verorten (3-4 Tage)
• die je eigene Herkunft im Glauben reflektieren
• Wege zur Gestaltung eines persönlichen geistlichen Lebens
• Basisinformationen zum Thema christliche Spiritualität,
• Begegnung mit anderen spirituellen Entwürfen
• Austausch und persönliche Auseinandersetzung
• im 1. oder 2. Studienjahr
2. Vertiefende geistliche Weiterbildung
• aufbauend auf den Grundkurs bis zum vorletzten Studienjahr
• individuell zu planen und zu gestalten
• geistliche Begleitung oder Exerzitien in Absprache mit Christoph Benke

3. Pfarrerfahrung/ Pfarrpraktikum 

 

Für Religionslehrer*innen ist es bereichernd, Pfarre als Ort gelebten Glaubens zu erfahren und Einblick in die Pfarrpastoral zu bekommen. Die pädagogische und pastorale Erfahrung, mit Kindern und Jugendlichen über Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen, prägt den eigenen Religionsunterricht.

 

Communio des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe - die Kirche
Kirche ist eine Communio des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe (LG 8), eine Weggemeinschaft der Hoffnung inmitten und mit der großen Menschheitsfamilie. Der Glaube des*der einzelnen realisiert sich in der Gemeinschaft der Kirche. Damit ist die Pfarre als christliche Gemeinde ein wesentlicher Lebens-raum des Glaubens und eine Quelle theologischer Erkenntnis.
Praktikum in einer Pfarre

Diese Basiserfahrung kann man bereits mitbringen oder während des Studiums im Rahmen eines Pfarrpraktikums einholen. In diesem Fall wird das Praktikum vom Zentrum vermittelt und in der Pfarre begleitet.

 

• im Zeitausmaß eines*einer Ehrenamtlichen, der*die eine kontinuierliche Aufgabe übernommen hat
• 2./3. Studienjahr
• Anmeldung: im Zentrum, Mai/Juni für das folgende Jahr

 


 

4. Persönlichkeitsbildung

 

In pädagogischen und seelsorglichen Berufen ist die eigene Person wesentliches Medium und Teil der Botschaft. Somit ist die eigene personale und soziale Kompetenz eine wichtige Voraussetzung.

 

Wofür steht Persönlichkeitsbildung?
Beziehungsfähigkeit (Nähe und Distanz), Adäquate Selbsteinschätzung, Kommunikations- und Teamverhalten sind Qualitäten, die bewusstzumachen und gegebenenfalls auszubauen sind.
Bildung und Entwicklung der Persönlichkeit ist Sache der Eigenverantwortung. Die verbindlichen Anfordernisse sind zeichenhaft zu verstehen im Sinne der Bereitschaft, an sich zu arbeiten.
Kurse im Zentrum
2 Kurse zur Persönlichkeitsbildung zu mindestens je 12 Stunden
• davon zumindest ein Kurs aus dem Zentrumsangebot
• ein auswärtiger Kurs anrechenbar
• im Laufe des Studiums, vor dem letzten Studienjahr

 

 

 

5. Kennenlernen der Erzdiözese Wien und ihrer Einrichtungen

 

Für Seelsorger*innen, für Mitarbeiter*innen in der kirchlichen Verkündigung ist es wichtig, auch die Institution Kirche im Blick zu haben, um die eigene Aufgabe im Kontext eines größeren Ganzen sehen zu können.

 

Einrichtungen in der Erzdiözese Wien
Kirchliche Medien, Erwachsenenbildung, Caritas, Entwicklungen in der Erzdiözese, Kategoriale Seelsorge, …, das sind zentrale Aufgaben in der Erzdiözese Wien, die für die pastorale Arbeit wichtig sind und auch mögliche Arbeitsfelder für dich als Theolog*in sein können.
Veranstaltungen
Mindestens 6 Veranstaltungen sind im Lauf des Studiums zu besuchen.

 


 

6. Berufsvorbereitungskurs

 

Der Einstieg in das Berufsleben bringt den Rollenwechsel vom Lernenden zum*zur »Lehrenden« mit sich. Im kirchlichen Auftrag (missio) Verantwortung übernehmen, diese Übergangsphase reflektieren und gestalten wir mit euch.

 

Vorbereitung auf ein neuen Lebensabschnitt
Die eigene Rolle als Religionslehrer*in reflektieren, Beruf und Spiritualität, Information zu Kirche und Geld, liturgische Bildung, Prävention Missbrauch und Gewalt, Ortskirche, Erfahrungsaustausch mit künftigen Kolleg*innen.
Anmeldung
Anmeldung zum Berufsvorbereitungskreis zu Beginn des letzten Studienjahres (bis 15. Oktober) bei Thomas Pirkner-Ertl (t.pirkner-ertl@edw.or.at) oder Hannah Greiner (h.greiner@edw.or.at)